Urbach

Dauerbelegte Parkplätze: Neue Parkscheibenregelung in Urbach geplant

Parkplatz Friedhof
Bei Beerdigungen kommt es am Friedhof öfter zu Parkplatzmangel. Eine neue Regelung soll Abhilfe schaffen. © Gabriel Habermann

Ärgerlich ist’s, wenn man bei einer Veranstaltung in der Auerbachhalle oder gar für die Teilnahme bei einer Beerdigung, ohnehin eine aufwühlende Angelegenheit, keinen Parkplatz findet. Das sieht auch die Gemeinde Urbach so und will deshalb nun neue Parkregelungen einführen. Sowohl an der Auerbachhalle als auch beim Friedhofsparkplatz soll es in Zukunft zeitweise eine Parkscheibenpflicht geben, die dann, so kündigt Achim Grockenberger, Sachgebiet öffentliche Ordnung bei der Verwaltung, an, auch kontrolliert werden wird.

Das Problem: Auf dem Auerbachhallen-Parkplatz stehen wohl immer wieder Dauerparker, Mitarbeitende von Firmen in der Umgebung oder Anwohner. „Tagsüber macht das ja nichts aus, aber wenn zu einer Veranstaltung in der Halle mehrere Hundert Leute kommen, sollten die Parkplätze zur Verfügung stehen“, erklärt Achim Grockenberger. Zukünftig soll es also abends eine Parkscheibenpflicht geben, damit der Parkplatz während Veranstaltungszeiten auch für Besucher verfügbar ist.

Beerdigungsbesucher sollen parken können

Ähnlich verhält es sich am Friedhof. Dort soll vor und während Beerdigungszeiten, also über den Mittag, künftig eine Parkscheibenpflicht gelten. Zu den Grabpflegezeiten am frühen Abend gebe es eigentlich immer noch Parkplätze, aber wenn zum Beispiel eine bekannte Urbacher Persönlichkeit beerdigt wird und viele Leute kommen wollten, dann werde es oft knapp, unter anderem weil Anwohner ihre Autos dort abstellen würden, so Grockenberger. Die neue Parkscheibenregelung soll nun dafür sorgen, dass der Parkplatz bei Beerdigungen für deren Besucherinnen und Besucher zur Verfügung steht.

Einen konkreten Zeitpunkt, ab dem die neuen Regelungen gelten, kann Achim Grockenberger noch nicht nennen, er sagt aber: „Die Schilder sind schon bestellt.“ Nun komme es darauf an, wann sie ausgeliefert werden, er rechnet aber damit, dass die neue Parkscheibenpflicht zeitnah nach den Sommerferien umgesetzt werden wird.

Situation hat sich wieder beruhigt

Insgesamt hat sich die Parksituation in Urbach laut Achim Grockenberger etwas beruhigt im Vergleich zur Zeit der Lockdowns und strengen Corona-Regeln, in der die Urbacher Gartenschau-Attraktionen wie der Walderlebnispfad oder der Flowtrail bei gutem Wetter und teils sogar auch im Winter geradezu von Besuchern überrannt wurden. Immer wieder gab es deshalb Park-Ärger an der Hagsteige oder auch beim Plüderwiesenhof, wo Autos zeitweise so eng beieinander geparkt hatten, dass Rettungsfahrzeuge im Ernstfall nicht mehr durchgekommen wären.

An der Hagsteige hat die Gemeindeverwaltung inzwischen eine Schranke installiert, so dass der Zugang zum oberen Parkplatz für die meisten Menschen verwehrt ist - unter anderem gehbehinderte, ältere Menschen oder Familien mit sehr kleinen Kindern dürfen durchaus trotzdem den oberen Parkplatz benutzen - und Besucherinnen und Besucher, die mit dem Auto anreisen, gezwungen sind, beim Freibad zu parken. „Es ist abhängig von der Wetterlage“, sagt Achim Grockenberger dazu, wie sich die Parksituation entwickelt habe. Es gebe durchaus noch Tage, an denen es sowohl an der Hagsteige oder beim Bärenbachtal-Parkplatz keine freien Plätze mehr gebe. Der Betrieb der Schranke habe sich aber am Wochenende gut eingespielt, unter der Woche und an verregneten Wochenenden bleibt sie offen. Insofern komme es nicht mehr zu einem Parkchaos vergleichbar mit dem zuvor. „Im Großen und Ganzen funktioniert’s“, sagt Achim Grockenberger. Auch die Feldwege werden nun nicht mehr so zugeparkt und der „Run“ auf den Walderlebnispfad habe spürbar nachgelassen, seitdem Menschen auch wieder an andere Orte dürften.

Verkehr weiterhin ein Thema

Parkprobleme gibt es in Urbach an einigen Stellen natürlich trotzdem noch. So äußerte sich zum Beispiel Bürgermeisterin Martina Fehrlen schon öfter öffentlich negativ dazu, dass Menschen ihre Autos nicht auf ihrem eigenen Grundstück, sondern an der Straße abstellen. Auch die Ortsdurchfahrt wird weiterhin sehr stark frequentiert, Planungen für eine Entlastungsstraße liegen momentan aber in der Schublade, weil sie für die Gemeinde ohne Zuschüsse - für die momentan nicht viel Hoffnung bestehe - laut Achim Grockenberger wohl nicht finanzierbar ist. Und auch der Gemeinderat wird das Thema Verkehr in Urbach bald wieder diskutieren, sicher auch mit Blick auf das Areal rund ums Schloss, wo in den nächsten Jahren mit dem Bau des neuen Pflegeheims einige Veränderungen anstehen.

Ärgerlich ist’s, wenn man bei einer Veranstaltung in der Auerbachhalle oder gar für die Teilnahme bei einer Beerdigung, ohnehin eine aufwühlende Angelegenheit, keinen Parkplatz findet. Das sieht auch die Gemeinde Urbach so und will deshalb nun neue Parkregelungen einführen. Sowohl an der Auerbachhalle als auch beim Friedhofsparkplatz soll es in Zukunft zeitweise eine Parkscheibenpflicht geben, die dann, so kündigt Achim Grockenberger, Sachgebiet öffentliche Ordnung bei der Verwaltung, an,

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