Waiblingen

60.000 Euro für ukrainische Kliniken - Lions Club Kiew schickt Fotos aus Bunker

Kopie von Kiew Bunker Lions
Dieses Foto zeigt nach Angaben des Lions Clubs einen Bunker in Kiew, in dem sich der dortige Lions-Club-Präsident einige Tage aufgehalten hat. © Lions-Club Kiew

Vier Lions Clubs aus Waiblingen und der Region spenden 60.000 Euro, um medizinische Hilfsgüter für die Ukraine zu beschaffen. Vor allem sollen damit Kliniken dringend benötigten Nachschub erhalten, etwa Antibiotika, Handschuhe, Verbandszeug und Spritzen.

Den Transport der Hilfsgüter organisiert die Stiftung Deutscher Lions. Eine auf Medizinlogistik spezialisierte Firma soll die Spenden direkt zu den Krankenhäusern bringen.

22.000 Euro hat allein der Lions Club Waiblingen für die Aktion gesammelt. Der Rest kommt von den Partnerclubs in Stuttgart („Altes Schloss“), Göppingen und Heilbronn-Franken, sagt der Waiblinger Lions-Präsident Jürgen Kassel.

Die Not in der Ukraine ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges groß, auch in der Hauptstadt Kiew. Mit dem dortigen Lions-Club-Präsidenten Pierre Sleiman sind die Stuttgarter Lions per Whatsapp in Kontakt. Sleiman hat demnach selbst etwa mehrere Tage in einem Bunker ausgeharrt, Fotos, die der Stuttgarter Lions Club bekommen hat, zeigen die bedrückende Enge eines Deckenlagers.

Krankenhaus-Arzt in Ukraine: "Immense Last"

Der Kiewer Lions-Chef Sleiman versucht, Krankenhäuser zu unterstützen. In einem Brief an ihn von Dienstag, 15. März, den die Waiblinger Lions an unsere Redaktion weitergeleitet haben, zählt ein Arzt und Direktor eines Krankenhauses in der westlichen Großstadt Ternopil den Bedarf an medizinischen Gütern auf, darunter Medikamente und Tetanus-Impfstoff. Der Arzt schreibt: „Angesichts der anhaltenden Militärintervention steht das ukrainische Gesundheitssystem vor der Herausforderung, die immense Last durch den Anstieg an schwer verletzten Patienten zu schultern.“ Leider reichten die derzeitigen Ressourcen dafür nicht aus.

"Kleidung braucht man jetzt nicht mehr zu schicken"

Die Kliniken in der Ukraine bräuchten dringend Nachschub, sagt der Waiblinger Lions-Präsident Jürgen Kassel. Es geht dort ums Überleben. „Kleidung braucht man jetzt nicht mehr zu schicken“, so Kassel mit Bezug auf die zahlreichen Hilfslieferungen.

Das Sinnvollste ist aus seiner Sicht, professionelle Hilfe zu finanzieren. „Hier können wir als Lions mit offenem Ohr und Auge, Rat und Tat, Spenden und gerade mit unserem großen Netzwerk helfen. Ich bin sehr stolz auf unsere Mitglieder, die diesen enormen Betrag innerhalb weniger Tage gespendet haben!“

Vier Lions Clubs aus Waiblingen und der Region spenden 60.000 Euro, um medizinische Hilfsgüter für die Ukraine zu beschaffen. Vor allem sollen damit Kliniken dringend benötigten Nachschub erhalten, etwa Antibiotika, Handschuhe, Verbandszeug und Spritzen.

Den Transport der Hilfsgüter organisiert die Stiftung Deutscher Lions. Eine auf Medizinlogistik spezialisierte Firma soll die Spenden direkt zu den Krankenhäusern bringen.

22.000 Euro hat allein der Lions Club Waiblingen für

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