Urbach

Ein Festwochenende für die Jugend in Urbach: Vom 01.10. bis 03.10. wird gefeiert

Evangelische Jugend
Im Einsatz für die Jugend Urbachs: Jugendreferent Joshua Senk und Markus Heinlein, Vorsitzender des Fördervereins Evangelische Jugend. © Gabriel Habermann

Vor 20 Jahren lag die Jugendarbeit bei der evangelischen Kirchengemeinde Urbach brach. Cornelia und Jürgen Hieber wollten das damals nicht so hinnehmen – und überlegten sich, was dagegen zu tun sei. So entstand die Idee, den Förderverein Evangelische Jugend zu gründen, der die kirchliche Jugendarbeit unterstützt.

Der Förderverein - eine Urbacher Erfolgsgeschichte

Konkret sollte über Spendeneinnahmen eine Jugendreferentenstelle finanziert werden. Das war und ist bis heute alleiniger Zweck des Vereins. Und er wurde zu einer Erfolgsgeschichte: Es sind in dieser Zeit nicht nur rund 600 000 Euro gesammelt worden, berichtet Markus Heinlein, der dem Förderverein seit inzwischen neun Jahren vorsteht. 20 Jahre später liegt bei der Jugendarbeit in Urbach auch nichts mehr brach. „Es wurde unheimlich viel gemacht, damit die Jugendlichen hier wieder eine Heimat gefunden haben“, sagt Heinlein.

Joshua Senk, der seit sechs Jahren als Jugendreferent in der Gemeinde tätig ist, organisiert mit seiner 50-Prozent-Stelle Konfifreizeiten, die Jungschararbeit, den Jugendkreis, Jugendgottesdienste, Skifreizeiten, Mitarbeiterwochenenden oder Sommerfreizeiten. „Niemand könnte diese Arbeit aber alleine stemmen“, sagt der 31-Jährige, der dabei von vielen Ehrenamtlichen unterstützt wird.

Bis zu 150 Besucher kommen zu den Jugendgottesdiensten

Die Jugendgruppen hätten in der herausfordernden Corona-Zeit durchgehalten – wenn auch zeitweise lediglich Videokonferenzen möglich waren. Der Faden, er riss nicht ab. Die Arbeit mit den Jugendlichen, die vor allem über langfristige Beziehungen laufe, berichtet er, gebe ihnen ein Gefühl von Heimat. Und sie erreicht einen beachtlichen Kreis: Wöchentlich sind das laut Senk 30 bis 40 Jugendliche, beim Jugendgottesdienst können schon mal bis zu 150 Jugendliche zusammenkommen.

Ein wichtiger Teil seiner Arbeit sei außerdem die ökumenische Arbeit. Er nennt hier die mittlerweile schon zur Tradition gewordenen „Homerun“-Gottesdienste, die zweimal im Jahr zusammen mit Katholiken oder Baptisten organisiert werden und die Glaubensinhalte in einer auf die Jugendlichen zugeschnittenen Sprache vermitteln.

Wie sich der Verein finanziert

Auch nach sechs Jahren ist Senk, der an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg Soziale Arbeit und Diakoniewissenschaft studiert hat, noch nicht müde. „Es macht mir weiterhin viel Spaß und Freude“, sagt der 31-Jährige.

„Joshua ist die Drehscheibe, er ist der zentrale Ansprechpartner und Stratege, er ist ökumenisch gut vernetzt“, lobt ihn Markus Heinlein vom Förderverein Evangelische Jugend, der nicht ohne Stolz davon berichtet, dass es dem Verein in all den Jahren gelungen ist, dessen Stelle zu finanzieren. Aber nicht über die Mitgliedsbeiträge, die bei gerade mal zwölf Euro im Jahr liegen. „Wir leben davon, Geld einzusammeln.“ Und das vor allem über Events wie das alljährliche Wildschweinessen im Gemeindehaus, „das kennt in Urbach jeder“.

Was ihn als Vorstand immer umtreibt: Dass der Verein stets genügend Geld in der Rücklage hat, um auch weiterhin die Stelle finanzieren zu können. Denn „der Verein kann nur dauerhaft funktionieren, wenn wir eine breite Spendenbasis haben“.

Das anstehende Wochenende will man nun zum Anlass nehmen, um die unwahrscheinliche Erfolgsgeschichte des Fördervereins zu feiern – und zugleich neue Spender zu werben. Das Wochenende stehe unter dem Motto: „In die Zukunft investieren, heißt in die Kinder und Jugend investieren.“ Als fester Unterstützer könne man Kindern und Jugendlichen gemeinsame Erlebnisse schenken, sagt Heinlein.

Ab Freitag wird das Jubiläum gefeiert

Was ist nun geboten von Freitag, 1. Oktober, bis Sonntag, 3. Oktober?

Den Auftakt macht am Freitagabend von 17.30 bis 18.30 Uhr ein Mitarbeitertreff für Ehemalige und Aktive im Johannes-Brenz-Gemeindehaus. Im Anschluss gibt es einen Eröffnungsgottesdienst mit Pfarrer Benjamin Helmschrott in der Afrakirche.

Nach einem Schwätzlestreff am Kirchplatz mit Fingerfood steht dann um 20.30 Uhr der erste Höhepunkt des Festwochenendes an: Das Konzert des Singer-Songwriters Jonnes aus Ludwigsburg (bekannt durch „Voice of Germany“), der in der Afrakirche auftreten wird. Es gilt die 3G-Pflicht. Die Anmeldung funktioniert über diesen Link: https://jubilaeum.church-events.de.

Der Samstag startet mit einem kleinen Festakt um 14 Uhr am Kirchplatz vor der Afrakirche. Im Anschluss gibt es am Kirchplatz, in der Kirchgasse und an der Hagsteige dann einen Markt der Möglichkeiten, an dem sich eine ganze Reihe Urbacher Vereine beteiligt. Kinder können dort unter anderem Feuerwehrauto fahren, es gibt eine Tombola, die Waldpädagogen werden Wissenswertes rund ums Kräutersalz berichten und es gibt Speisen vom „Feurigen Elias“ sowie Kuchen und Getränke. Besonderes Highlight ist der von der Bürgerstiftung finanzierte Menschenkicker.

„Das ist eine coole Geschichte“, findet Heinlein: Auf 14 Metern werden Menschen dabei zu Figuren eines großen Tischkickers, das Ganze soll auf dem Gemeindehausparkplatz stehen.

Das Abschlussevent am Samstag startet um 17.30 Uhr am Kirchplatz. Es gibt eine Kurzandacht von Pfarrer Klaus Dieterle mit Orgelmusik und die Auflösung der Tombola.

Der Festsonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst auf dem Marktplatz. Es predigt Pfarrerin Regina Melchionda. Musikalisch begleitet wird sie dabei vom Posaunenchor und der Enliven-Band.

Von 11 bis 14 Uhr ist dann der Ausklang auf dem Marktplatz. Es gibt Hotdogs, Maultaschenburger und Getränke sowie ein Gruppenbild mit Drohne.

Dass nicht nur der Förderverein Evangelische Jugend an der Organisation des Wochenendes beteiligt ist, sondern eine ganze Reihe von Urbacher Akteuren, das zeige: „Es ist ein gemeinsames Miteinander“, so Markus Heinlein. Und das soll auch künftig so bleiben.

Vor 20 Jahren lag die Jugendarbeit bei der evangelischen Kirchengemeinde Urbach brach. Cornelia und Jürgen Hieber wollten das damals nicht so hinnehmen – und überlegten sich, was dagegen zu tun sei. So entstand die Idee, den Förderverein Evangelische Jugend zu gründen, der die kirchliche Jugendarbeit unterstützt.

Der Förderverein - eine Urbacher Erfolgsgeschichte

Konkret sollte über Spendeneinnahmen eine Jugendreferentenstelle finanziert werden. Das war und ist bis heute

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