Urbach

Bessere Straße, breiterer Radweg: Die Urbacher Wasenstraße soll saniert werden

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Radweg
Nach den aktuell vorliegenden Plänen sollen Radfahrer in Urbach in Zukunft besser unterwegs sein. © Gabriel Habermann
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Radweg
Deutliche Risse auch im Radweg. © Gabriel Habermann

Wer öfters in der Wasenstraße unterwegs ist, hat vermutlich bemerkt, dass der Fahrbahnbelag dort dringend sanierungsbedürftig ist. Risse und Verdrückungen sind in der Kreisstraße keine Seltenheit, sie ist der Verkehrsbelastung in ihrem aktuellen Zustand nicht gewachsen. Bald soll sich das ändern: Der Kreis will die Straße in seinem Sanierungsprogramm für 2022 und 2023 angehen und trägt somit auch die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn. Für Bordsteine, Geh- und Radwege und Straßeneinläufe ist allerdings die Gemeinde Urbach zuständig. Weil hier also ohnehin Bauarbeiten und Investitionen auf die Kommune zukommen, will sie in diesem Zuge auch gleich den Radweg auf diesem Streckenabschnitt deutlich verbessern.

Die Wasenstraße hat mehrere wichtige Verkehrsfunktionen: Sie bietet einen Anschluss an die B 29, bindet die Gewerbegebiete an und dient als Hauptverkehrsachse zwischen Urbach und Schorndorf. Laut der Verwaltung sind auf ihr täglich etwa 15 500 Pkw unterwegs, darunter auch Schwerlastverkehr. Und auch der Radweg wird gut genutzt. Dem ist die Straße nicht gewachsen. Was soll nun also verbessert werden?

Die Bauarbeiten und der Radweg: Das ist aktuell geplant

Die Maßnahme erstreckt sich auf den Streckenabschnitt zwischen der Benzstraße und dem Kreisverkehr Neumühleweg. Auf der Südseite besteht hier bereits ein Geh- und Radweg, der aber nur maximal 2,50 Meter breit ist und an einigen Stellen auch knapper bemessen ist. Auf der Nordseite besteht nur abschnittsweise ein schmaler Gehweg, zudem befinden sich auf dem Abschnitt drei Bushaltestellen und Querungshilfen.

Der Landkreis plant nun, den Fahrbahnbelag zu erneuern. Die vorhandene Frostschutzschicht wird neu profiliert und verdichtet, die Markierungen werden nachgebessert. Die seitlichen Borde sollen erhalten werden. Mehr Details zum Ablauf, zum Beispiel zu erforderlichen Umleitungsstrecken, sollen laut der Urbacher Verwaltung aber im weiteren Planungsprozess erst noch ausgearbeitet werden.

Regelbreite von drei Metern

Trotzdem springt die Gemeinde schon jetzt auf den Zug auf und will den Radweg auf eigene Kosten verbessern. In der jüngsten Sitzung des Urbacher Gemeinderats stellten beauftragte Experten vom Ingenieurbüro Klinger und Partner ein Konzept für eine Verbesserung des Radverkehrs vor.

Der gemeinsame Geh- und Radweg auf der südlichen Seite der Fahrbahn soll beibehalten werden und eine Regelbreite von drei Metern bekommen. Würde man die Radstreifen auf beiden Seiten ausführen, wie einmal angedacht, wären die Eingriffe in die Fahrbahnen zu massiv gewesen und es wäre laut der Ingenieure zu Verkehrs- und Sicherheitsproblemen gekommen. In der geplanten Variante wird der Fahrradverkehr räumlich von der Fahrbahn getrennt.

Gemeinderat sieht das Projekt positiv

Die Gemeinderätinnen und -räte standen dem Konzept grundsätzlich positiv gegenüber und sprachen sich dafür aus, die Planungen weiterzuführen. Einen „vernünftigen Kompromiss“ nannte zum Beispiel Jörg Heckenlaible (Freie Wähler) die Planung. Die Maßnahmen seien eine deutliche Verbesserung zum jetzigen Zustand. „Ich glaube, dass wir dort wirklich eine sehr gute Lösung bekommen“, stimmte Detlef Holzwarth, CDU-Fraktionsvorsitzender, zu. Wichtig war ihm allerdings die Frage, in welchem Zustand die Kanäle im betroffenen Streckenabschnitt seien und ob es Sinn mache, dort Glasfaser zu legen.

„Der Kanal ist in Ordnung“, war dazu die Expertenmeinung. Das habe eine Untersuchung ergeben, es bestehe momentan kein Erneuerungsbedarf. Auch ans Breitband sei gedacht worden, dort, wo Bedarf besteht, könne im Zuge der Maßnahmen ohne großen Aufwand nachgebessert werden.

Grundstückserwerb vermeiden

„Wir als Grünen-Fraktion freuen uns natürlich, dass der Radverkehr in dieser Maßnahme in den Fokus rückt“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Burkhard Nagel. Er finde es schade, dass der Kreis sich nicht an den Kosten für den Radwege-Ausbau beteilige, halte die Investition aber trotzdem für lohnenswert, „weil Radfahrer dann eine echte Alternative zum Remstalweg bekommen“, wenigstens auf diesem Streckenabschnitt.

„Diese Planung funktioniert“, sagte auch Ingolf Spannaus (Bürgerliste Urbach). „Das sollte man weiterverfolgen.“ Jürgen Schlotz (SPD) regte an, dass die Gemeinde doch noch Grundstücke erwerben könnte, „wenn es Ecken gibt, an denen man die Situation deutlich entschärfen könnte“, die Verwaltung will Grunderwerb aber vermeiden, wie Bauamtsleiter Rolf Koch antwortete. Und auch Ursula Jud, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, sagte: „Uns hat gut gefallen, dass wir bei der Planung keinen zusätzlichen Flächenerwerb brauchen.“ Das würde ihrer Meinung nach die Umsetzung des Projekts noch einmal stark verzögern.

„Das Konzept gefällt mir sehr gut“, sagte auch Bürgermeisterin Martina Fehrlen. Die Planung sei „ein sinnvoller Vorschlag“.

Wer öfters in der Wasenstraße unterwegs ist, hat vermutlich bemerkt, dass der Fahrbahnbelag dort dringend sanierungsbedürftig ist. Risse und Verdrückungen sind in der Kreisstraße keine Seltenheit, sie ist der Verkehrsbelastung in ihrem aktuellen Zustand nicht gewachsen. Bald soll sich das ändern: Der Kreis will die Straße in seinem Sanierungsprogramm für 2022 und 2023 angehen und trägt somit auch die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn. Für Bordsteine, Geh- und Radwege und Straßeneinläufe

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