Urbach

Wittumschule Urbach: Wie das neue Konzept für die Grundschulbetreuung aussieht

Wittumschule
Die Betreuung wird an der Wittumschule ab Herbst anders geregelt. © ALEXANDRA PALMIZI

Ab dem kommenden September soll an der Wittumschule ein neues Konzept für die Grundschulbetreuung umgesetzt werden. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Dafür wird die Verwaltung auch eine neue Gebührensatzung ausarbeiten, die sie dem Gemeinderat dann noch einmal vorlegen wird. Grundsätzlich geht es darum, Ressourcen besser zu nutzen und die Betreuungsangebote verständlicher zu machen.

Wie die Betreuung bisher geregelt ist

Bislang besteht an der Wittumschule als Ganztagsschule im Grundschulbereich ein „Zwei-Säulen-Modell“ der Betreuungsmöglichkeiten, wie es die Verwaltung in einer Sitzungsvorlage beschreibt. Es werden in verschiedenen Räumlichkeiten mit verschiedenem Personal und verschiedenen Gebührenregelungen Kinder betreut, erklärte Hauptamtsleiter Jürgen Schunter in der Sitzung.

Eine Säule ist dabei die Ganztagsschule beziehungsweise Betreuung, die andere Säule die Kernzeitbetreuung. Mit der Kernzeitbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler werden Zeiten vor Unterrichtsbeginn (ab 7 Uhr) und Zeiten nach Unterrichtsende (in der Wittumschule bis 13 Uhr) abgedeckt. Mittagessen wird in dieser Betreuungsform nicht angeboten.

Die Ganztagsbetreuung deckt derzeit die Zeiten montags bis donnerstags von Unterrichtsbeginn bis 15.30 Uhr ab, freitags von Unterrichtsbeginn bis Unterrichtsende. Zusätzlich gebucht werden können verschiedene Betreuungsmodule, Montag bis Freitag von 7 bis 8.15 Uhr, Montag bis Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr und Freitag von 11 bis 13 Uhr sowie Freitag von 11 bis 17 Uhr. Für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 aufwärts findet keine kommunale Schülerbetreuung beziehungsweise Ganztagsbetreuung unter Einsatz kommunalen Betreuungspersonals statt.

Wenn Eltern ihr Kind für eine zusätzliche Betreuung anmelden möchten, müssen sie sich entscheiden, ob sie ihr Kind zur Ganztagsbetreuung oder zur Kernzeitbetreuung anmelden möchten. Ein Kind für beide Betreuungsformen anzumelden ist nicht möglich. Bei der Kernzeitbetreuung ist keine tageweise Buchung möglich, bei der Ganztagesbetreuung allerdings schon.

Ab Herbst gemeinsame Betreuung

Statt des 2-Säulen-Modells soll es für die Grundschulbetreuung an der Wittumschule ab Herbst nun eine einheitliche Betreuung geben. Sie soll in gemeinsamen Räumen stattfinden, was die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht laut der Verwaltung vereinfacht. Die zwei unterschiedlichen Betreuungsteams sollen somit zu einem Team verschmelzen. Auch die Betreuungskraft im Kinderschüle soll hier eingebunden werden.

Die Betreuung soll dann im Obergeschoss des Westbaus stattfinden, die Räume der bisherigen Kernzeitbetreuung im Dachgeschoss des Nordbaus können in Zukunft als Klassenzimmer genutzt werden. Zudem müssten Spiel- und Beschäftigungsmaterialien nur noch einmalig angeschafft werden. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Verwaltung: Alle Schülerinnen und Schüler bekommen die Möglichkeit, in der Mensa Mittag zu essen, auch die bisherigen Kernzeitkinder und Kinder, die keine Zusatzmodule gebucht haben.

Flexible Abholung möglich

Die Verwaltung will für die neue Betreuung ein zentrales Anmeldesystem einführen. Gebührentechnisch soll nicht mehr zwischen Ganztages- und Nicht-Ganztagesschülerinnen und -schülern unterschieden werden. Die Möglichkeit einer tageweisen Buchung der Ganztagesbetreuungsmodule ab 13 Uhr soll beibehalten werden und Eltern, die ihre Kinder flexibel abholen wollen, soll mit entsprechenden Bausteinen entgegengekommen werden, verspricht die Verwaltung.

Die bisherigen Kernzeitkinder können weiterhin bis 13 Uhr betreut werden. Zwischen 13 Uhr und 14 Uhr können Schülerinnen und Schüler in den Räumen der Grundschulbetreuung ihre Hausaufgaben erledigen, eine kommunale Betreuungskraft ist anwesend. Von 14 Uhr bis 15.30 Uhr werden von Montag bis Donnerstag die Module Flex und Fix angeboten. Im Flex-Modul können Kinder die Betreuung zu individuellen Zeiten verlassen, im Fix-Modul sind alle Kinder bis 15.30 Uhr da. Anschließend kann noch bis 17 Uhr eine Spätbetreuung gebucht werden. Freitags gibt es ein Betreuungsmodul von 14 bis 17 Uhr.

Was die Betreuung ab Herbst kostet

Gebührenpflichtig sind ab Herbst die folgenden Betreuungszeiten: die Frühbetreuung von Montag bis Freitag (für ein Kind 50 Euro), die Spätbetreuung von Montag bis Donnerstag von 15.30 bis 17 Uhr (für ein Kind 40 Euro) und die Freitagnachmittagsbetreuung von 14 bis 17 Uhr (für ein Kind 40 Euro). Würden Frühbetreuung, Spätbetreuung und das Freitagnachmittags-Modul gebucht, fielen in Zukunft 130 Euro im Monat an. Die Kosten für das Mittagessen in der Mensa sind nicht enthalten.

Die Gemeinderäte begrüßten die Pläne der Verwaltung und sprachen sich einstimmig für das Vorhaben aus. Die Schulleitung der Wittumschule äußert sich in einer Stellungnahme ebenso positiv. Bislang bestünden relativ starre Abholzeiten. Eltern hätten schon seit längerem den Wunsch nach flexibleren Zeiten an die Schulleitung herangetragen, was im neuen Modell besser möglich wäre. „Diese neue Struktur ist nicht nur von Elternseite aus gewünscht und bildet die Lebenswirklichkeit vieler Familien deutlich besser ab, sie ist auch, aus unserer Sicht, pädagogisch sinnvoll, da für die Familien der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung bedarfsgerechter organisiert werden kann“, so die Stellungnahme. Die frei werdenden Räume würden zudem von der Schule langfristig benötigt.

Ab dem kommenden September soll an der Wittumschule ein neues Konzept für die Grundschulbetreuung umgesetzt werden. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Dafür wird die Verwaltung auch eine neue Gebührensatzung ausarbeiten, die sie dem Gemeinderat dann noch einmal vorlegen wird. Grundsätzlich geht es darum, Ressourcen besser zu nutzen und die Betreuungsangebote verständlicher zu machen.

Wie die Betreuung bisher geregelt ist

Bislang besteht an der

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