Waiblingen

30 Jahre Montessori in Waiblingen: Das Kinderhaus feiert Geburtstag

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Montessori Kinderhaus
Auf dem Vorplatz des Kinderhauses soll am Freitag ein großes Drohnen-Bild entstehen. © Montessori Kinderhaus
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Montessori Kinderhaus
Das Bild eines Kindes. © Frauke Lippert

Auf der Korber Höhe wird fleißig geprobt: Am Freitag, 8. Juli, feiert das Montessori-Kinderhaus seinen 30. Geburtstag, und zu diesem Anlass hat sich die Kindergartengruppe etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In Bildern wird das Leben der Maria Montessori, die die Montessori-Pädagogik ins Leben gerufen hat, dargestellt und von den Kindern erzählerisch aufgeführt. Die Kunstwerke sind bereits vollendet – doch der große Auftritt steht noch bevor.

„Wir freuen uns sehr, die Türen wieder öffnen zu können“, sagt Katrin Panten, Geschäftsleitung der Einrichtung. Schon vor zwei Jahren hätte eigentlich der 150. Geburtstag Maria Montessoris gefeiert werden sollen, doch das Event musste coronabedingt ausfallen.

Nun ist das 30-jährige Bestehen der Waiblinger Einrichtung ein geeigneter Anlass, das Kinderhaus für alle zu öffnen. „Wir wollen, dass alle die Möglichkeit haben, uns kennenzulernen“, sagt Büroleiterin Kirsten Schockert.

Bei der Geburtstagsfeier am Freitag werden alle Bereiche vorgestellt

Und dafür haben sich die Betreuenden und Kinder einiges einfallen lassen. Neben der Aufführung der Lebensgeschichte Maria Montessoris werden in jedem Raum die einzelnen Bereiche der Montessori-Pädagogik vorgestellt. Dazu zählen beispielsweise die Spracherziehung oder die mathematische Erziehung.

„Es wird auch einen Zeitstrahl geben“, sagt Katrin Panten, auf dem die Entwicklung der Einrichtung nachvollzogen werden könne. Diese begann am 11. März vor 30 Jahren an der Zacher-Schule in Waiblingen, später wurde dann ein Nachmittagsangebot auf dem heutigen Gelände des Kinderhauses eingerichtet.

Damals noch eine Baracke, ist die Einrichtung heute durch zahlreiche Anbauten groß und lebhaft. „Jetzt können wir nicht mehr anbauen“, sagt Katrin Panten schmunzelnd. 92 Kinder und 28 Mitarbeitende haben hier derzeit Platz, die Wartezeit betrage bis zu zwei Jahre.

Die Feierlichkeiten am Freitag sollen einem Tag der offenen Tür ähneln, so die Geschäftsleitung. Speisen und Getränke würden vor Ort angeboten, ab 15 Uhr geht es los auf der Korber Höhe. Den Mitarbeitenden ist besonders wichtig zu betonen, dass alle zu dem Fest willkommen sind. „Wir wollen auch zeigen, dass es nichts Abwegiges ist“, sagt Kirsten Schockert über die Montessori-Einrichtung, die nach ihrer Erfahrung häufig mit Vorurteilen konfrontiert ist.

Das Montessori-Konzept vermittelt Kirsten Schockert und Katrin Panten zufolge häufig ein „elitäres Bild“ nach außen. Auch die pädagogischen Grundsätze seien nicht allen bekannt. „Die Kinder lernen hier in einem kleinen gesellschaftlichen Rahmen, miteinander umzugehen“, beschreibt die Waiblinger Leiterin Katrin Panten das demokratische Konzept.

Montessori-Konzept gründet auf der Idee der sogenannten „Friedenserziehung“

In diesem Rahmen wird den Kindern beigebracht, dass ihre Meinung wichtig ist, aber eben auch die der anderen. Ein wertschätzender Umgang sei die Basis der sogenannten Friedenserziehung. Katrin Panten betont: „Die Kinder machen hier das, was sie interessiert, und lernen gleichzeitig, sich so zu benehmen, dass andere Kinder auch das machen können, was sie interessiert.“

Es gebe Regeln, die für alle gelten, wie beispielsweise ein wertschätzender Umgang oder das Aufräumen genutzter Gegenstände. Die Hauptaufgabe in der Arbeit im Montessori-Kinderhaus bestehe laut Katrin Panten darin, Kindern Wege in die Selbstständigkeit zu zeigen. „Hilf mir, es selbst zu tun“, ist der Leitsatz Maria Montessoris, der die Gestaltung des Alltags im Kinderhaus beschreibt.

Auf der Korber Höhe wird fleißig geprobt: Am Freitag, 8. Juli, feiert das Montessori-Kinderhaus seinen 30. Geburtstag, und zu diesem Anlass hat sich die Kindergartengruppe etwas ganz Besonderes einfallen lassen. In Bildern wird das Leben der Maria Montessori, die die Montessori-Pädagogik ins Leben gerufen hat, dargestellt und von den Kindern erzählerisch aufgeführt. Die Kunstwerke sind bereits vollendet – doch der große Auftritt steht noch bevor.

„Wir freuen uns sehr, die Türen wieder

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