Urbach

Ab September wird die Kita-Betreuung in Urbach teurer

Kinderbetreuung
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Der Urbacher Gemeinderat folgt der Empfehlung des Gemeindetags, des Städtetags sowie der Kirchen in Baden-Württemberg und erhöht die Gebühren für die Kinderbetreuung zum 1. September um 2,9 Prozent. Einen 25-prozentigen Abschlag wird es aufgrund der geringeren Kosten für den Waldkindergarten geben und einen 25-prozentigen Aufschlag auf den Landesrichtsatz wegen des höheren Personal- und Sachaufwands für den Bereich Ganztagesbetreuung.

Zwei Beispiele dazu: Wer ein unter dreijähriges Kind hat und dieses zehn Stunden pro Tag betreut haben möchte, muss künftig 603 statt 587 Euro pro Monat zahlen. Eine sechsstündige Betreuung kostet ab 1. September 302 statt 293 Euro. Bei einem über dreijährigen Kind liegt der Betrag für zehn Betreuungsstunden künftig bei 254 Euro (bislang 248 Euro) sowie 122 statt 119 Euro bei sechsstündiger Betreuung. Die Beiträge reduzieren sich jeweils, wenn eine Familie mehrere Kinder hat.

Die Gebühren decken nur elf Prozent der tatsächlichen Kosten

Bürgermeisterin Martina Fehrlen erinnerte in der Sitzung an den geringen Kostendeckungsgrad durch die Gebühren, der bei lediglich elf Prozent liegt. „Wir müssten eigentlich jedes Jahr über dem Richtsatz erhöhen, um auf den vorgeschlagenen Deckungsgrad von 20 Prozent zu kommen.“

Siegrun Burkhardt sagte, dass ihre SPD-Fraktion sich eigentlich eine gebührenfreie Kinderbetreuung wünschen würde, „solange es das nicht gibt, gehen wir die Erhöhung aber mit“.

Auch die CDU trug diese mit, der Fraktionsvorsitzende Detlef Holzwarth wies allerdings darauf hin, dass dies der größte Gemeindeposten sei, zudem defizitär, „wir subventionieren von allen anderen Einnahmen diesen Bereich“.

Monika Bruckmann (Freie Wähler) betonte, dass die Erhöhungen notwendig seien, um die Kostensteigerungen zu finanzieren – und sagte zugleich: „Wir sind dankbar für die gute Arbeit der Kitas“.

Grundsätzlich trägt das Gremium die Erhöhungen mit

Von einer „undankbaren Aufgabe“ sprach Burkhard Nagel (Grüne), doch „die Richtungsentscheidung ist schon getroffen“, nämlich dass die Gemeinde sich am Landesrichtsatz orientiert. Die Abstimmung fiel dann auch einstimmig aus.

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, die Betreuungsgebühren an Kitas und Schulen für Mai auszusetzen bei allen, die keine Notbetreuung in Anspruch genommen haben – auch wenn eine Entscheidung des Landes hierzu noch aussteht, wie Fehrlen betonte. Es sei aus ihrer Sicht aber klar, dass die Gemeinde nicht die Kosten übernehmen müsse, weil sie die Schließung ja auch nicht beschlossen habe.

Notbetreuung war zuletzt stärker nachgefragt

Die Notbetreuung war während der dritten Welle übrigens stärker nachgefragt, wie Heike Bieg vom Kindergartenmanagement berichtete. „Die Kinder waren auch länger da, weil bei vielen Eltern der Urlaubsanspruch schon aufgebraucht war.“

Die Gemeinderatsfraktionen erinnerten schließlich noch einmal daran, dass die Familien dieses Jahr an ihre Grenzen gekommen seien – und diese finanzielle Entlastung daher zwingend erforderlich sei. „Denen, die das leisten konnten, ohne Unterstützung in Anspruch zu nehmen, sind wir das schuldig“, meinte Siegrund Burkhardt (SPD).

Der Urbacher Gemeinderat folgt der Empfehlung des Gemeindetags, des Städtetags sowie der Kirchen in Baden-Württemberg und erhöht die Gebühren für die Kinderbetreuung zum 1. September um 2,9 Prozent. Einen 25-prozentigen Abschlag wird es aufgrund der geringeren Kosten für den Waldkindergarten geben und einen 25-prozentigen Aufschlag auf den Landesrichtsatz wegen des höheren Personal- und Sachaufwands für den Bereich Ganztagesbetreuung.

Zwei Beispiele dazu: Wer ein unter dreijähriges

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