Urbach

Neuer evangelischer Pfarrer in Urbach angekommen: Was Johannes Stahl vorhat

StahlPfarrer
Johannes Stahl ist schon in sein neues Büro in der Kirchgasse eingezogen. Mitgebracht hat er auch einige Gegenstände aus seiner alten Tätigkeit, bei der der Fokus auf einer Partnerschaft mit Kamerun lag. © Gaby Schneider

Schon seit Beginn des Monats ist der neue evangelische Pfarrer Johannes Stahl in Urbach, zieht langsam in sein neues Büro im Pfarrhaus in der Kirchgasse ein und lernt den Ort und seine Menschen kennen. Bei einem Festtagsgottesdienst mit anschließendem Begrüßungsempfang an diesem Sonntag, 15. Januar, um 9.30 Uhr wird er in der Afrakirche auch offiziell durch die Dekanin Dr. Juliane Baur in sein Amt eingesetzt. Wir haben uns vorab mit ihm unterhalten.

Warum Johannes Stahl nach Urbach wollte – und was er nun mitbringen möchte

Auf die Frage, warum es den Pfarrer ausgerechnet nach Urbach gezogen hat, antwortet er: „Die übereinstimmende Aussage war, dass es hier eine freundliche, interessierte, aufgeschlossene Gemeinde gibt.“ Seine Vorgänger seien wohl schon nahbare Menschen gewesen und auch er würde sich als eine Person, die „offen auf Leute zugeht“, beschreiben. In Urbach gebe es bereits eine bunte, bewegte Gemeinde mit einem großen Angebot von Gruppen und unterschiedlichen Gottesdienstformaten.

Diese Vielfalt begrüßt der neue Pfarrer und er will sich hier in Zukunft kreativ einbringen. Er findet, dass die Kirche und das Leben in einem reichen Austausch stehen sollten, dass die Kirche die Menschen in ihren Bedürfnissen abholen und in Krisensituationen begleiten sollte. Er verstehe auch Jesus Christus als „jemanden, der Menschen zugewandt ist, ohne große Regeln oder Verbote“.

Wo der Pfarrer herkommt

Zuvor war Johannes Stahl in Stuttgart als Referent für Gemeinde- und Partnerschaftsarbeit bei der „Evangelischen Mission in Solidarität“, einer internationalen Gemeinschaft evangelischer Kirchen und Missionsgesellschaften, tätig. Zuständig war er dort zehneinhalb Jahre lang vor allem für eine Partnerschaft mit Kamerun. In dieser Zeit konnte er einige Erfahrungen sammeln, die er nun auch mit nach Urbach bringt.

Zum Beispiel, sagt er, das globale Miteinander und voneinander Lernen, das er bei der Partnerschaft mit Kamerun lernen durfte. Eindrücklich habe sich bei der Arbeit in seiner vorherigen Stelle auch gezeigt, dass eine Angst vor dem Fremden oft unbegründet sei, und dass Unbekanntes eher die Neugier wecken sollte – besonders wenn eine andere Person bereit sei, es zu teilen. Jeder Mensch bringe schließlich auch seinen eigenen Blick mit. Und auch wenn einen einmal etwas abstoße, könne das angesprochen und thematisiert werden, hoffentlich ohne dass die andere Person sich angegriffen fühle. „Es ist schön, dass es Fremdes gibt“, sagt er. Wäre das nicht so, ist er überzeugt, wäre die Welt ein Stück weit ärmer. Diese Aufgeschlossenheit will er nun auch nach Urbach mitbringen, den Menschen viel zuhören, auf sie eingehen und von ihnen lernen. Die Menschen sollen sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen, das ist ihm wichtig. „Da sind uns die Partner im Süden vielleicht ein bisschen voraus.“

Johannes Stahl freut sich auf viele Gespräche mit den Gemeindemitgliedern

Der neue Pfarrer und seine Frau haben vier Kinder. Momentan wohnen sie noch mit der jüngsten Tochter in Göppingen. Wenn die Pfarrwohnung in Urbach fertig renoviert ist, was wohl noch ein paar Monate dauern wird, wird Johannes Stahl dort aber alleine einziehen. „Es macht schon Sinn, dass man für viele Dinge vor Ort ist“, findet er. Seine Frau sei aber bereits viele Male mit ihm umgezogen und bleibe nun erst einmal in Göppingen. Der Weg zwischen den beiden Wohnungen sei schließlich nicht so weit.

In den vergangenen Monaten und in seinen ersten Tagen im Dienst konnte Johannes Stahl bereits verschiedene Mitglieder der Gemeinde kennenlernen. Nun freut er sich darauf, beim Gottesdienst am kommenden Sonntag mit vielen weiteren Menschen ins Gespräch zu treten und erste Eindrücke zu vertiefen.

Schon seit Beginn des Monats ist der neue evangelische Pfarrer Johannes Stahl in Urbach, zieht langsam in sein neues Büro im Pfarrhaus in der Kirchgasse ein und lernt den Ort und seine Menschen kennen. Bei einem Festtagsgottesdienst mit anschließendem Begrüßungsempfang an diesem Sonntag, 15. Januar, um 9.30 Uhr wird er in der Afrakirche auch offiziell durch die Dekanin Dr. Juliane Baur in sein Amt eingesetzt. Wir haben uns vorab mit ihm unterhalten.

Warum Johannes Stahl nach Urbach

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