Urbach

Neues Pflegeheim in Urbach wird später fertig als geplant

Pflegeheim Urbach
Pflegeheim Urbach. © Medienwerkstatt

Eigentlich hätte das neue Urbacher Pflegeheim im Jahr 2024 fertig werden sollen. Das war von vorneherein ein straffer Zeitplan, der aber nötig war, weil die Betriebserlaubnis des alten Pflegeheims am Schloss ausläuft. Das bestehende Pflegeheim in der Gemeinde erfüllt nicht mehr die Vorgaben der Landesheimbauverordnung. Nun soll das neue Gebäude laut der Kreisbau, die das Projekt umsetzt, doch später fertig werden, die Gemeindeverwaltung erwartet deshalb aber keine größeren Schwierigkeiten.

„Wir sehen kein Problem damit, dass wir eine Verlängerung der Betriebserlaubnis um ein halbes Jahr bis zum Frühjahr 2025 bekommen“, sagt Bürgermeisterin Martina Fehrlen dazu. Sie könne sich nicht vorstellen, dass das Pflegeheim geschlossen würde, wenn das neue schon fast fertig wäre.

Knappe Parksituation und weniger Freispielfläche für den Kindergarten

Als Herausforderungen betrachtet sie stattdessen noch die Parkierung im gesamten Areal beim Schloss. Die Verwaltung werde eine Studie in Auftrag geben, inwieweit die Parksituation mit einer anderen Anordnung der Plätze optimiert werden könnte. Eine große Veränderung steht auch beim Schlosskindergarten an, dessen Freispielfläche deutlich verkleinert werden muss, die gesetzlichen Vorgaben aber noch gut erfüllt. „Ehrlich gesagt bin ich sehr froh darum, dass es uns in einem gemeinsamen Kraftakt gelungen ist, den eingruppigen Schlosskindergarten überhaupt zu erhalten“, so Martina Fehrlen.

Laut dem Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune, der den Planungsstand des neuen Pflegeheims kürzlich im Ausschuss „Leben im Alter“ der Gemeinde vorstellte, liegt die Verzögerung beim Bau unter anderem daran, dass der Planungsprozess sehr aufwendig ist. Das bedeutet aber nicht, dass das Projekt nicht voranschreitet.

Café am Wochenende?

„Man sieht an der Planung, dass das jetzt enorm an Fahrt aufgenommen hat“, findet der ehemalige Bürgermeister und Alt-Landrat Johannes Fuchs, der einen Beirat des Seniorenrats für den Pflegeheim-Neubau leitet. Optimierungswünsche hat er unter anderem noch bei den Planungen der Betriebsabläufe des neuen Heims, insbesondere mit Beachtung der verschiedenen Interessen der Verkehrsteilnehmer beim neuen Gebäude, die er gut koordiniert sehen will.

Mit dem künftigen Betreiber der Tagespflege sei zudem zu klären, ob es möglich wäre, die Räume der Tagespflege am Wochenende für einen ehrenamtlichen Cafébetrieb zu nutzen, ein Vorhaben, das auch Bürgermeisterin Martina Fehrlen als einen „guten Ansatz“ bezeichnet.

Kompromiss bei Multifunktionsraum

Johannes Fuchs sprach sich zudem für einen Multifunktionsraum im Pflegeheim aus, den die Verwaltung aber kritisch sieht, weil sie dafür Miete an die Kreisbau bezahlen und eine regelmäßige Reinigung organisieren müsste und auch ein regelmäßiges und dauerhaftes ehrenamtliches Engagement nötig wäre. Martina Fehrlen verweist stattdessen auf die Begegnungsstätte im Schloss, die ja auch noch optimiert werden könne.

Hier scheint sich nun ein Kompromiss abzuzeichnen. „Es gibt einen Besprechungsraum im Erdgeschoss, den man temporär erweitern könnte“, sagt Johannes Fuchs. Das wäre eine „kleine Lösung“ für Veranstaltungen, die im Gesamtkonzept funktionieren würde, wie er findet. Und auch insgesamt kann er feststellen: „Das, was wir so an Ideen eingebracht haben, wurde von der Planerseite ernst genommen“. Der Standort des neuen Heims sei wirklich anspruchsvoll, das bestehende Konzept ehrgeizig und gut.

Das Planungsverfahren wird nun weitergeführt. „Der Bebauungsplan wird, wenn es gut läuft, im April im Gemeinderat verabschiedet“, sagt Martina Fehrlen. Dann stehen verschieden Prozesse und Prüfungen an, gebaut werden soll laut Braune ab 2023.

Eigentlich hätte das neue Urbacher Pflegeheim im Jahr 2024 fertig werden sollen. Das war von vorneherein ein straffer Zeitplan, der aber nötig war, weil die Betriebserlaubnis des alten Pflegeheims am Schloss ausläuft. Das bestehende Pflegeheim in der Gemeinde erfüllt nicht mehr die Vorgaben der Landesheimbauverordnung. Nun soll das neue Gebäude laut der Kreisbau, die das Projekt umsetzt, doch später fertig werden, die Gemeindeverwaltung erwartet deshalb aber keine größeren

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