Urbach

Knappe Kitaplätze in Urbach: Die Gemeinde hat eine Übergangslösung gefunden

Kinderhaus Drosselweg
Die neue Ü-3-Gruppe soll im September in Betrieb genommen werden. © ALEXANDRA PALMIZI

Wie in vielen anderen Gemeinden gibt es auch in Urbach einen akuten Mangel an Kindergarten-Plätzen. Aus diesem Grund musste die Verwaltung nach einer Lösung suchen, um kurzfristig weitere Betreuungsplätze für eine Gruppe für Kinder über drei Jahren zu schaffen. Diese konnte jetzt gefunden werden: Im Kinderhaus Drosselweg kann voraussichtlich zum 1. September dieses Jahres eine neue Kindergartengruppe in Betrieb genommen werden.

Sie soll mindestens drei Jahre lang als Übergangslösung dienen, bis neue Betreuungsmöglichkeiten fertig gebaut sind. „Die Plätze werden dringend benötigt für das neue Kindergartenjahr“, sagte Heike Bieg, bei der Gemeinde zuständig für das Kindertagesstättenmanagement, als sie die Lösung der Verwaltung im Gemeinderat vorstellte. Es seien auch andere Optionen geprüft worden, die Anbindung an die bestehenden Strukturen im Kinderhaus sei aber der Favorit der Verwaltung gewesen.

Das Kinderhaus Drosselweg muss vor dem Einzug der Gruppe angepasst werden

Die vierte Krippengruppe im Kinderhaus Drosselweg war im März 2020 stillgelegt worden. Diese Kapazitäten können nun für ältere Kindergartenkinder genutzt werden. Dafür sind allerdings einige Anpassungsmaßnahmen notwendig. Im Sanitärbereich müssen altersgerechte Waschbecken und Toiletten mit Kabinen angebracht werden. Außerdem muss die Gemeinde neues Mobiliar für den Gruppen- und Nebenraum anschaffen und die Ausstattung anpassen sowie die Garderobe erweitern. Im Außenspielbereich soll eine Trennung von Gruppen mit über drei Jahre alten und unter drei Jahre alten Kindern erfolgen und es sollen neue Spielgeräte angeschafft werden.

Die Interimskindergartengruppe soll laut der Verwaltung zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Gemeinde wie geplant neue Betreuungsplätze geschaffen hat, in einen Neubau umziehen, so dass das Kinderhaus wieder ausschließlich für die Kleinkinderbetreuung zur Verfügung steht. Der Sanitärbereich müsste dann wieder angepasst werden und auch das Mobiliar mitsamt Ausstattung erneut ausgetauscht werden.

Es müssen wohl keine Gelder zurückgezahlt werden

Es hatte auch früher schon Überlegungen gegeben, eine U-3-Gruppe im Kinderhaus Drosselweg umzuwidmen, allerdings war die Gemeinde bislang davon ausgegangen, dass das unschöne finanzielle Folgen haben könnte. Die Fördermittel, die Urbach 2013 für das Kinderhaus erhalten hatte, waren nämlich zweckgebunden. Nach erneuter Nachfrage teilte das Regierungspräsidium Stuttgart der Verwaltung aber nun mit, dass die Zweckbindungsfrist von 25 Jahren unterbrochen ist, solange geförderte U-3-Plätze nicht in Betrieb sind oder in Ü-3-Plätze umgewandelt werden. Der Zeitraum für die Zweckbindung verlängert sich für den Zeitraum, in dem die Gruppe keine U-3-Gruppe mehr ist, die Gemeinde muss aber wohl kein Geld zurückerstatten, solange sie nicht dauerhaft davon absieht, die U-3-Plätze zu betreiben.

„Ich denke, das ist eine super Lösung, die man hier gefunden hat“, sagte Gemeinderätin Anke Schön (Freie Wähler). Es sei erfreulich, dass die Gemeinde zunächst doch kein Geld zurückerstatten müsse, wenn sie die Gruppe umwandle. Sie regte zudem an, dass höhenverstellbare Waschbecken und Toiletten angeschafft werden, was die Verwaltung prüfen will. Auch die CDU-Fraktion kam laut ihrem Fraktionsvorsitzenden Detlef Holzwarth zu dem Ergebnis, dass die Lösung der Verwaltung eine gute ist, besonders da nun die Rückzahlungsfrage geklärt sei. Holzwarth fand aber, dass die Gemeinde auch die Atriumschule und dort ungenützte Räume im Auge behalten müsse.

Gemeinderat stimmt zu

Bürgermeisterin Martina Fehrlen gab zu bedenken, dass der Brandschutz im gesamten Atriumschulgebäude betrachtet werde, sobald man dort etwas ändere und dann erhebliche Investitionen notwendig wären. Für die Kindergartengruppe habe die Gemeinde eine kurzfristige Lösung gebraucht, die Atriumschule sollte ihrer Meinung nach im Rahmen des kommenden Schulentwicklungsplans aber durchaus noch einmal betrachtet werden. Dem Lösungsvorschlag der Verwaltung für die neue Übergangsgruppe im Kinderhaus Drosselweg stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. 

Wie in vielen anderen Gemeinden gibt es auch in Urbach einen akuten Mangel an Kindergarten-Plätzen. Aus diesem Grund musste die Verwaltung nach einer Lösung suchen, um kurzfristig weitere Betreuungsplätze für eine Gruppe für Kinder über drei Jahren zu schaffen. Diese konnte jetzt gefunden werden: Im Kinderhaus Drosselweg kann voraussichtlich zum 1. September dieses Jahres eine neue Kindergartengruppe in Betrieb genommen werden.

Sie soll mindestens drei Jahre lang als Übergangslösung

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper