Urbach

B 29: Der große Stau bleibt aus

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Seit Montag (15.5.) ist die B 29 zwischen Urbach und Plüderhausen auf je eine Spur verengt. © Sarah Utz
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Der große Stau bleibt bislang aus, aber es muss trotzdem mehr Zeit eingeplant werden.

Urbach. Das Chaos blieb aus. Der Verkehrsfunk meldete am Montagmorgen auf der B 29 bei Urbach zwei Kilometer zähfließenden Verkehr. Bis September läuft der Verkehr auf der Bundesstraße je einspurig. Die Brücke über den Urbach und über die Bahnlinie wird saniert.

Reißverschluss. Das ist der heiße Tipp, den die Polizei und das Rathaus Urbach den Autofahrern mit auf den Weg geben, damit die Baustelle auf der Bundesstraße nicht zu einem Dauerärgernis wird. Die meisten Autofahrer hatten schon am ersten Tag den Reißverschluss begriffen und sich den Ärger eines hektischen Einfädelns erspart.

Noch ein Tipp aus dem Rathaus

Das Urbacher Rathaus hat noch einen weiteren Tipp parat: Die Bundesstraße in Urbach beziehungsweise Plüderhausen zu verlassen lohnt sich nicht. Denn in Urbach herrscht durch den gesamten Ort Tempo 30 – und der Schleichweg durch die beiden Orte ist wirklich ein Ausweg, auf dem die Autofahrer zum Schleichen gezwungen sind.

B-29-Pendler erinnern sich mit Schrecken an die sommerlichen Chaoswochen in den vergangenen Jahren, als der Belag der Bundesstraße zwischen Waiblingen und Schorndorf abschnittsweise saniert wurde und es nur einspurig in Richtung Schorndorf beziehungsweise Waiblingen lief. Sommerferien für Sommerferien ging es auf der B 29 morgens und abends nur im Schritttempo voran. Das Verkehrsaufkommen auf der B 29 hinter Schorndorf scheint aber bei weitem nicht so hoch zu sein wie das im mittleren Remstal, wo werktäglich mehr als 50 000 Fahrzeuge gezählt werden. Das Polizeipräsidium Aalen rechnet zwar während der Bauzeit mit Behinderungen und in den Spitzenzeiten mit Stau. Aber das Ausmaß der Staus bei den Baustellen zwischen Schorndorf und Waiblingen dürfte nicht erreicht werden.

Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende September

Wie berichtet, wird die B-29-Brücke bei Urbach für 1,7 Millionen Euro saniert. Die Bauarbeiten haben am Montag begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende September.

Bekanntlich soll der Tag nicht vor dem Abend gelobt werden. Ein Blick auf den abendlichen Berufsverkehr zeigt: Der Verkehr staute sich am Montagabend bis zur Ausfahrt Urbach zurück. Allerdings hält sich der Rückstau in Grenzen. In den Verkehrsmeldungen von Polizei und Rundfunk tauchte die Bundesstraße 29 überhaupt nicht auf.

Der Zeitplan

Die Bauarbeiten gliedern sich in zwei Bauphasen: Bis Pfingsten werden die Mittelstreifenüberfahrten geöffnet und so umgebaut, dass der Verkehr in Richtung Aalen vom Überbau West auf den Überbau Ost geführt werden kann, so dass auf dem Überbau West eine Vollsperrung bestehen kann. Im Anschluss wird das Arbeits-, Schutz- und Traggerüst unter der Brücke aufgebaut.

In der Bauphase zwei nach Pfingsten wird der Überbau West voll gesperrt und zunächst mit den Abbrucharbeiten begonnen.

Im Juli und August findet die eigentliche Sanierung der Brücke statt. Im September folgt das Finish: Schutzplanken werden angebaut, die Mittelstreifenüberfahrten um- beziehungsweise rückgebaut und der Mittelstreifen wieder geschlossen.