Urbach

Mehr Tempo-30-Zonen in der Urbacher Ortsmitte - Tempo 100 auf der B29 wurde aber abgelehnt

Tempo 30
Die Gemeinde war teils erfolgreich mit ihren Forderungen nach Tempo-30-Zonen. © ALEXANDRA PALMIZI

In ihrem Lärmaktionsplan hatte die Gemeinde Urbach im vergangenen Sommer unter anderem eine Ausweitung der Tempo-30-Zonen im Ort gefordert. Da der Landkreis Straßenbaulastträger ist, konnte die Gemeinde die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht einfach selbst umsetzen. Mit ihren Forderungen war sie nun teilweise erfolgreich. Das verkündete Bauamtsleiter Rolf Koch in der Sitzung des Gemeinderats diese Woche.

Genehmigt wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde in beiden Fahrtrichtungen zwischen dem Kreisverkehr Urbacher Mitte und dem Gebäude Hauptstraße 75 sowie zwischen der Mühlstraße 28 und der Haubersbronner Straße 75 aus Gründen des Lärmschutzes. Dort muss also in Zukunft langsamer gefahren werden.

Keine lückenlose Tempo-30-Zone in der Ortsdurchfahrt

Das Landratsamt hat aber nicht allen Forderungen der Gemeinde stattgegeben. Abgelehnt hat es laut Koch einen Lückenschluss bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen zwischen dem Kreisverkehr Urbacher Mitte und der Mühlstraße 28, weil die Strecke mit etwa 550 Metern länger ist als die zulässigen 300 Meter. Ebenso abgelehnt hat das Landratsamt die im Lärmaktionsplan geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B 29 für Pkw auf 100 Kilometer pro Stunde und für Lkw auf 60 Kilometer pro Stunde.

„Wir sind froh, dass es gelungen ist, die Verwirrung in Richtung Plüderhausen mit der Regelung Tempo 30 auf der einen Seite und Tempo 50 auf der anderen Seite aufzuheben“, sagte Bürgermeisterin Martina Fehrlen. Sie bedauerte, dass die Gemeinde keine durchgängige Tempo-30-Zone erreichen konnte, „aber die Erhebung war wirklich hausnummernscharf“. Es sei über die Lärmbelastung an jedem einzelnen Haus diskutiert worden. Trotzdem sagte die Verwaltungschefin: „Wir freuen uns, dass etwas gelungen ist.“

Warum Tempo 30?

Warum die Gemeinde sich für ein durchgängiges Tempo 30 in Urbach einsetzt, erklärte Martina Fehrlen unserer Zeitung vor wenigen Monaten so: Die Regelung, dass in Richtung Plüderhausen in die eine Richtung ein Tempolimit gilt und auf der anderen Straßenseite ein anderes, sei für viele nicht nachvollziehbar gewesen - und weil sie nicht nachvollziehbar gewesen sei, sei sie auch nicht eingehalten worden. Und noch etwas störte die Bürgermeisterin: Als sie vom Plüderhäuser Rathaus aus bei Google Maps Ziele remsabwärts eingab, gab die App an, dass der schnellste Weg durch Urbach auf die B 29 wäre. „Ein Großteil des Verkehrsaufkommens bis zum Kreisverkehr ist Durchgangsverkehr aus Plüderhausen“, sagte Fehrlen damals. Die Plüderhäuser hätten aber eine eigene Auffahrt auf die B 29. Ihre Hoffnung war: Mit einer ausgedehnten Tempo-30-Zone in Urbach könnte der Durchgangsverkehr abnehmen, weil manche Ziele dann vielleicht schneller erreicht werden könnten, ohne dass Urbach durchfahren werden müsste.

Nun ist der Wunsch der Gemeinde also teilweise umgesetzt, ein durchgängiges Tempo 30 kommt aber zumindest vorerst nicht. Die neue Regelung in den beschriebenen Abschnitten gilt laut Rolf Koch, sobald das Landratsamt die entsprechenden Schilder in Urbach aufstellt. Ein genauer Zeitpunkt sei dafür noch nicht bekannt.

In ihrem Lärmaktionsplan hatte die Gemeinde Urbach im vergangenen Sommer unter anderem eine Ausweitung der Tempo-30-Zonen im Ort gefordert. Da der Landkreis Straßenbaulastträger ist, konnte die Gemeinde die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht einfach selbst umsetzen. Mit ihren Forderungen war sie nun teilweise erfolgreich. Das verkündete Bauamtsleiter Rolf Koch in der Sitzung des Gemeinderats diese Woche.

Genehmigt wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde in

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper