Waiblingen

Ahmadiyya-Gemeinde Waiblingen: Nasir-Moschee am Bahnhof bald fertig

MoscheeAhmaddiya
Pervaiz Ahmed ist Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde Waiblingen. Die neue Moschee sollte ursprünglich Ende Januar 2021 fertig sein – doch der Bau verzögerte sich wegen Corona, der vollen Terminkalender der Handwerker und der allgemeinen Lieferprobleme bei Baustoffen. © ZVW/Gaby Schneider

„Zu 98 Prozent sind wir fertig“: Laut Pervaiz Ahmed, Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde, ist der Bau der Nasir-Moschee am Bahnhof in Waiblingen bald abgeschlossen. Es fehlen nur noch die Teppiche in den Gebetsräumen, die Kalligrafien, Fußmatten im Eingangsbereich und einige Schilder. Dazu muss an der ein oder anderen Stelle innen noch mal neu mit weißer Farbe gestrichen werden. Pervaiz Ahmed hofft, dass die Arbeiten spätestens im Lauf des Oktobers abgeschlossen sind. Eigentlich sollte der Bau schon Ende Januar 2021 fertig sein – doch wegen Corona und der allgemeinen Lage auf dem Bau mit vollen Auftragsbüchern und Lieferschwierigkeiten dauerte alles mehr als 20 Monate länger.

Der Imam der Ahmadiyya-Gemeinde hat seine Wohnung in der Moschee bezogen

An diesem Nachmittag in den bald endenden Schulsommerferien ist Pervaiz Ahmed nur mit seiner kleinen Tochter zum Termin in der Moschee gekommen. Bauleiter Saeed Gessler, der nicht nur in Waiblingen, sondern schon bei vielen Moscheeprojekten von Ahmadiyya-Gemeinden in ganz Deutschland als Bauleiter tätig war, musste krankheitsbedingt absagen, ebenso der Imam der Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde, der bereits seine neue Wohnung in der Moschee bezogen hat.

Pervaiz Ahmed vertritt eine Gemeinde, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus rund 370 Mitglieder hat. Er selbst wohnt in Endersbach. Immerhin 150 Mitglieder leben allerdings auf Waiblinger Gemarkung.

Mirza Masrur Ahmad ist das weltweite geistliche Oberhaupt der Bewegung

Oberhaupt der weltweiten Bewegung ist Mirza Masrur Ahmad, der in London lebt. Nicht wenige Muslime werfen der 1880 in Indien entstandenen Ahmadiyya-Gemeinschaft vor, in zentralen Aspekten von islamischen Glaubensgrundsätzen abzuweichen. Es kommt deshalb immer wieder vor, dass religiös motivierte Fanatiker Ahmadiyya-Mitglieder in einigen islamischen Ländern verfolgen – und auch Terroranschläge auf Ahmadiyya-Moscheen verüben, bei denen Menschen gestorben sind.

Mit dem Bau der Nasir-Moschee am Bahnhof hat die Waiblinger Gemeinde im August 2019 angefangen. Nun ist das Gebäude von außen so gut wie fertig, lediglich die ein oder andere Beschilderung fehlt noch. Auch die Tiefgarage der Moschee ist fertig, die Ein- und Ausfahrt liegt dabei direkt neben der Einfahrt zum großen Park-and-ride-Parkhaus, das bereits im Dezember 2021 fertig wurde.

Auch ein Fahrstuhl ist vorhanden

Im Gebetsraum der Männer ist eine elektronische Anzeigetafel zu sehen, welche die aktuellen Zeiten für die fünf Gebete am Tag anzeigt – inklusive der Zeit fürs Freitagsgebet. Wem das Treppensteigen in der Moschee zu beschwerlich ist, der kann mit dem Aufzug fahren, in den insgesamt acht Personen passen. Zettel mit Piktogramm erinnern die Besucher des Gebetsraums daran, dass man wegen Corona Abstand wahren und sich nicht umarmen sollte. Wenn es zu heiß ist, gibt es Klimageräte, die den Raum kühlen. Und auf dem großen Flachbildschirm werden freitags die Ansprachen des geistlichen Oberhaupts Mirza Masrur Ahmad übertragen.

Teppiche werden aus der Türkei geliefert

Die Gebetsräume für die Frauen, die eine Etage drunter liegen, sind ähnlich gestaltet. Auch hier fehlen wie bei den Männern noch der Teppich und Kalligrafien. Die Teppiche, sagt Pervaiz Ahmed, müssen noch aus der Türkei geliefert werden. Ein Unterschied besteht im Vergleich zum Gebetsraum der Männer allerdings darin, dass im hinteren Teil des Raums noch eine Glastrennwand eingebaut werden soll. Hier sollen dann Mütter auf Stühlen sitzen können, die mit ihren kleinen Kindern in die Moschee kommen, wie Pervaiz Ahmed erläutert. Sie müssen dann nicht wie die anderen Gläubigen mit den Kindern auf dem Teppich knien.

Kleine Bibliothek und Küche

Vor dem Eingang zum Gebetsraum der Frauen und vor dem Eingang zum Gebetsraum der Männer soll draußen noch ein kleines Vordach errichtet werden. Dies soll die Besucher vor Regen schützen. Im Multifunktionsraum im Untergeschoss fehlen noch Schränke, in denen viele Bücher unterkommen sollen. So gesehen wird es hier eine kleine Bibliothek geben. Sitzgelegenheiten sollen noch geschaffen werden, so dass die Besucher der Moschee dort zum Beispiel auch einen Kaffee trinken oder etwas essen können. In der nebenan liegenden Küche sind noch nicht alle neuen Geräte da. So stehen dort noch drei alte Küchenherde, aber erst ein neuer. Auch müssen die Küchenherde noch ans Gasnetz angeschlossen werden.

Offiziell eingeweiht werden soll die Moschee in Waiblingen erst, wenn Mirza Masrur Ahmad persönlich vorbeikommt. Geplant ist laut Pervaiz Ahmed, dass das Oberhaupt der Bewegung mehrere fertiggestellte Moscheen bei einer Reise in Deutschland einweiht. Die Eröffnung der Waiblinger Moschee soll in einer großen Halle gefeiert werden. Wo genau und wann das sein wird, das weiß der Endersbacher noch nicht.

„Zu 98 Prozent sind wir fertig“: Laut Pervaiz Ahmed, Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde, ist der Bau der Nasir-Moschee am Bahnhof in Waiblingen bald abgeschlossen. Es fehlen nur noch die Teppiche in den Gebetsräumen, die Kalligrafien, Fußmatten im Eingangsbereich und einige Schilder. Dazu muss an der ein oder anderen Stelle innen noch mal neu mit weißer Farbe gestrichen werden. Pervaiz Ahmed hofft, dass die Arbeiten spätestens im Lauf des Oktobers abgeschlossen sind. Eigentlich sollte der

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