Urbach

Weltgebetstag der Frauen in Urbach: Rundweg im Schlosspark informiert über Gastgeberland Vanuatu

Rundweg Gebetstag
Ingeborg Haase, Irmgard Egyptien, Katharina Schönemann, Margarete Hurlebaus und Erika Krapf (von links) vor einer der Stationen des neuen Rundwegs. © Kleeb

„Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass an diesem Tag alle Frauen die gleiche Liturgie beten“, sagt Margarete Hurlebaus über den Internationalen Weltgebetstag der Frauen. Weil die Aktionen, die den Weltgebetstag in Urbach normalerweise ausmachen, wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr nicht stattfinden können, hat ein ökumenischer Frauen-Arbeitskreis im Schlosspark beim Alexander-Stift einen Rundweg zum Thema auf die Beine gestellt. Er ersetzt zwar nicht eins zu eins den üblichen Infonachmittag mit Kaffee und Kuchen, bietet dafür aber vielleicht andere Vorteile.

„Vielleicht können wir dieses Jahr auch noch andere Menschen erreichen als sonst“, hofft Katharina Schönemann. Der Rundweg ist für alle offen, unabhängig von der Konfession. Mit der Urbacher Waldpädagogik hat Schönemann in der Gemeinde seit Pandemiebeginn bereits mehrere Rundwege umgesetzt, zuletzt an Weihnachten. Weil sie es schade fand, dass der Weltgebetstag dieses Jahr nicht wie gewohnt stattfinden kann, hat sie dem Frauen-Arbeitskreis ihre Expertise zur Verfügung gestellt.

Wie beeinflusst der Klimawandel das Gastgeberland Vanuatu?

So ist im Schlosspark ein etwa 500 Meter langer Rundweg mit mehreren Stationen entstanden. Im Fokus des Internationalen Weltgebetstages der Frauen steht in diesem Jahr der südpazifische Inselstaat Vanuatu. Jedes Mitglied des Urbacher Arbeitskreises hat eine der Informationstafeln für den Rundweg gestaltet. Auf ihnen können Interessierte allerlei über den Gebetstag und verschiedene Aspekte des Lebens in Vanuatu erfahren. Eine Station behandelt zum Beispiel die Auswirkungen des Klimawandels auf den Inselstaat, eine andere analysiert die Bibelstelle, die Frauen aus Vanuatu für den Weltgebetstag ausgesucht haben.

„Falls der Lockdown gelockert werden sollte, würden wir eventuell auch Führungen anbieten“, sagt Irmgard Egyptien, die normalerweise einen Chor leitet, der jedes Jahr im Januar anfängt zu proben und am Weltgebetstag in Urbach auftritt. Momentan sind allerdings keine Führungen möglich. Der Rundweg kann aber auch gut alleine abgelaufen werden, dafür haben die Organisatorinnen gesorgt. Mit der Nähe zum Alexander-Stift wollten sie auch dessen Bewohnern eine Teilnahme ermöglichen. Einige der Schilder sind tiefer angebracht, so dass sie auch für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, gut lesbar sind. An den verschiedenen Stationen laden QR-Codes dazu ein, sich Lieder aus dem Gastgeberland anzuhören.

Gottesdienst am Sonntag greift das Thema auf

Weil der traditionelle Gottesdienst zum Weltgebetstag dieses Jahr nicht stattfinden kann, hat sich Pfarrer Klaus Dieterle laut dem Frauen-Arbeitskreis dazu bereiterklärt, das Thema in seinem Gottesdienst diesen Sonntag um 9.30 Uhr in der Afrakirche aufzugreifen. Der Rundweg im Schlosspark bleibt noch bis zum 18. April bestehen.

Der erste deutsche ökumenische Weltgebetstagsgottesdienst fand 1947 in Berlin mit US-amerikanischen Frauen statt. „Das ging von der amerikanischen Besatzung aus“, sagt Ingeborg Haase, die sich mit der Geschichte des Tages befasst hat. Dass die deutschen Frauen eingeladen und so wieder in eine internationale, ökumenische Gemeinschaft aufgenommen wurden, sei nach dem Krieg „eine ganz große Sache“ gewesen. In Urbach werde der Weltgebetstag seit den 50er Jahren, also nicht viel später, gefeiert.

Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, findet an einer der Rundweg-Stationen eine Spendemöglichkeit. Alternativ freuen sich die Organisatoren des Weltgebetstags e.V. über Spenden mit Betreff „Kollekte Vanuatu“ unter der IBAN DE60 5206 0410 0004 0045 40.

„Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass an diesem Tag alle Frauen die gleiche Liturgie beten“, sagt Margarete Hurlebaus über den Internationalen Weltgebetstag der Frauen. Weil die Aktionen, die den Weltgebetstag in Urbach normalerweise ausmachen, wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr nicht stattfinden können, hat ein ökumenischer Frauen-Arbeitskreis im Schlosspark beim Alexander-Stift einen Rundweg zum Thema auf die Beine gestellt. Er ersetzt zwar nicht eins zu eins den

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