Urbach

Hundestaffel wird häufig angefordert - auch für eine Vermissten-Suche in Urbach

Hundestaffel
Mensch und Hund zusammen im Einsatz. © DRK

Am Freitag der vergangenen Woche war eine 82-Jährige aus Urbach als vermisst gemeldet worden, die später zum Glück wiedergefunden werden konnte. Für die Suche forderte die Polizei auch die Dienste der Flächensuchhunde des DRK Kernen an. Fast 80 Personen und 37 Rettungshunde waren an der Suche beteiligt.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Kernen übernahmen in ihrem Einsatzleitwagen die Koordination der Suchaktion, die am späten Freitagabend begann und am Samstagvormittag ergebnislos endete. Am Samstagnachmittag wurde die vermisste Frau gefunden. Die DRK-Drohnengruppe wurde nicht alarmiert, da die Suche mit Rettungshunden in einem großen Waldgebiet effektiver ist.

DRK-Ortsverein ebenso im Einsatz

Auch der DRK-Ortsverein Urbach war an der großen Suchaktion beteiligt und kümmerte sich unter anderem um die Verpflegung der zahlreichen Einsatzkräfte. Der Ortsverein organisierte auch eine Halle, in der sich die an der Suche beteiligten Personen aufwärmen und stärken konnten.

Die Rettungshundeteams können einen Wald um ein Vielfaches schneller durchsuchen als eine Menschenkette. Die Rettungshunde suchen frei und entfernen sich über viele Meter vom Hundeführer. Die geprüften Rettungshunde sind in der Lage, selbstständig in die Witterung zu laufen. Sie können eine Fläche von bis zu 30 000 Quadratmetern mit wenig Laufleistung absuchen.

Mehr Einsätze als gewöhnlich

Besonders in den vergangenen Wochen waren die Hunde und ihre menschlichen Begleiter oft gefragt. Erst kürzlich rückten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DRK-Hundestaffel mit den geprüften Rettungshunden zu einem Einsatz nach Heidenheim aus. Sieben Stunden waren die Suchteams beschäftigt. Kurz nach Beginn des Tatorts auf ARD hatte die Polizei die Experten angefordert. Gesucht wurde ein 69-jähriger Mann. Auch die Drohnengruppe des DRK Rems-Murr war bei diesem mehrtägigen Einsatz vor Ort.

Vor einer Woche dann die nächste Alarmierung: Der Einsatzleitwagen des DRK-Ortsvereins Kernen koordinierte in Allmersbach im Tal die Suchmaßnahmen von Rettungshunden und Drohnen. Der Einsatz begann kurz vor Mitternacht und dauerte sechs Stunden. Und nun die nächste Suchaktion am vergangenen Freitag in Urbach. „In der Regel haben wir über das Jahr verteilt zwölf Einsätze, zu denen wir ausrücken“, sagt Jasmin Holub, Leiterin der DRK-Rettungshundestaffel. In diesem Jahr werden es sicherlich mehr Einsätze werden.

Hobby verlangt viel ab

In der Nacht von Sonntag auf Montag stand laut des DRK schon wieder ein Einsatz für die Mitglieder der Rettungshundestaffel Rems-Murr an. Es wäre der dritte Einsatz in zwei Wochen gewesen. Doch noch während der Vorbereitungen teilte ihnen die Polizei mit, die vermisste Person wurde bereits gefunden. „Derzeit ist viel los“, berichten die Verantwortlichen. Ihr Hobby verlangt ihnen viel ab – nicht nur im Ernstfall.

Mensch und Hund müssen bei jeder Witterung, Tag und Nacht, das ganze Jahr über ihrer Aufgabe nachkommen. Lediglich geprüfte Rettungshunde dürfen zu Einsätzen ausrücken. Diese Prüfungen müssen alle zwei Jahre erfolgreich abgelegt werden. Die Ausbildungszeit beträgt rund zwei bis drei Jahre.

Intensive Ausbildung

Dafür trainieren die Ehrenamtlichen zweimal in der Woche. Der Umgang mit Karte, Kompass und GPS ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, da die Teams bei den Einsätzen praktisch immer in unbekanntem Gelände unterwegs sind. Kenntnisse in Kynologie, also der Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde, und Erster Hilfe sind ebenso gefragt wie eine Ausbildung in BOS-Sprechfunk.

Den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und vor allem auch den Hunden macht ihr sinnvolles Hobby unheimlich viel Spaß. „Aber drei Alarmierungen in einer Woche stellen uns Ehrenamtliche schon vor Herausforderungen“, sagt Heide Wieland von der DRK-Rettungshundestaffel Kernen. „Es ist ein zeitintensives Hobby, das uns aber sehr viel Spaß macht.“

Am Freitag der vergangenen Woche war eine 82-Jährige aus Urbach als vermisst gemeldet worden, die später zum Glück wiedergefunden werden konnte. Für die Suche forderte die Polizei auch die Dienste der Flächensuchhunde des DRK Kernen an. Fast 80 Personen und 37 Rettungshunde waren an der Suche beteiligt.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Kernen übernahmen in ihrem Einsatzleitwagen die Koordination der Suchaktion, die am späten Freitagabend begann und am Samstagvormittag

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