Waiblingen

Abi 2018: Die Deutsch-Prüfung ist geschafft

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Erleichterung nach der Abi-Prüfung: Wer schon fertig ist, wartet draußen auf die Klassenkameraden. © Jansen / ZVW
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Schüler des Waiblinger Staufer-Gymnasiums nach der Prüfung. © Alexander Roth
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Schüler des Waiblinger Staufer-Gymnasiums nach der Prüfung. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Auch am Lessing-Gymnasium in Winnenden wurden die Schüler geprüft. © Alexander Roth
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Abi-Plakate am Staufer-Gymnasium in Waiblingen © Jansen / ZVW
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Jedes Jahr wünschen die Schüler sich gegenseitig mit Plakaten Glück.
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Startschuss für das Abitur 2018: Schorndorfer schreiben ihre Deutschprüfungen.

Waiblingen/Winnenden/Schorndorf. Im ganzen Kreis wurde am Mittwoch die erste Abiturprüfung im Fach Deutsch geschrieben. Wir haben die Schüler gefragt, wie es war. 

Für 64 Schüler des Staufer-Gymnasiums war es wohl der letzte Aufsatz ihrer Schulzeit: Sie haben am Mittwoch ihr Deutsch-Abitur geschrieben. Am Saliergymnasium legten 91 Schüler die Reifeprüfung im Fach Deutsch ab.


„War okay“, kommentiert Moritz Weimer. Er hat gerade Deutsch-Abi am Staufer-Gymnasium geschrieben und sich dabei für die Interpretation von Erich Kästners Kurzgeschichte „Spuk in Genf“ entschieden. Diese Wahl trafen außer ihm noch fünf andere. Der Text sei nicht so einfach gewesen, auch wenn ihm Kurzgeschichten „generell mehr liegen“, sagt Weimer. Antonia Blattner ist verunsichert: Sie hat ebenfalls die Kurzgeschichte gewählt, ist dabei aber zu einem ganz anderen Schluss gekommen, als ihr Klassenkamerad Moritz. Während er vermutet, Kästner habe in der Geschichte eine eigene posttraumatische Belastungsstörung verarbeitet, kam sie zu dem Schluss, er habe damit sagen wollen, Reiche sollten mehr Rücksicht auf Arme nehmen. „Bis grad eben hatte ich noch ein gutes Gefühl. Jetzt weiß ich es echt nicht mehr“, sagt sie und knabbert an einem gefüllten Schokokeks – Nervennahrung nach der Prüfung.

Wie 2017: Max Frischs „Homo Faber“ wird gerne gewählt

Die beliebteste Prüfungsaufgabe war am Staufer- wie auch am Salier-Gymnasium die vergleichende Textinterpretation von Peter Stamms „Agnes“ und Max Frischs „Homo Faber“ – genauer gesagt, der darin vorkommenden Frauengestalten. 50 der 91 Salier-Abiturienten entschieden sich dafür und sogar 42 der 64 Staufer-Abiturienten. Luisa Geiger fand die Arbeit vor allem: „Anstrengend.“ Zwar sei die Textstelle den Schülern bereits aus dem Unterricht und einer Arbeit bekannt gewesen, aber am Ende wurde es mit der Zeit dann doch ein wenig knapp. Immerhin vier Staufer-Schüler versuchten sich an der Interpretation der Gedichte „Alles still“ von Theodor Fontane und „Winter“ von Alfred Lichtenstein. Unter ihnen der Lyrik-Fan Linus Mehl, den an Gedichten besonders fasziniert: „Wie Dichter Gefühle in wenigen Worten ausdrücken.“ Ein Essay über das Thema „Sprache leicht gemacht“ schrieben nur drei Staufer-Schüler, den Zeitungsartikel „Ohne Boulevardpresse ist die Demokratie in Gefahr“ erörterten immerhin neun.

Entspannte Schüler mit Jogginghose in Winnenden

Im Winnender Lessing-Gymnasium verließen viele schon kurz vor Schluss den Prüfungsraum mit zuversichtlicher bis entspannter Miene. Max war gut aufs Abi vorbereitet, aber schlecht darauf, dass nach der Prüfung eine Zeitungsfotografin Bilder macht von ihm, ausgerechnet am einzigen Tag in seiner ganzen Schulzeit, an dem er in einer Jogginghose zur Schule geht. „So was mach ich normalerweise nicht.“ Aber am Donnerstag wollte er absolute Bequemlichkeit haben. Fünfeinhalb Stunden stillsitzen und über seinem eigenen Text brüten – „das ist schon heftig“. Max hat eine Viertelstunde vor Ende abgegeben. „Es war anstrengend, und irgendwann lässt dann die Konzentration nach“, erzählt er direkt nach der Prüfung. Aber er hatte sich ein Thema ausgewählt, das ihm liegt und bei dem er von vorneherein wusste, wie er es angehen sollte: den Gedichtvergleich. „Man kennt die Stilmittel und arbeitet sich von oben nach unten durch.“

Ähnlich klingt Marian. „Auf die Epochen habe ich mich gut vorbereitet.“ Theodor Fontane ist ihm geläufig, den konnte er einordnen. Der andere Dichter, Alfred Lichtenstein, steht nicht so oft in den Bücherregalen von Schülern oder Eltern, aber Marian rechnet ihn der Moderne zu und ging damit zielstrebig den Gedichtvergleich an, fand es anfangs etwas anstrengend, meinte aber: „Gegen Ende hat es sogar Spaß gemacht.“

Auch die Schorndorfer Schüler mussten ran

Für insgesamt 171 Abiturientinnen und Abiturienten des Burg- und des Max-Planck-Gymnasiums begannen am Mittwochfrüh um acht Uhr die Abiturprüfungen. Den Auftakt bildete die schriftliche Prüfung in Deutsch. Viele der Schorndorfer Schüler sind glücklich, dass sie den ersten Schritt auf dem Weg zum Abitur hinter sich haben.

„Scheiß Thema!“, meint Simeon Gabriel. Es war nicht das, was er erwartet hatte. Der Burg-Gymnasiast hat sich dennoch für das Essay über das Thema „Leichte Sprache“ entschieden. Sein Gefühl nach der Prüfung: „War okay.“ Alexander Schenker, der sich die Interpretation des Kurzprosa-Texts „Spuk in Genf“ von Erich Kästner ausgesucht hat, findet hingegen, dass der Text gut verständlich war, und hofft auf mindestens sieben Punkte.

Jan Helling vom BG hat sich nicht eigens aufs Deutsch-Abi vorbereitet. Für ihn war ohnehin klar, dass er sich für das Essay entscheiden wird. Und darauf lässt sich aus seiner Sicht nur schwer vorbereiten. Andere Schüler sehen das nicht so. Sie haben sich damit beschäftigt, wie ein Essay strukturiert wird, und dafür Beispiele studiert.

Die Atmosphäre bei der Prüfung: „Halb gestresst, halb entspannt“

Der Burg-Gymnasiast nahm die Atmosphäre im Prüfungssaal als sehr angespannt wahr. Wie bereits in den drei Jahren zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler des Burg- und Max-Planck-Gymnasiums gemeinsam in der Johann-Philipp-Palm- Sporthalle ihre Prüfung abgelegt. Das Burg-Gymnasium selbst ist schließlich immer noch eine Baustelle – für Abiturprüfungen wäre es dort viel zu laut.

Auch Simeon Gabriel war nervös, bevor es schließlich um acht Uhr früh losging. „Während der Klausur dann aber ganz gechillt“, meint sein Freund Daniel Erhardt, der ihm lachend zunickt. „Fifty-fifty, halb gestresst, halb entspannt“, beschreibt Jan Helling die Stimmung. „Viele waren nervös, doch zu schweren Ausfällen kam es nicht“, so Alexander Schenker.

Spätestens am 6. Juli, wenn die letzten mündlichen Prüfungen gelaufen sind, werden sie dann wissen, ob sie das Abi auch tatsächlich in der Tasche haben.


Diese Aufgaben hatten die Schüler zur Auswahl

Die Interpretation einer Textstelle aus Peter Stamms „Agnes“. Daran anschließend eine vergleichende Betrachtung von Peter Stamms Roman mit Max Frischs „Homo faber“.

Eine vergleichende Interpretation zu den Gedichten „Alles still!“ von Theodor Fontane und „Winter“ von Alfred Lichtenstein.

Die Interpretation der Erzählung „Spuk in Genf“ von Erich Kästner.

Ein Essay zum Thema „Sprache – leicht gemacht“.

Die fünfte Aufgabe unterschied sich je nach Schultyp: An den allgemeinbildenden Gymnasien war es eine Analyse und Erörterung des Textes „Ohne Boulevardpresse ist die Demokratie in Gefahr“ von Matthias Heine (Die Welt). An den beruflichen Gymnasien eine Analyse des Textes „Low Performer. Jagd auf vermeintliche Minderleister“ von Patrick Spät (Die Zeit).