Urbach

Von der Auszubildenden direkt zur Leiterin: Magda Karakatsani ist die Chefin der neuen stationären Tagespflege in Plüderhausen

Magda Karakatsan
Die Leiterin der neuen stationären Tagespflege in Plüderhausen: Magda Karakatsani. © Gabiel Habermann

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass wir uns das letzte Mal mit Magda Karakatsani unterhalten haben. Damals, im Januar 2020, war die inzwischen 46-Jährige in ihrem dritten Jahr in der Ausbildung zur Pflegefachkraft im Haus am Brunnenrain. Wir porträtierten sie in einer Serie über Ausbildungsberufe. Seit diesem Monat ist sie nun die Leiterin der neuen stationären Tagespflege in der Brunnenstraße 6. Wir haben uns mit ihr darüber unterhalten, wie es sich anfühlt, nach der Ausbildung direkt eine Leitungsposition zu übernehmen, und was jetzt auf sie zukommt.

„Eigentlich habe ich das alles noch nicht richtig realisiert“, sagt Magda Karaktsani über ihre neue Stelle. „Es ist alles noch ganz frisch.“ Etwas zittrig sei sie zwar, aber in dem Wissen, dass ihre Kollegen und Vorgesetzten sie unterstützen, gehe sie ihre neue Aufgabe positiv gestimmt an. Dabei hatte sie ursprünglich überhaupt nicht vor, sich auf die Leitung der neuen stationären Tagespflege zu bewerben.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Pflegeberuf verhelfen zur Stelle

„Meine Mentorin hat mich darauf angesprochen, ob das etwas für mich wäre“, erzählt Magda Karakatsani. „Ich habe mich am Anfang gar nicht getraut, mich zu bewerben, weil ich frisch aus der Schule kam.“ Weil die gebürtige Griechin aber seit bereits mehr als 20 Jahren als Pflegehelferin arbeitete, brachte sie einiges an Erfahrung mit und ihre Mentorin ermutigte sie dazu, den Schritt zu wagen. Als Magda Karakatsani ihre Vorgesetzten dann auf die Stelle ansprach, ging alles ganz schnell. „Sie haben gleich zugesagt und mir damit auch ihr Vertrauen ausgesprochen“, freut sie sich.

Mit dem neuen Job verändert sich für Magda Karakatsani einiges. „Ich arbeite seit Jahren in Wechselschichten, am Wochenende und an Feiertagen“, sagt sie. „Jetzt werde ich auf jeden Fall geregelte Arbeitszeiten haben.“ Die Gäste der Tagespflege werden morgens abgeholt und abends wieder heimgefahren. „Mein persönliches Ziel ist es, dass die Gäste, die zu uns kommen, sich wohl und heimisch bei uns fühlen“, sagt Magda Karakatsani. Geplant ist, dass die neue Tagespflege im April aufmacht – sofern die steigenden Corona-Zahlen der Planung keinen Strich durch die Rechnung machen.

Wie sieht das Corona-Konzept für die Tagespflege aus?

Im ersten Lockdown 2020 waren auch die Tagespflegen geschlossen. Dass das wieder passiert, damit rechnet Pressesprecherin Nicola Philipp vom Träger „Die Zieglerschen“ der neuen stationären Tagespflege erst einmal nicht. Auch wenn das natürlich schwer abzuschätzen sei. „Das genaue Öffnungsdatum steht und fällt mit der Fertigstellung der Räumlichkeiten“, gibt Nicola Philipp Auskunft. Ein ähnliches Angebot habe der Träger im Haus am Brunnenrain zwar auch zuvor schon angeboten, die 15 Plätze, die in der neuen stationären Tagespflege entstehen, werden sich aber in getrennten Räumlichkeiten befinden. Wenn es im April losgehen kann, dann steht auch schon das Corona-Konzept.

Um die bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten, so Nicola Philipp, führe das Personal bei allen Tagespflegegästen einen Schnelltest durch. Nur wenn dieser negativ ist, können die Senioren den Tag in der stationären Tagespflege verbringen. Auch die Mitarbeitenden des Trägers werden regelmäßig auf Corona getestet. Außerdem gelten strenge Hygieneauflagen. Das mobile Impf-Team war laut Nicola Philipp bereits zweimal im Haus am Brunnenrain.

Weniger Personalmangel - trotz Corona

„In der Einrichtung haben wir das auch mitmachen müssen mit Corona-Fällen“, sagt Magda Karakatsani über ihre Arbeit im Haus am Brunnenrain seit Beginn der Corona-Pandemie. „Das haben wir Gott sei Dank gut überstanden.“ An die Hygienevorschriften hätten sich alle gut gehalten. „Das wird in der Tagespflege genauso sein.“ Und auch eine weitere positive Entwicklung kann sie vermerken: Der Personalmangel, über den wir mit ihr vor einem Jahr sprachen, habe sich zumindest in der Plüderhäuser Einrichtung verbessert.

„Sobald ich mit meiner Ausbildung fertig war, habe ich auch zwei Mitschüler mitgebracht“, sagt Magda Karaktsani. Die Fachkräfte haben geholfen, zudem habe es gute Bewerbungen gegeben. „Das hat sich letztes Jahr also verbessert“, sagt die Tagespflegeleiterin. „Trotz Corona.“ Sie selbst hat aber trotzdem ein anstrengendes Jahr hinter sich.

Viel Unterstützung von Familie und Kollegen

„Im letzten Ausbildungsjahr war es sehr anstrengend“, sagt Magda Karaktsani. Sie habe sich wegen der Sprachbarriere zunächst lange Zeit nicht getraut, die Ausbildung zu machen, obwohl sie schon vor mehreren Jahrzehnten nach Deutschland gekommen sei. Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen hat sie nun aber gut überstanden. „Das hat wirklich gut geklappt“, kann sie heute sagen. Dank der Unterstützung ihrer Familie, ihrer Mentorin, der Kollegen im Haus am Brunnenrain und dessen Heimleiterin Sigrid Jost. „So konnte ich das wirklich mit einer guten Note absolvieren.“

Ob sie die Ausbildung heute noch einmal anfangen würde, wenn sie wüsste, was auf sie zukommen würde? „Auf jeden Fall, ja“, sagt Magda Karaktsani. „Es hat sich gelohnt. So eine Stelle als Leiterin hätte ich sonst nie bekommen.“

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass wir uns das letzte Mal mit Magda Karakatsani unterhalten haben. Damals, im Januar 2020, war die inzwischen 46-Jährige in ihrem dritten Jahr in der Ausbildung zur Pflegefachkraft im Haus am Brunnenrain. Wir porträtierten sie in einer Serie über Ausbildungsberufe. Seit diesem Monat ist sie nun die Leiterin der neuen stationären Tagespflege in der Brunnenstraße 6. Wir haben uns mit ihr darüber unterhalten, wie es sich anfühlt, nach der Ausbildung direkt

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper