Urbach

Vandalismus und Müll – in Urbach ein Problem?

Müll Grillplatz
Nicht jeder entsorgt seinen Müll ordnungsgemäß. Archivfoto. © Gabriel Habermann

In der jüngsten Gemeinderatssitzung erkundigte sich Gemeinderat Manfred Wrobel-Adelhelm (Bürgerliste Urbach) unter anderem danach, warum der kleine Aussichtsturm beim Erlebnisreich an der Rems gesperrt ist. „Hätten wir keinen Vandalismus, wäre das Geländer dauerhaft benutzbar“, antwortete Rolf Koch, Bauamtsleiter bei der Gemeinde.

Auf Nachfrage erklärt er am Telefon: „Die Holzlatten am Geländer, die Staketen, werden immer mal wieder rausgetreten.“ Wenn das entstandene Loch zu groß sei, könne ja auch mal ein Kind durchfallen, es bestehe Unfallgefahr. „Deshalb mussten wir den Turm sperren.“ Solche Vorfälle habe es schon öfter gegeben.

Erstaunliche Kraft

„Es ist schon erstaunlich, mit was für einer Brutalität gerade der Turm am Erlebnisreich Rems zerstört wird“, sagte Martina Fehrlen im Gemeinderat dazu. „Diese Staketen würde ich gar nicht kaputt kriegen.“

Manfred Wrobel-Adelhelm hatte noch eine weitere Nachfrage: Ihm sei aufgefallen, dass beim Freibad vermehrt Zigarettenstummel und Glasscherben herumliegen, seitdem dort der neue Kioskwagen steht. „Wir schauen uns das noch mal an“, versprach Bürgermeisterin Martina Fehrlen. „Momentan haben wir gute Rückmeldungen bekommen, aber selbstverständlich sind Zigarettenstummel in der Umwelt abzulehnen.“ Auch Glasscherben könnten eine Gefahr darstellen.

Sind Menschen angespannter?

Der Vandalismus habe in Urbach, so Fehrlen weiter, in der Tat etwas zugenommen. Sie vermutete, dass das auch mit der Anspannung der Menschen in der Corona-Pandemie zu tun hat. „Wir hoffen sehr, dass es sich über den Sommer etwas entspannt.“

Heißt das, dass in Urbach ein schwerwiegendes Vandalismus-Problem besteht? Die kurze Antwort: nein. Sowohl Achim Grockenberger vom Ordnungsamt als auch Rolf Koch vom Bauamt der Gemeinde können hier auf Nachfrage Entwarnung geben.

Vermüllung häufiger als Sachbeschädigung

„Wir führen keine Liste“, sagt Rolf Koch auf die Frage, wie oft die Gemeindemitarbeiter ausrücken müssen, um Sachbeschädigungen zu reparieren. „Aber vom Vandalismus her geht’s. Probleme bereitet eher die Vermüllung.“ Im Wald, so sein Gefühl, sei das Müllproblem nicht so schwerwiegend. Öfter komme es vor, dass Menschen in der Gemeinde parken, essen und die Essensreste und Verpackungen dann einfach liegen lassen und weiterfahren.

Während der Corona-Lockdowns kam es in vielen Gemeinden vermehrt zu Müllablagerungen bei Sammelcontainern. So auch in Urbach, laut Rolf Koch ist der Müll aber etwas weniger geworden. Allerdings vermutet er, dass die Entsorgungsfirmen die Container vielleicht auch häufiger leeren.

Urbach schlägt nicht aus der Reihe

„Es ist nicht so, dass Urbach groß aus der Reihe schlägt“, sagt Ordnungsamtsleiter Achim Grockenberger über die Sachbeschädigungen. Es gebe zwar immer wieder Vorfälle - so nahmen Personen kürzlich etwa Bücher aus dem Bücherturm am Marktplatz, zerrissen sie und verteilten die Schnipsel in der Urbacher Mitte -, aber die Gemeinde sei eben nicht mehr so dörflich wie früher. Alles werde etwas städtischer, „mitsamt den unangenehmen Begleiterscheinungen“.

Sachbeschädigungen und Lärmbelästigungen habe es aber auch früher schon gegeben. Zurzeit, so Grockenberger, seien vielleicht bestimmte Menschen unterwegs, die etwas mehr über die Stränge schlagen. „Da muss man gegensteuern, aber wir können nicht überall gleichzeitig sein.“ Dafür wären mehr Mitarbeiter notwendig.

Die Glasscherben und Zigaretten, die Manfred Wrobel-Adelhelm beim Freibad beanstandet hat, kommen laut Achim Grockenberger übrigens nachweislich nicht von Besuchern des Kiosks dort. Die Scherben seien zum Beispiel von Flaschen eines anderen Anbieters als dem, der im Kiosk verkauft wird. „Das steht nicht im Zusammenhang“, ist Achim Grockenberger deshalb überzeugt.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung erkundigte sich Gemeinderat Manfred Wrobel-Adelhelm (Bürgerliste Urbach) unter anderem danach, warum der kleine Aussichtsturm beim Erlebnisreich an der Rems gesperrt ist. „Hätten wir keinen Vandalismus, wäre das Geländer dauerhaft benutzbar“, antwortete Rolf Koch, Bauamtsleiter bei der Gemeinde.

Auf Nachfrage erklärt er am Telefon: „Die Holzlatten am Geländer, die Staketen, werden immer mal wieder rausgetreten.“ Wenn das entstandene Loch zu groß

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