Urbach

Silvester 2022 in Urbach: Mehr Müll als in den Vorjahren

Silvestermüll Urbach
Alte Silvesterraketen und anderer Müll vor der Auerbachhalle. © Gabriel Habermann

Von „Bergen von Müll durch Silvesterfeuerwerker“ spricht eine Urbacherin, die sich am Montagmorgen in der Redaktion gemeldet hatte. Die Parkplätze bei der Auerbachhalle sähen aus „wie ein Schlachtfeld“ und auch unter anderem die Parkplätze bei Rewe und Lidl seien schlimm betroffen, genauso wie das Gebiet bei der Atriumschule. In vielen Straßen sei ebenso viel Silvestermüll, teilweise sei er schon entfernt worden, teilweise aber auch nicht. Die Zeitung solle sich doch viel mehr um Umweltverstöße kümmern und diese öffentlich machen.

Fünf Personen einen halben Tag im Einsatz

Tatsächlich lagen an einigen Stellen in Urbach sehr viele Überbleibsel von Böllern und Silvesterraketen, auch am Montagmorgen noch, das vermeldete nicht nur die schon angesprochene Urbacherin. Aber ist es mehr als sonst nach Silvester? Und wie problematisch ist das für die Umwelt tatsächlich?

„Im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren haben wir ein größeres Müllaufkommen“, schreibt die Urbacher Gemeindeverwaltung zu dem Thema. „Auch weil vermehrt ,Batterien' gezündet wurden, die sperriger sind als einzeln gezündete Feuerwerkskörper.“ Alles müsse als Restmüll entsorgt werden. Der Silvestermüll auf den Grundstücken der Gemeinde werde am Dienstag (3.1.) vom Bauhof abgeholt. Der Arbeitsaufwand dafür ist groß: Fünf Personen sind laut der Verwaltung etwa einen halben Tag im Einsatz.

Auch die Belastung für die Umwelt durch die Überreste von Silvester sind nicht zu unterschätzen. „Die Silvestermüllreste können in Gewässer gelangen und diese verschmutzen“, so dazu die Gemeinde. Auswirkungen des Silvestermülls in der freien Landschaft auf Fauna und Flora müssten von Ökologen bewertet werden. Auf jeden Fall beeinträchtigt war in der Silvesternacht die Luftqualität im Südwesten.

Feinstaubbelastung im Südwesten groß

„Die Feinstaubbelastung stieg an vielen Orten im Land um Mitternacht zeitweise deutlich an, wie am Sonntag aus Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hervorging“, schrieb die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dazu zum Beispiel an Neujahr. An vielen größeren Orten konnte das mit dem bloßen Auge beobachtet werden: War das Feuerwerk kurz vor Mitternacht noch schön anzusehen, wurde die Luft umso „dicker“, je mehr Raketen in die Luft geschossen wurden, bis schließlich immer weniger zu sehen war. „Rund 2050 Tonnen Feinstaub werden nach Angaben des Umweltbundesamts in Deutschland jährlich durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt - der größte Teil davon in der Silvesternacht“, schreibt dazu die dpa. Das Einatmen von Feinstaub gefährde die Gesundheit und beeinträchtige beispielsweise die Atemwege.

Von „Bergen von Müll durch Silvesterfeuerwerker“ spricht eine Urbacherin, die sich am Montagmorgen in der Redaktion gemeldet hatte. Die Parkplätze bei der Auerbachhalle sähen aus „wie ein Schlachtfeld“ und auch unter anderem die Parkplätze bei Rewe und Lidl seien schlimm betroffen, genauso wie das Gebiet bei der Atriumschule. In vielen Straßen sei ebenso viel Silvestermüll, teilweise sei er schon entfernt worden, teilweise aber auch nicht. Die Zeitung solle sich doch viel mehr um

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