Waiblingen

Ärger unter den Dauerkarten-Besitzern im Waiblinger Freibad

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Jahreskarten sind in den Waiblinger Bädern derzeit nicht gültig. Das sorgt für Ärger. © Striebich

Das Freibad ist geöffnet – doch unter den Besitzern von Dauerkarten sorgt die Corona-Eintrittsregelung für Ärger. Sauer aufgestoßen ist vielen Badegästen, dass sie während der Corona-Krise ihre Jahreskarten nicht nutzen können. Diese gelten ein Jahr lang fürs Hallen- und fürs Freibad. Saisonkarten wurden für diesen Sommer gar nicht erst verkauft. Für Familien und passionierte Schwimmer kann das teuer werden. „Ich bin eine leidenschaftliche Schwimmerin und schwimme zwei- bis dreimal in der Woche“, schreibt eine Leserin. „Aber das käme mich dann mit drei Euro pro Eintritt ganz schön teuer, mal abgesehen davon, dass ich mir das gar nicht leisten könnte, wenn ich beispielsweise zweimal die Woche mit meiner Familie hin möchte, wenn schönes Wetter ist.“

"Wir wollen die Besitzer von Dauerkarten nicht verägern"

Das weiß auch Bernhard Zipp, technischer Leiter der Stadtwerke. „Wir wollten die Besitzer von Dauerkarten nicht verärgern“, versichert er. Wegen Corona sei die Nutzung der Bäder aber nur unter erheblichen Einschränkungen möglich. Zipp verweist auf die begrenzten Zeitfenster, die vorgeschriebene Online-Reservierung sowie die Einschränkungen beim Schwimm- und Badebetrieb. Dauerkarteninhaber könnten deshalb nicht die Leistung bekommen, für die sie bezahlt hätten. Gleichzeitig sei der Aufwand für die Bäderbetreiber deutlich größer, weil sie die Vorgaben zum Infektionsschutz einhalten müssten.

Wie berichtet, haben die Stadtwerke vorübergehend ein vereinfachtes Preissystem mit zwei Eintrittspreisen eingeführt: drei Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, zwei Euro für Kinder. Die derzeit ungültigen Jahreskarten werden um den Zeitraum der Bäderschließung sowie um den Zeitraum der Einschränkungen verlängert, können aber auch zurückgegeben werden.

Nur ein Zeitfenster kann gebucht werden

Während sich in normalen Zeiten zwischen 3500 und 5000 Badegäste an einem sonnigen Hochsommertag im Freibad drängeln, sind in diesem Sommer maximal 600 Badegäste im Freibad in der Kernstadt zugelassen. Für viele Dauerschwimmer, besonders aber auch für Kinder und Jugendliche, bitter: Damit trotz allem möglichst viele ins Freibad gehen können, kann nur ein Zeitfenster pro Tag gebucht werden. „Das gilt für alle“, stellt Bernhard Zipp klar, „auch für die Besitzer von Jahreskarten“. Auch deshalb hätte es seiner Meinung nach keinen Sinn gehabt, die Jahreskarten während der Krise zu nutzen. Technisch wäre der Eintritt mit den bestehenden Jahreskarten möglich gewesen, räumt er ein. „Dann aber hätten die Besitzer der Dauerkarten trotzdem nur ein Zeitfenster nutzen können.“ Zudem hätten sie sich wie alle anderen Besucher jedes Mal anmelden müssen, weil nur ein Bruchteil der Badegäste eingelassen werden kann. Für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen zwei Security-Leute. Kontakte außerhalb der Schwimmbecken sind nach wie vor auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Badegäste können für die Freibäder Zeitfenster von vier Stunden buchen. Möglich ist der Badespaß von 7 bis 11 Uhr, von 12 bis 16 Uhr und von 17 bis 21 Uhr. Zwischen den Zeitfenstern werden die Bäder inklusive Einzelumkleidekabinen und Toiletten gereinigt und desinfiziert. Die Duschräume sind geschlossen. Damit sich die Badegäste trotzdem abbrausen können und dabei keinen Kälteschock bekommen, wird das sonst kalte Wasser der Außenduschen leicht temperiert.

Während der Krise ist alles anders

„Wir sind in einem Sonderzustand“, wirbt Bernhard Zipp um Verständnis. Der Normalzustand werde wiederkommen, dann könnten auch die Dauerkarten wieder genutzt werden. „Während der Corona-Krise ist aber alles anders. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Das Freibad ist geöffnet – doch unter den Besitzern von Dauerkarten sorgt die Corona-Eintrittsregelung für Ärger. Sauer aufgestoßen ist vielen Badegästen, dass sie während der Corona-Krise ihre Jahreskarten nicht nutzen können. Diese gelten ein Jahr lang fürs Hallen- und fürs Freibad. Saisonkarten wurden für diesen Sommer gar nicht erst verkauft. Für Familien und passionierte Schwimmer kann das teuer werden. „Ich bin eine leidenschaftliche Schwimmerin und schwimme zwei- bis dreimal in der

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