Urbach

Warum das Dach der Wittumschule dringend saniert werden muss

Wittumschule
Bei Starkregen dringt Wasser in den Mittelbau der Wittumschule. Nun soll Abhilfe geschaffen werden. © ALEXANDRA PALMIZI

Dass Arbeiten an der Wittumschule notwendig sind, daran bestand in einer kürzlichen Sitzung des Urbacher Gemeinderats kein Zweifel. Etwa 160 000 Euro für die Erneuerung der Heizungsanlage und 170 000 Euro für die Dachsanierung des Mittelbaus der Schule sollen im Haushalt 2022 der Gemeinde berücksichtigt werden. Durch Förderungen könnten sich die Summen noch reduzieren.

Die Dachsanierung des Mittelbaus ist überfällig: Das Dach ist schadhaft, bei Starkregen dringt laut der Verwaltung Wasser in das Gebäude ein. Eine Begutachtung mit einem örtlichen Dachdecker habe ergeben, dass die ursprünglich angedachte Dachziegelerneuerung nicht ausreichend ist. Zusätzlich sei eine neue winddichte Dämmung erforderlich.

Die anstehende Dachsanierung soll zum Anlass genommen werden, über eine Aufstockung des Mittelbaus oder anderer Gebäude der Schule nachzudenken. „Ich denke insbesondere an den Südbau oder den Westbau, weil die Wahrscheinlichkeit, dass man den Mittelbau aufstocken kann, doch sehr gering ist“, sagte Reiner Wittmann vom Ortsbauamt im Gemeinderat. Der Grund für die Untersuchung: Die Schule hat laut der Verwaltung momentan keinerlei Raumreserven mehr.

Die alten Kessel müssen inzwischen mehr Fläche beheizen als früher

Auch die Erneuerung der Heizzentrale der Schule kann nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. 2010 stellte die Gemeinde von zwei Gaskesseln auf einen Kombi-Betrieb mit Holzpellets und Gas um. Der Gaskessel ist aber inzwischen in die Jahre gekommen und auch für den Pelletkessel fielen in den letzten Jahren zunehmend Reparatur- und Wartungskosten an. Zudem müssen inzwischen mehr Flächen beheizt werden als früher. Das führte laut der Verwaltung dazu, dass der Pelletkessel schon nach zehn Jahren seine maximalen Betriebsstunden erreicht hatte.

Was soll nun also getan werden? Es ist angedacht, einen neuen Pelletkessel einzubauen und die Leistung von bisher 100 kW auf 150 kW zu erhöhen. Zudem soll das Pelletlager vergrößert werden. Bevor der Gemeinderat die für Sommer 2022 geplanten Arbeiten an der Schule einstimmig beschloss, kamen im Gremium noch einige Fragen auf.

Lösung mit Pellets und Gas am besten

Ingolf Spannaus, Bürgerliste Urbach, wollte zum Beispiel wissen, ob eine Beheizung nur mit Pellets bei den steigenden Gaspreisen nicht zukunftsfähiger wäre als die geplante Methode. „Eine berechtigte Frage“, sagte Reiner Wittmann dazu. Eine Untersuchung im Vorfeld habe aber ergeben, dass die Gas-Pellet-Lösung aus Gründen der Betriebssicherheit empfehlenswerter sei.

„Es ist klar, dass die Schule dringend saniert werden muss“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Siegrun Burkhardt. Was für sie nicht klar sei: wie schnell die Arbeiten vorangehen könnten, wenn erst noch eine Machbarkeitsstudie für die Aufstockung eines der Schulgebäude gemacht werden solle. „Dann ist ja der Termin nächstes Jahr nicht haltbar“, befürchtete sie. Das Dach sei aber dermaßen kaputt, dass die Sanierung nicht aufgeschoben werden könne.

In die Höhe oder in die Fläche bauen?

„Die Machbarkeitsstudie soll uns ja möglichst schnell vorliegen“, sagte Reiner Wittmann dazu. Sie sei eine Grundlage für die weiteren Planungen. Zudem werde der Mittelbau seiner Einschätzung nach vermutlich ohnehin nicht für die Aufstockung infrage kommen.

Bürgermeisterin Martina Fehrlen gab zu bedenken, dass die Frage zudem immer sei, ob in die Höhe oder in die Fläche gebaut werden solle. Auch in der Mittleren Klinge seien noch Flächen für den Schulbedarf vorhanden. „Es wäre schon mal sinnvoll zu betrachten, was überhaupt möglich wäre.

Dass Arbeiten an der Wittumschule notwendig sind, daran bestand in einer kürzlichen Sitzung des Urbacher Gemeinderats kein Zweifel. Etwa 160 000 Euro für die Erneuerung der Heizungsanlage und 170 000 Euro für die Dachsanierung des Mittelbaus der Schule sollen im Haushalt 2022 der Gemeinde berücksichtigt werden. Durch Förderungen könnten sich die Summen noch reduzieren.

Die Dachsanierung des Mittelbaus ist überfällig: Das Dach ist schadhaft, bei Starkregen dringt laut der Verwaltung

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