Waiblingen

37 Jahre an der Salier-Gemeinschaftsschule: Rektorin Renate Hartmann verabschiedet

Schulleiterin Renate Hartmann, Salier-Gemeinschaftsschule Waiblingen, 26.07.2021.
Schulleiterin Renate Hartmann am Rande ihrer Abschiedsfeier. © Benjamin Beytekin

Eine fröhlich-melancholische Melange herrschte in der Aula der Salier-Gemeinschaftsschule bei der Verabschiedung von Rektorin Renate Hartmann. Stolze 37 Jahre lang war sie Lehrerin am Salier und leistete einen wichtigen Beitrag auf dem Weg der Schule von der Grund- und Hauptschule über die Werkreal- zur Gemeinschaftsschule, gab die Leitende Schulamtsdirektorin Sabine Hagenmüller-Gehring Einblick in den beruflichen Werdegang der scheidenden Rektorin.

In diesem Zeitraum sei sie dank ihrer Authentizität, Verlässlichkeit und Kompetenz zu einer „festen Institution“ geworden, sowohl als Pädagogin, als Lehrbeauftragte, 14 Jahre als Konrektorin und in den vergangenen zwei Jahren als Rektorin. „Im Grunde“, richtete Hagenmüller-Gehring das Wort direkt an Hartmann, „hast du die Schule schon viel länger geleitet.“

Pädagogische Vielfalt

Diese habe sich in dieser Zeit zu einer Einrichtung mit einem überzeugenden Profil und beeindruckender pädagogischer Vielfalt entwickelt, wofür das vielfältige Ganztagsangebot mit zahlreichen Kooperationspartnern, der fächerübergreifende Unterricht, die Berufsorientierung, die gezielte Förderung sozialer Kompetenz und nachhaltigen Handelns, die Sozialarbeit und das Schülercoaching nur einige Beispiele darstellten.

„Es gibt ein Leben danach, nach dem Beruf“, beantwortete Oberbürgermeister Andreas Hesky als gelöst und gut gelaunt auftretender Festredner die von ihm selbst in den Raum gestellte Frage, wie jemand seinen Traumberuf aufgeben und dem regulären Pensionszeitpunkt noch ein Sabbatical voranstellen könne. Bekanntlich hatte er selbst unlängst erklärt, bei der nächsten OB-Wahl nicht mehr zu kandidieren. Er wolle nicht verhehlen, gestand der OB, dass er mit Renate Hartmann mitfühlen könne.

Das Amt stand ihr gut

Das Rektorinnenamt habe ihr „gestanden“. Hesky weiter. „Wir haben Sie nie leidend gesehen, sondern als Persönlichkeit empfunden, die Freude daran hat.“ Für die Zurückbleibenden komme hinzu, „dass Sie beliebt sind und Ihr Geschäft recht machen, was im Schwäbischen dem Maxima cum laude entspricht“.

Nachfolgerin: Sabine Link-Rosner

OB Hesky erinnerte daran, dass die Schulen seit März 2020 besonderen Belastungen ausgesetzt seien. „Die Pandemie fordert alles von allen ab: Schulen auf, Schulen zu, Wechselunterricht, Fernunterricht, Quarantäne, Masken, Tests, Inzidenz, Lüften, CO2-Messgeräte, mobile Raumlüfter …“ Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Die Schulleitungen seien zu Testkit-Verteilstellen, zur Corona-Schulverordnungs-Auslegungs-Instanz, zur Fensteröffnungs-Intervall-Prüfstelle und zur Auskunftei für schulische Fragen rund um Corona geworden. Und dabei sollten noch der Unterrichtsstoff vermittelt, Prüfungen geschrieben und Lernbrücken gebaut werden. Zu schaffen sei dies nur gemeinsam im Team an der Schule und mit den anderen Schulleitern. „Sie geben eine gut bestellte Schule an Ihre Nachfolgerin Frau Sabine Link-Rosner ab“, lautete das Fazit des Oberbürgermeisters.

Kein Wechselwunsch

Es folgten Grußworte des Geschäftsführenden Waiblinger Schulleiters Axel Rybak, der Elternbeiratsvorsitzenden Veronika Mischke und von Roland Wied vom Förderverein, ehe die Lehrercombo zu einem Ratespiel einlud, bei dem es darum ging, pantomimisch vorgestellte Lieder rund um das Thema Seefahrt zu erraten.

Renate Hartmann verabschiedete sich mit der Versicherung, dass sie ihre Jahre an der Salier-Gemeinschaftsschule genossen habe. „Ich hatte nie das Bestreben, an eine andere Schule zu wollen. Ich hatte hier alles, was ich wollte.“ Hier sei der Ort gewesen, an dem sie sich entfalten konnte. Mit „Verabschieden bedeutet auch, sich auf die neuen Begegnungen zu freuen“ beschloss sie ihre Betrachtungen.

Eine fröhlich-melancholische Melange herrschte in der Aula der Salier-Gemeinschaftsschule bei der Verabschiedung von Rektorin Renate Hartmann. Stolze 37 Jahre lang war sie Lehrerin am Salier und leistete einen wichtigen Beitrag auf dem Weg der Schule von der Grund- und Hauptschule über die Werkreal- zur Gemeinschaftsschule, gab die Leitende Schulamtsdirektorin Sabine Hagenmüller-Gehring Einblick in den beruflichen Werdegang der scheidenden Rektorin.

In diesem Zeitraum sei sie dank

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