Urbach

Teure Preise und Gaskrise: Wie Urbach in Zukunft Energie sparen will

Rathausurbach
Das Urbacher Rathaus. © Gaby Schneider

Wie andere Kommunen überlegt sich auch die Gemeinde Urbach, wo Einsparmöglichkeiten beim Thema Energie bestehen. Die Möglichkeiten hierzu sind begrenzt, einige Stellschrauben gibt es aber, die in der Summe dazu führen könnten, dass weniger Energie verbraucht wird.

Dunklere Straßenlaternen

In der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündete Rolf Koch, Leiter des Bauamts bei der Verwaltung, dass beim Thema Straßenlaternen gespart werden soll. In einigen Laternen befänden sich zwei Leuchtmittel, man habe beim Energieversorger Remstalwerk angefragt, auf das zweite Leuchtmittel zu verzichten, um Energie zu sparen.

Eine Nachfrage unserer Zeitung beim Remstalwerk ergibt, dass der Energieversorger diese Maßnahme in der Zwischenzeit bereits umgesetzt hat. Ein Pressesprecher erklärt: Manche ältere Laternen haben zwei Leuchtmittel, das zweite sei aber auch zuvor zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens ausgeschaltet worden. Nun bleibt es komplett aus. Dadurch könnte im Schnitt etwa zehn Prozent Strom eingespart werden, je nachdem, wie lange die Nächte seien. In Gemeinden, die schon auf moderne LEDs umgerüstet haben, wie zum Beispiel in Winterbach, erübrige sich dieses Vorgehen, zudem seien die modernen Laternen ohnehin viel energiesparender als ältere.

Wo sonst noch gespart werden könnte

Ursula Jud, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, wollte in diesem Zuge von der Gemeindeverwaltung wissen, ob es schon Überlegungen dazu gebe, wo sonst noch Energie gespart werden könnte. Martina Fehrlen verwies auf Reiner Wittmann, Techniker bei der Gemeindeverwaltung, der unter anderem für die Unterhaltung der Gemeindegebäude zuständig ist, und sich „bestens auskennt“, so die Bürgermeisterin. „Wir haben Glück, dass er nebenberuflich als Energieberater arbeitet“, meinte sie. Dieses Wissen komme nun der Verwaltung zugute. Allerdings: „Es ist traurig, wie wenig man tun kann“, sagte Martina Fehrlen. Im Prinzip handele es sich größtenteils um dieselben Maßnahmen, die auch Privatleute treffen könnten, zum Beispiel stoßlüften statt das Fenster dauerhaft in Kippstellung zu lassen oder darauf achten, das Licht in Räumen, in denen sich niemand befindet, auszumachen.

„Im Rathaus können wir sicherlich im Winter auch die Temperatur einen Grad weiter herunterfahren, aber in den Kitas können wir das eigentlich nicht machen“, sagte die Verwaltungschefin weiter. „Die Kinder spielen auf dem Boden.“ Zudem stelle sich die Frage, ob in den Kitas und Schulen coronabedingt wieder ständig gelüftet werden müsse.

Rathaus ist schwer energiesparend zu betreiben

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Schwimmbäder und anderen Spaßeinrichtungen wie Freizeitparks geschlossen werden“, sagte sie darüber hinaus. Sie könne sich ebenso vorstellen, dass es eine Diskussion über Werbeleuchten geben wird. „Aber so etwas können wir als Gemeinde nicht anordnen.“ Hohe Energieeinsparungen würden aus ihrer Sicht verlängerte Schließzeiten bringen, zum Beispiel wenn das gesamte Bauamt freitags Home-Office machen würde und die Raumtemperatur schon am Donnerstagabend abgesenkt werden könnte. So etwas sei aber auch nicht überall möglich, der Rathausservice müsse geöffnet bleiben und das Rathaus sei allgemein mit seinem offenen Treppenhaus schwer, energiesparend zu betreiben. „Wir sind dran, aber so etwas richtig Positives kann ich ihnen nicht sagen“, so Fehrlen.

Wie andere Kommunen überlegt sich auch die Gemeinde Urbach, wo Einsparmöglichkeiten beim Thema Energie bestehen. Die Möglichkeiten hierzu sind begrenzt, einige Stellschrauben gibt es aber, die in der Summe dazu führen könnten, dass weniger Energie verbraucht wird.

Dunklere Straßenlaternen

In der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündete Rolf Koch, Leiter des Bauamts bei der Verwaltung, dass beim Thema Straßenlaternen gespart werden soll. In einigen Laternen befänden sich zwei

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