Urbach

Firma kündigt Vertrag für Kita-Essen in Urbach: Wie geht es jetzt weiter?

kita essen
Symbolfoto. © Andrey Kuzmin - stock.adobe.com

Die Firma Müller Gastronomie aus Leutenbach liefert derzeit noch das Mittagessen für sieben kommunale Kindergärten der Gemeinde Urbach. Nun hat die Firma den entsprechenden Vertrag mit der Gemeinde aber aufgekündigt, zwar fristgerecht, für die Verwaltung aber doch überraschend. Einen neuen Anbieter zu finden wird für die Gemeinde wohl eine Herausforderung werden, die sie in den nächsten Monaten schnell bewältigen muss. Wie geht es nun weiter? Und welche Voraussetzungen muss das Mittagessen für die Kindergartenkinder überhaupt erfüllen?

Unsichere Zukunft und gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise

„Die Gemeinde arbeitet schon sehr lange mit der Firma Müller zusammen“, sagte Heike Bieg, Kita-Managerin bei der Verwaltung, im Gemeinderat zu dem Thema. Der Essenspreis sei im vergangenen Jahr bereits angepasst worden, jetzt habe der Caterer aber signalisiert, dass die Energie- und Lebensmittelpreise derart ansteigen, dass es für ihn schwierig werde, verlässlich zu kalkulieren. Zudem sei unsicher, wie sich die Lage weiter entwickeln werde, was eine Kalkulation der zukünftigen Kosten nahezu unmöglich mache. Die Firma hat den Vertrag mit der Gemeinde zum 31. März 2023 deshalb gekündigt und will sich aus der Belieferung von Kindergärten mit warmem Essen ganz allgemein zurückziehen.

„Das kann man sicher nachvollziehen, wir fanden es aber schade, dass es so abrupt kam“, sagte dazu Heike Bieg. Sie habe dazu appelliert, frühzeitig das Gespräch zu suchen. „Aber jetzt ist es so, die Kündigung ist eingegangen und wir müssen nach einer Lösung suchen.“ Dabei stellten sich aber einige Herausforderungen. „In einigen Einrichtungen sind die Essenszahlen recht niedrig“, sagte Heike Bieg. Das Kita-Essen unterliege gewissen Vorgaben, die die Firma Müller habe erfüllen können. „Mit anderen wird man sehen müssen, welche Angebote es gibt. Der Markt ist sicher nicht ganz einfach im Moment.“

Bezahlbares Essen für fairen Preis

Die Gemeinde muss die Mittagsverpflegung in Ganztagseinrichtungen verpflichtend anbieten, in Kindergärten mit verlängerten Öffnungszeiten ist es ein freiwilliges Angebot des Trägers. „Alle wünschen sich ein gesundes, ausgewogenes, schmackhaftes Essen für die Kinder“, so Bieg. „Die Eltern wünschen sich außerdem einen vertretbaren Preis, den sie bezahlen können, und eine gewisse Flexibilität bei der Bestellung und Stornierung der Essen.“ Die Gemeinde müsse nun also ein Gesamtpaket neu organisieren, um die Essensversorgung ab Anfang April 2023 sicherzustellen.

„Ich glaube, da muss man sich stark mit den Anbietern auseinandersetzen“, sagte die Freie-Wähler-Fraktionsvorsitzende Ursula Jud. Ein Punkt, der ihrer Meinung nach bei dem Thema berücksichtigt werden sollte, sei die Regionalität. Sie schlug auch vor, eine interkommunale Zusammenarbeit mit Plüderhausen zu prüfen. „Das Thema brennt.“

Lob an die Firma Müller

„Wir sollten es trotzdem nicht unterlassen, der Firma Müller ein großes Lob auszusprechen“, sagte ihre Fraktionskollegin Monika Bruckmann. Das Essen der Firma für die Kitas sei „richtig gut“ gewesen und zuverlässig gebracht worden, wisse sie. Die Corona-Zeit sei für die Firma schwierig gewesen, ihre Leistung aber durchgängig sehr zufriedenstellend.

In seiner Sitzung nächsten Dienstag am 13. Dezember soll der Urbacher Gemeinderat nun über die Vergabekriterien und das Leistungsverzeichnis für die Kita-Verpflegung ab Anfang April 2023 entscheiden.

Die Firma Müller Gastronomie aus Leutenbach liefert derzeit noch das Mittagessen für sieben kommunale Kindergärten der Gemeinde Urbach. Nun hat die Firma den entsprechenden Vertrag mit der Gemeinde aber aufgekündigt, zwar fristgerecht, für die Verwaltung aber doch überraschend. Einen neuen Anbieter zu finden wird für die Gemeinde wohl eine Herausforderung werden, die sie in den nächsten Monaten schnell bewältigen muss. Wie geht es nun weiter? Und welche Voraussetzungen muss das Mittagessen

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