Waiblingen

356 neue Luftfilter für Waiblinger Schulen und Kitas als Corona-Schutz

Luftfilter
Rektor Axel Rybak und eins der Testgeräte in der Staufer-Realschule. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Corona-Zahlen steigen und steigen, da scheint jeder zusätzliche Schutz nur recht: Eine Ladung von 31 Luftfiltern für die Schulen hat Waiblingen im September erhalten. Jetzt folgt die zweite, ungleich größere: Die Ausstattung mit insgesamt 356 Geräten ist vorgesehen. Davon 102 Luftfilter für städtische Kindertageseinrichtungen und 254 für die Schulen nebst Mensen und Ganztagesbetreuungen. Anders als bei der ersten Charge werden nicht nur die Räume bedacht, die schlecht belüftbar sind.

Für die Anschaffung der neuen Geräte greift die Stadt tief in die Tasche: Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 1,8 Millionen Euro, wobei die Gerätewartung für drei Jahre enthalten ist. Von der Landesförderung profitiert die Stadt mit 740 000 Euro, den Rest muss sie selbst bezahlen. Das Land hat im Rahmen seines Förderprogramms Vorgaben gemacht, welche Geräte gefördert werden. Die Kitas und Schulen in Waiblingen werden mit Modellen der Firma Qwair aus Heilbronn versorgt. Die Firma hat eine fristgerechte Lieferung der Geräte bis Ende November zugesagt.

Mobile Luftfilter sind nicht so laut wie befürchtet

Mit der Beschaffung von mobilen Raumluftfiltergeräten werden nach Angaben der Stadtverwaltung die Hygienekonzepte der Schulen und Kindertageseinrichtungen ergänzt und der Hygieneschutz für Kinder verbessert. Der Präsenzbetrieb soll damit in Schulen und Kitas ermöglicht werden. Das Lüften wird dadurch nicht ersetzt. Weiterhin gilt die Maßgabe, alle 20 Minuten die Fenster zu öffnen. Schon vor Monaten hatte die Stadt, um die Kontrolle über den Kohlendioxid-Gehalt in der Raumluft zu haben, CO2-Ampeln eingekauft.

Eingeschränkt lüftbare Räume zuerst

In erster Priorität wurden in Waiblingen unverzüglich insgesamt 31 Unterrichts- und Betreuungsräume, die eingeschränkt belüftbar sind, ausgestattet. Davor hatte die Stadt an den Schulen bereits einige Geräte getestet. Im nächsten Schritt sollen sämtliche Unterrichtsräume bis Klasse sechs nebst Mensen und Räumen der Ganztagesbetreuung sowie die Kitas an die Reihe kommen.

Unumstritten sind die Luftfilter nicht. Vorab gab es mit Schulen und Elternbeiräten eine Diskussion über Sinn und Zweck der Anschaffung, wobei sich letztlich eine Zweidrittelmehrheit dafür aussprach. Insbesondere wurde die Sorge geäußert, die Geräte könnten durch ihren Betriebslärm stören. Die Erfahrungen mit den Testgeräten – das waren die Fabrikate Wolf und Vallox – zeigen, so berichtete die Erste Bürgermeisterin Christiane Dürr, dass die Luftfilter nicht so laut sind wie befürchtet.

Stationäre Lüftungen sind effektiver

Die Studienlage zur Wirksamkeit ist uneindeutig, und im Gemeinderat zog SPD-Rat Urs Abelein mit Bezug auf eine Studie den Nutzen der Luftfilter in Zweifel – und stimmte als Einziger dagegen. Dass fest installierte Raumlüftungsanlagen effektiver sind, gestand Oberbürgermeister Andreas Hesky ihm zu. Doch sie zeitnah an allen Schulen einzubauen, sei nicht realistisch. In der Staufer-Grundschule als Passivhausschule ist bereits eine raumlufttechnische Anlage vorhanden. Im Staufer-Gymnasium wird im Zuge der aktuellen Sanierung eine solche eingebaut.

Die mobilen Geräte müssen regelmäßig gewartet werden, so sind zum Beispiel die Filter zu wechseln. Was mit ihnen passiert, wenn die Corona-Pandemie eines Tages wirklich vorbei ist? Dann wird die Stadt sie nach jetzigem Stand im Betrieb behalten, um die Kinder und Jugendlichen vor Grippeviren zu schützen.

Die Corona-Zahlen steigen und steigen, da scheint jeder zusätzliche Schutz nur recht: Eine Ladung von 31 Luftfiltern für die Schulen hat Waiblingen im September erhalten. Jetzt folgt die zweite, ungleich größere: Die Ausstattung mit insgesamt 356 Geräten ist vorgesehen. Davon 102 Luftfilter für städtische Kindertageseinrichtungen und 254 für die Schulen nebst Mensen und Ganztagesbetreuungen. Anders als bei der ersten Charge werden nicht nur die Räume bedacht, die schlecht belüftbar

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