Urbach

Positives im Advent: Aktion legt Fokus auf Helden des Alltags

AfrakircheAdvent
Im Gottesdienst am 1. Advent mit Pfarrer Klaus Dieterle werden die Laternen an ihre ersten Empfänger überreicht. © Gaby Schneider

Den Blick wenden – das will Pfarrer Klaus Dieterle mit der Aktion „Helden des Alltags“ der evangelischen Kirchengemeinde in Urbach erreichen. Der Pfarrer möchte, dass die Menschen in der Gemeinde die ganz alltäglichen Helden wertschätzen, die Tag für Tag gut mit der Pandemie-Situation umgehen, statt sich nur auf die oft negativen Schlagzeilen und Entwicklungen dieser Zeit zu konzentrieren.

„Ich merke, wie die Leute unterschiedlich mit der Situation umgehen“, so der Pfarrer. Es gebe schon auch Menschen, die jetzt in ein Milieu abdriften, das er nicht mehr ganz nachvollziehen könne. Auf der anderen Seite sei ihm bewusst, dass es für viele Menschen schwer ist, mit den aktuellen Einschränkungen zu leben. „In der Öffentlichkeit fehlt etwas, das in der Mitte ist“, sagt er. „Ich bewundere die Schulleitung, die ständig mit Krisenmanagement beschäftigt ist und das mit einer Ruhe und Souveränität macht, von der viel zu wenig gesprochen wird.“

Wo finden sich die „Helden des Alltags“ in der Gemeinde?

Genau auf diese „Helden des Alltags“ in unseren Familien, Nachbarschaften, der Schule, den Kindergärten, den Pflegeheimen, der Ortsverwaltung, in der Kirchengemeinde, den Vereinen und wo sie eben sonst noch auftauchen könnten, will Pfarrer Klaus Dieterle in der Adventszeit einen Fokus legen. „Es gibt viele Menschen, die mit der Situation gut umgehen“, findet er. „Die nicht in Panik geraten, sondern schauen, wo es Freiräume gibt und die Sache trotzdem sehr ernst nehmen.“

Menschen also, so der Pfarrer, die, ohne viel Aufhebens zu machen, schauen, wo sie gebraucht werden und in einer Zeit der Unsicherheit „etwas für stabile Verhältnisse und einen guten Zusammenhalt tun“. So wie er es sich das als Pfarrer und in der Kirchengemeinde wünsche. Das könne die Hausärztin sein, der Bäckereiverkäufer oder auch die eigenen Eltern.

Das Licht geht auf Reise

Ganz nach dem Motto „Besser ein Licht anzünden, als über die Dunkelheit schimpfen“ wird der Pfarrer im Gottesdienst am 1. Advent, also am Sonntag ab 9.30 Uhr in der Urbacher Afrakirche, drei Lichter in der Form von tragbaren Laternen aushändigen – mit der Bitte, die Laternen an „Helden des Alltags“ weiterzugeben. Zu den Lichtern wird er ein kleines Büchlein legen, eine Art Fahrtenbuch, in dem immer eingetragen werden soll, wer der persönliche Held des Alltags ist - der Name ohne weitere Daten reicht dabei - und was diese Person für einen zu einem solchen Helden macht.

Der Pfarrer erklärt in einem vorab an die Redaktion geschickten Text das Prozedere: Das Licht soll einen Tag bei der gewählten Person leuchten. Am nächsten Tag geht das Licht dann weiter auf Reise. Eben zu der Person, die nun gewählt wird. So gehen die Lichter die ganze Adventszeit über durch den Ort, bis die dann an Heiligabend im Gottesdienst neben dem Christbaum stehen. Die Büchlein mit den Eintragungen zu den Helden des Alltags liegen dann auch die Weihnachtszeit über in den Kirchen aus.

Einander mit Dankbarkeit begegnen

Mit der Aktion möchte er dazu einladen, einander mit Dankbarkeit zu begegnen und das zu bedenken, was uns in dunkler Zeit ein Licht sein kann. Im Advent, so schreibt Klaus Dieterle singen wir von dem Licht, das mit Christus in die Welt gekommen ist. Und davon, dass wir uns von diesem Licht anstecken lassen und es weitertragen können. „Tragt in die Welt nun ein Licht!“, ruft er auf. „Ich möchte das gerne wörtlich nehmen.“

Der Pfarrer würde sich auch freuen, wenn außer den drei Laternen, die er am Sonntag verteilen wird, andere Menschen die Idee aufgreifen und selbst eine Laterne mit Büchlein auf die Reise schicken und vor Heiligabend bis zum 22. Dezember im Pfarramt Nord, Kirchgasse 4, abgeben. „Wir leben doch alle davon, dass es eine Hoffnung gibt“, sagt Klaus Dieterle. „Eine Hoffnung für diese Welt und für uns. Und das muss ja auch irgendwo ablesbar sein und sich ereignen.“

Als eine kleine, „gar nicht so aufregende“ Aktion ist seine Idee gedacht. Wenn aber mehrere Laternen in der Adventszeit durch den Ort gereicht werden, könnten sie doch einigen Menschen ein Licht, eine Hoffnung, etwas Positives mit auf den Weg geben.

Den Blick wenden – das will Pfarrer Klaus Dieterle mit der Aktion „Helden des Alltags“ der evangelischen Kirchengemeinde in Urbach erreichen. Der Pfarrer möchte, dass die Menschen in der Gemeinde die ganz alltäglichen Helden wertschätzen, die Tag für Tag gut mit der Pandemie-Situation umgehen, statt sich nur auf die oft negativen Schlagzeilen und Entwicklungen dieser Zeit zu konzentrieren.

„Ich merke, wie die Leute unterschiedlich mit der Situation umgehen“, so der Pfarrer. Es gebe

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