Urbach

Wittumschule Urbach: Gemeinde investiert in Lüftungsanlagen, WC und Heizzentrale

Wittumschule
An der Wittumschule stehen viele Arbeiten an. © ALEXANDRA PALMIZI

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Urbacher Gemeinderat die Vergabe von umfangreichen Arbeiten an der Wittumschule. Die Heizzentrale soll erneuert werden, eine WC-Anlage muss dringend saniert werden und die Lüftungssituation wird verbessert. Dafür nimmt die Gemeinde einiges an Geld in die Hand, teilweise bekommt sie aber auch Fördermittel. Selbst die Schule steuert etwas aus ihrem Budget bei.

Bautechnische Probleme bei Lüftung

Lüftungsanlagen wurden wegen der Corona-Pandemie in der vergangenen Zeit teils heiß diskutiert. An der Wittumschule sollen im Mittelbau stationäre raumlufttechnische Anlagen nachgerüstet werden. Der Zuwendungsbescheid für eine Förderung des Bundes von 80 Prozent für coronagerechte Anlagen liegt der Gemeindeverwaltung bereits vor, allerdings gibt es Änderungen bei der geplanten Ausführung.

Entgegen den ursprünglichen Überlegungen, so erklärt es die Verwaltung, können nach sehr ausführlichen detaillierten Untersuchungen mit Firmen und Herstellern aus bautechnischen Gründen nur die siebten Klassenzimmer im Mittelbau mit je einem freistehenden Lüftungsgerät gegenüber der Tafel nachgerüstet werden.

Mit im Förderantrag aufgeführt ist zudem bereits das geplante erweiterte Kernzeitzimmer im Obergeschoss über der Mensa, falls der Bewilligungszeitraum, der aktuell bis November dieses Jahres läuft, verlängert wird. Insgesamt sollen die Arbeiten im Gewerk Lüftung rund 245 000 Euro kosten, der Anteil der Gemeinde beträgt etwa 50 000 Euro.

Heizzentrale wird teurer als geplant

Der alte Gaskessel in der Wittumschule ist über 30 Jahre alt und soll ersetzt werden. Die Heizzentrale wird in Zukunft aus einer modulierbaren Gas-Brennwertheizung bestehen, die vorhandene Holzpelletanlage wird außerdem durch eine neue Holzpelletanlage mit mehr Leistung ersetzt werden. Laut der Verwaltung wird dabei bereits der geplante Anbau der Mensa mit berücksichtigt, da die Heizanlage gleich größer ausgelegt wird.

Auch für eventuelle zusätzliche Auf- oder Anbauten, die der Gemeinderat in der Vergangenheit schon diskutiert hat, wäre die Anlage erweiterbar. Der Pelletraum im Untergeschoss des Mittelbaus muss vergrößert werden und neue Heizungs- und Elektroarbeiten verlegt werden, zu den rund 254 000 Euro für die Heizzentrale kommen dafür im Gewerk Heizung noch einmal etwa 35 000 Euro hinzu.

Warum sind die Kosten höher?

Im Haushalt 2022 der Gemeinde waren auf Basis der Kostenschätzung eines Fachingenieurbüros nur 180 000 Euro für die Verbesserung der Heizsituation eingeplant. Die Gemeinde rechnet mit einer Förderung von 60 000 Euro (der Bescheid hierfür ist allerdings noch nicht eingegangen) und somit insgesamt mit einer überplanmäßigen Ausgabe von etwa 50 000 Euro.

Die erhöhten Kosten ergeben sich nach Einschätzung der beauftragten Experten aus den enormen Preiserhöhungen im vergangenen Jahr, einer ungewissen Preislage, der Auslastung der Firmen in diesem Bereich sowie dem zeitlich begrenzten Ausführungstermin der Arbeiten an der Schule einer Pelletkesselvergrößerung in der Planungsphase mit Blick auf mögliche Erweiterungen der Schule und einen Kalkulationsfehler bei der Kostenschätzung. Die Gemeinde will die überplanmäßigen Kosten aus der Rückstellung einer Tiefbaumaßnahme in der Steinbeisstraße finanzieren.

Mittel kommen teilweise aus Schulbudget

Die WC-Anlage in der Mittel-Südbau-Verbindung für den Grundschulbereich im Südbau entspricht laut der Verwaltung nicht mehr den Hygieneanforderungen. Dass sie dringend renovierungsbedürftig ist, war dem Gemeinderat schon länger bekannt. Das WC soll nun endlich auf Vordermann gebracht werden; dazu sind verschiedene Arbeiten mit Gesamtkosten von etwas mehr als 100 000 Euro notwendig. Weil der Schulleitung die Sanierung sehr wichtig ist, hat sie angeboten, 45 000 Euro aus dem Schulbudget beizusteuern.

Gemeinderat hat Fragen, stimmt aber zu

Aus der Grünen-Fraktion gab es Lob für die Finanzierungsbereitschaft der Schule und einen Hinweis darauf, dass das Thema Aufstockung noch einmal beraten werden müsse. Das soll, wie Bürgermeisterin Martina Fehrlen sagte, nach der Erstellung eines Schulentwicklungskonzepts auch geschehen. Thomas Mihalek (Freie Wähler-Gemeinderat) wunderte sich darüber, dass die Lüftungsanlagen nun doch an einem anderen Platz aufgestellt werden und nicht zwischen den Heizkörpern, die anwesenden Experten begründeten das mit bautechnischen Gründen, bei einer anderen Lösung hätte es zu viele praktische und finanzielle Nachteile gegeben. Manfred Wrobel-Adelhelm (Bürgerliste Urbach) wollte zudem wissen, was die Lüftungsanlagen an Folgekosten verursachen. Nach Einschätzung der Experten werden das etwa eineinhalbtausend Euro jährlich sein.

Die Gemeinderätinnen und -räte stimmten dem Vorschlag der Verwaltung letztendlich einstimmig zu.

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Urbacher Gemeinderat die Vergabe von umfangreichen Arbeiten an der Wittumschule. Die Heizzentrale soll erneuert werden, eine WC-Anlage muss dringend saniert werden und die Lüftungssituation wird verbessert. Dafür nimmt die Gemeinde einiges an Geld in die Hand, teilweise bekommt sie aber auch Fördermittel. Selbst die Schule steuert etwas aus ihrem Budget bei.

Bautechnische Probleme bei Lüftung

Lüftungsanlagen wurden wegen der

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