Waiblingen

Abnehmen wie Gott in Frankreich

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Mutter, Heilpraktikerin, Kursleiterin: die Französin Carole Waldheim (51). © Habermann / ZVW

Waiblingen. Zimtsterne und Weihnachtsgans, Glühwein und Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt: Nach den Feiertagen klemmt der Hosenbund gewaltig. Kein Wunder, dass Abnehmen bei vielen auf der Liste der guten Vorsätze ganz oben steht. „Abnehmen wie Gott in Frankreich“ verspricht jetzt die Familienbildungsstätte. Die Französin und Heilpraktikerin Carole Waldheim hilft auf dem Weg zum Wunschgewicht.

Essen wie Gott in Frankreich und dabei schlank und fit werden – das klingt verführerisch. „Es klappt“, verspricht Carole Waldheim vergnügt. Schon zum dritten Mal bietet sie den Kurs in der Familienbildungsstätte an, der von Februar bis Juli dauert und bei kurzweiligen Vorträgen und Gesprächen viele Infos aus der Praxis und zum theoretischen Hintergrund liefern soll. Wer weiß schon, wie sein Stoffwechsel funktioniert und mit welchen Tricks er angeregt werden kann? Im letzten Kurs haben elf Personen insgesamt 121,8 kg verloren und dafür, wie die Kursleiterin versichert, eine Menge Lebensfreude gewonnen. Ein halbes Jahr nach dem Kurs hätten alle das Gewicht gehalten, die Blutwerte hätten sich nachhaltig verbessert und einige Teilnehmerinnen sogar ihre Blutdruck-Medikamente absetzen können.

Ausdrücklich keine Diät

Diäten und Abspeck-Programme gibt es viele. Die meisten davon sind allerdings höchst unangenehm und ihr Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Was Carole Waldheim anbietet, ist ausdrücklich keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung – auf die französische Art.

"Niemand darf hungern"

Die erste Prämisse: „Niemand darf hungern.“ Drei Mahlzeiten am Tag müssen es sein, dazwischen brauche der Körper aber Pausen für die Verdauung. Die zweite: „Es muss schmecken.“ Nicht allen schmeckt allerdings das Gleiche, weshalb beim Start die persönliche Situation der Teilnehmer – ihre Erkrankungen, aber auch ihre Vorlieben - berücksichtigt werden. „Jede Person bekommt einen individuellen Plan“, kündigt Waldheim an. Das Essen sollte so ausgewogen sein, dass der Stoffwechsel angekurbelt wird – weshalb auf Weißmehlprodukte und Alkohol anfangs möglichst verzichtet werden sollte. Dass mit wenigen Zutaten schnell und gut gekocht werden kann, erleben die Teilnehmer bereits beim ersten Termin. Gemeinsam wird gekocht, jeder bekommt dann seinen individuellen Plan. Die dritte Prämisse: „Gekocht wird regional und saisonal.“ Weil jede gute Ernährung mit dem Einkauf der Lebensmittel beginnt, geht es auch ums Angebot in den Supermärkten und Einkaufsläden in der Region. Dabei setzt die Französin auf viel Gemüse, weniger Spätzle, Nudeln und Kartoffeln und wie in ihrer Heimat auf schön zelebrierte Mahlzeiten und klare Pausen dazwischen. Fettreduzierte Produkte hält die Heilpraktikerin dagegen für grundfalsch: „Fett macht nicht fett, sondern Zucker.“

Erkennen, was der Körper braucht

Zwischen zehn und zwanzig Kilo wollen die Kursteilnehmer in ihren Kursen häufig abnehmen, wobei jeder sein Wohlgefühl selbst definiert – „es muss kein Body-Mass-Index erreicht werden“, stellt Carole Waldheim klar. Viele Menschen müssten und könnten wieder lernen zu spüren, was ihr Körper braucht. „Das klappt“, sagt die Kursleiterin, aber erst müsse der Stoffwechsel arbeiten – ein paar Kilo müssen also erst mal runter.

Am wichtigsten sind die gesundheitlichen Auswirkungen

Fünf, zehn oder 15 Kilo weniger: Die Zahlen sind das eine, wichtiger sind der Heilpraktikerin aber die gesundheitlichen Auswirkungen. Carole Waldheim berichtet von Frauen, die nach der Ernährungsumstellung schwanger geworden seien, weil sie endlich wieder ihre Periode bekommen hätten, von Teilnehmern, die ihr Asthma verloren und ihre Allergien. Und von Menschen, die endlich wieder gut schlafen konnten.

Infoabend zum Kurs

Der Infoabend zum FBS-Kurs „Abnehmen in Balance und dabei essen wie Gott in Frankreich“ findet am Donnerstag, 12. Januar, in der FBS, Alter Postplatz 17, Nähraum, 3. Obergeschoss, von 19 bis 21 Uhr statt.

Der Infoabend ist gebührenfrei, um Anmeldung wird gebeten.