Urbach

Obdachlosenunterkunft in Urbach: Gebäude ist machbar

Wohnraumobdachlose
Die in die Jahre gekommenen Gebäude im Neumühleweg 31 und 33 sollen abgerissen werden. © Gaby Schneider

Vergangene Woche veröffentlichten wir einen Artikel, in dem es um Planungsschwierigkeiten bei einem Projekt der Gemeinde ging. Die bestehenden Unterkünfte für Geflüchtete und Obdachlose im Neumühleweg 31 und 33 sollen abgerissen und dafür ein neues Gebäude gebaut werden. Der Artikel ging darauf ein, dass die bestehenden Planungen den Gewässerrandstreifen von fünf Metern nicht einhalten. Die offenen Pkw-Stellplätze und ein überdachter Fahrradabstellraum befinden sich zudem im Bereich des hundertjährlichen Hochwassers.

„Einige haben sehr überrascht auf diesen Artikel reagiert“, sagte dazu Bürgermeisterin Martina Fehrlen in einer öffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses der Gemeinde diese Woche. Bauamtsleiter Rolf Koch, der in dem Artikel zitiert wurde, sagte: „Es tut mir leid, was meine Aussagen angerichtet haben.“ Er habe sich zu flapsig ausgedrückt und sich nicht vorstellen können, dass aus dem Gespräch ein halbseitiger Zeitungsartikel entstehen könnte, der nicht nur ihn, sondern auch die Gemeindeverwaltung „bloßstelle“. Der Artikel gebe seine Aussagen so wieder, dass der Eindruck entstehe, es liege eine Planung vor, die grundsätzlich rechtswidrig und nicht umsetzbar ist. „Dem ist nicht so“, sagte er und führte die Gremiumsmitglieder im Detail durch die Planung.

Vier Prozent ragen in Gewässerrandstreifen hinein

Das Baufenster rage auf einer Länge von 14 Metern um bis zu 1,50 Meter in den Gewässerrandstreifen hinein, was etwa vier Prozent der Baufensterfläche entspreche. Die bisherige Planung des Gebäudes müsse folglich geringfügig geändert werden, der Gebäudestandort sei aber weiterhin möglich. Mit dem Landratsamt muss laut Koch nun die Abgrenzung des Überschwemmungsgebiets im hundertjährlichen Hochwasser und im extremen Hochwasser geklärt werden. Die Gebäudeplanung muss an den einzuhaltenden Gewässerrandstreifen angepasst und ein aktualisierter Bebauungsplanentwurf gefertigt werden. Stellungnahmen aus der öffentlichen Planungsauslage von Fachbehörden und der Öffentlichkeit müssen dann zudem durch den Gemeinderat abgewogen werden.

Vergangene Woche veröffentlichten wir einen Artikel, in dem es um Planungsschwierigkeiten bei einem Projekt der Gemeinde ging. Die bestehenden Unterkünfte für Geflüchtete und Obdachlose im Neumühleweg 31 und 33 sollen abgerissen und dafür ein neues Gebäude gebaut werden. Der Artikel ging darauf ein, dass die bestehenden Planungen den Gewässerrandstreifen von fünf Metern nicht einhalten. Die offenen Pkw-Stellplätze und ein überdachter Fahrradabstellraum befinden sich zudem im Bereich des

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