Waiblingen

Ärger wegen Toilette an der B 14

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Geht vom Betonklotz über dem Eingang zum Pissoir eine Gefahr aus? Das Landratsamt sagt: Nein. Ein Statiker habe das überprüft und bestätigt. © Büttner / ZVW

Waiblingen. Stinksauer ist ein Leser unserer Zeitung wegen der Toilettenanlage an der B 14 am Sörenberg. Nach einer Reparatur sei die Benutzung der Toilette gefährlich geworden. Erst auf Druck habe die Straßenmeisterei reagiert. Zudem sei das Klo ständig verschmutzt und in miserablem Zustand.

Dringender Handlungsbedarf bestand nach Ansicht unseres Lesers, nachdem über der Türe zum Pissoir ein schwerer Betonblock jederzeit herunterzufallen drohte und damit die Benutzer der Toilette schwer verletzen könnte. Zudem sei die Toilette seit Jahren innen verschmutzt, kritisierte er. Die Wände seien verschmiert, das Licht defekt und Händewaschen nicht möglich, da meistens das Wasser abgestellt ist.

„Das führt offensichtlich dazu, dass die Toilettenanlage nicht benutzt wird, sondern Autofahrer das Gelände um die Anlage als Toilette zweckentfremden“, schreibt uns unser Leser weiter. Ein Teil der Toilettenanlage sei seit mehr als einem Jahr mit Baustellen-Abschrankungen gesperrt und nicht benutzbar gewesen. Erst auf Druck und nach der Drohung, die Missstände öffentlich zu machen, habe die Straßenmeisterei in Weinstadt reagiert. Nun sei die Toilettenanlage zwar geöffnet, aber immer noch eine Baustelle.

Landratsamt: Beschädigt, aber ungefährlich

Dass die Toilette beschädigt war und repariert werden musste, bestätigt auch das Landratsamt auf Nachfrage. Ursache sei ein Unwetter gewesen, in dessen Folge ein Betonsturz über der Tür zum Pissoir in Schieflage geraten sei. „Das Bauteil stellt ausdrücklich keine Gefährdung dar“, schreibt die Landratsamtssprecherin. „Dies wurde durch einen Statiker überprüft und gutachterlich bestätigt.“

Beschädigungen, die eine Gefährdung für die Nutzer darstellen, seien beseitigt worden. Der weggebrochene Vorsatzbeton sei entfernt worden. „Um die nun fehlende Außenwandverkleidung durch ein Mauerwerk ersetzen zu können, muss wärmere Witterung abgewartet werden.“

Sanieren oder neu bauen?

Nun müsse entschieden werden, ob eine umfangreiche Sanierung folgt oder ein Neubau sinnvoller sei. Diese Entscheidung treffe das Regierungspräsidium Stuttgart als Baulastträger der Bundesstraße und der zugehörigen Nebenanlagen. „Die Prüfung läuft aktuell.“

Zur Frage nach der Hygiene teilt die Behörde mit: Die Toilette werde zweimal täglich von einer Fremdfirma gereinigt. Vormittags zwischen 7 und 10 Uhr und nachmittags zwischen 14 und 16 Uhr. Gereinigt werde immer die komplette Anlage inklusive aller Sanitäreinrichtungen. Der Boden werde feucht gereinigt, grobe Verunreinigungen würden mit dem Hochdruckreiniger beseitigt. „Bei Toiletten entlang von Straßen legen Benutzer leider nur selten Wert darauf, diese sauber zu hinterlassen“, so die Landratsamtssprecherin weiter: „Im Gegenteil kommt es sogar sehr oft zu bewussten Verschmutzungen.“