Urbach

Probleme mit Müll und Lärmbelästigung in Urbach: Hat sich die Lage verbessert?

Randale Urbacher Mitte
Müll und Scherben in der Urbacher Mitte. © Gabriel Habermann

Weil es vermehrt zu Vermüllung und Problemen mit Lärm kam, liefen in Urbach im Herbst 2020 zum ersten Mal die Angestellten eines privaten Sicherheitsdiensts Streife in der Gemeinde. Besonders in der Urbacher Mitte II war es immer wieder zu Auffälligkeiten gekommen, weshalb der Gemeinderat sein Einverständnis hierzu gegeben hatte. Nachdem das Thema Müll in einer Gemeinderatssitzung angeregt durch die Bürgerliste Urbach kürzlich wieder aufkam, haben wir uns bei der Verwaltung erkundigt, wie sich die Lage beim Thema Müll, Vandalismus und Lärmbelästigung entwickelt hat.

Weniger Vorfälle als zuvor

„Wir kontrollieren nicht mehr in der Intensität wie im vergangenen Jahr“, sagt Achim Grockenberger vom Ordnungsamt der Verwaltung dazu, betont aber, dass die Kontrollen jederzeit wieder hochgefahren werden könnten. So sei die Gemeinde mit der Sicherheitsfirma verblieben. Der Grund dafür, dass die City-Streife nicht mehr wie zu ihrer Einführung unterwegs ist, ist, dass auch die Störfälle deutlich abgenommen haben, berichtet Grockenberger.

„Natürlich gibt es immer mal wieder etwas“, sagt er. Zum Beispiel, dass, wie bei der Auerbachhalle geschehen, jemand seine überschüssige Kraft an einem Verkehrsschild auslasse oder dass Brennflecken im Gummi-Bolzplatz auftauchen (beides kürzlich geschehen). Und auch nach einem Schönwetter-Wochenende bleibe am Walderlebnispfad mehr Müll zurück. Alles in allem sei die Lage momentan aber relativ ruhig. „Ich war eher angenehm überrascht“, sagt Achim Grockenberger. In der Nacht auf den 1. Mai habe es „relativ wenig Unfug“ gegeben im Vergleich zu früheren Jahren, in denen Eier oder Klopapier Hausfassaden „zierten“.

Und wie sieht es in der Urbacher Mitte aus, dort, wo es, während noch Häuser gebaut wurden und keine bis wenig soziale Kontrolle stattfand, vor wenigen Jahren immer wieder störende Vorfälle gab? „Was wir uns erhofft hatten, also dass durch den Bezug der Häuser mehr soziale Kontrolle entsteht, hat sich auch bewahrheitet“, antwortet Achim Grockenberger. Auch die jungen Menschen, die an bestimmten Punkten im Ort immer wieder ihren Müll hinterließen oder laut wurden, scheinen sich weitgehend verzogen zu haben – ob sie einfach älter und weiser wurden oder sich nur an einen anderen Ort begeben haben, ist unklar.

Keine Corona-Effekte an Schulen

Neben anderen Orten in der Gemeinde waren auch die Schulen außerhalb der Betriebszeiten immer wieder beliebte Treffpunkte für Jugendliche. „Die Schulhöfe bieten sich natürlich an“, sagt Jürgen Schunter, Ordnungs- und Hauptamtsleiter. Theoretisch wäre das auch kein Problem und manche Jugendliche räumten picobello auf, ärgerlich sei das nur, wenn die Gruppen ihren Müll nicht mitnehmen oder sogar gefährliche Scherben hinterlassen. Das komme zwar immer wieder vor, eine Zunahme, wie das teilweise behauptet wurde, sei aber auch in diesem Bereich nicht festzustellen, Corona-Effekte gebe es seiner Ansicht nach keine.

Wie sich die Lage in Zukunft entwickelt, besonders nun, da die Nächte über den Sommer wieder milder werden, ist laut Achim Grockenberger schwer zu sagen. Deshalb behält die Gemeinde das Werkzeug Sicherheitsdienst wohl erst einmal in der Hinterhand.

Weil es vermehrt zu Vermüllung und Problemen mit Lärm kam, liefen in Urbach im Herbst 2020 zum ersten Mal die Angestellten eines privaten Sicherheitsdiensts Streife in der Gemeinde. Besonders in der Urbacher Mitte II war es immer wieder zu Auffälligkeiten gekommen, weshalb der Gemeinderat sein Einverständnis hierzu gegeben hatte. Nachdem das Thema Müll in einer Gemeinderatssitzung angeregt durch die Bürgerliste Urbach kürzlich wieder aufkam, haben wir uns bei der Verwaltung erkundigt, wie

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