Waiblingen

Altstadtfest ist eröffnet

6e0b5062-4f12-42f1-97df-745cff00d7ce.jpg_0
Der Elsbeth-und Hermann-Zeller-Platz war bei der Eröffnungsfeier gut gefüllt. Zahlreiche Besucher lauschten den Worten von Andreas Hesky zu Brexit und Hüftgold als Geldanlage. © Habermann / ZVW

Waiblingen. Bei der Eröffnungsfeier des 42. Altstadtfestes hat das Wetter gehalten. Auf dem gut gefüllten Elsbeth-und Hermann-Zeller-Platz bekamen Besucher einen Einblick, was sie in den kommenden Tagen erwartet: Junge Talente bei Waiblingen rockt, eine Reise ins Mittelalter beim Staufer Spektakel und ein multikulturelles Miteinander.

Video: Oberbürgermeister Hesky zum 42. Altstadtfest

Auf dem Elsbeth- und Hermann-ZellerPlatz waren noch nicht alle Besucher zur Eröffnungsfeier des 42. Altstadtfestes eingetroffen, als schon die Fanfaren der Bläser des Städtischen Orchesters vom Hochwachtturm das Festwochenende einläuteten. „Es ist ein Fest der Vereine“, sagte Oberbürger Andreas Hesky in seiner Eröffnungsrede. Denn Vereine sind diejenigen, die auch in diesem Jahr wieder „mit viel Liebe und Herzblut, Gassen und Plätze geschmückt haben.“ Die gilt es zu unterstützen. „Wir sind stolz auf unsere Vereine“, so Hesky weiter und forderte die Festbesucher auf in zweifacher Hinsicht ein gutes Werk zu tun: „Füllen Sie die Vereinskassen und Ihre Mägen.“ Denn angesichts des Brexits wisse man ohnehin nicht, wie es mit dem Euro weiterginge. Da biete es sich doch an, in Hüftgold zu investieren, betonte Hesky mit seiner gewohnt witzigen, teils auch spöttischen und süffisanten Art, die er immer wieder bei seinen Festreden an den Tag legt, wofür er Gelächter und zusprechenden Applaus von den Festbesuchern erntete.

Flohzirkus beim Staufer Spektakel auf der Brühlwiese

Was aber wäre das Altstadtfest ohne das Staufer Spektakel auf der Brühlwiese. In diesem Jahr präsentiert Solveig Enke dort ihren Flohzirkus. Sie wird mit ihrem Wagen auf der Brühlwiese unterwegs sein. Für das Zirkusspektakel wird kein Eintritt verlangt. Es werden mindestens fünf oder sieben der mickrigen Artisten auftreten. Damit die kleinen Artisten nicht verlorengehen, trägt Enke sie gerne auch mal in einer Holzschachtel mit sich herum, lässt manchen einen kurzen Blick reinwerfen, vorsichtig, damit sie nicht herausspringen.

Ein anderes Thema, dem die Menschen auch noch in den nächsten Tagen begegnen werden, ist dass mittlerweile 700 Flüchtlinge in Waiblingen leben, von denen einige bleiben werden. Ein paar von ihnen haben bei einem Theaterprojekt im Kulturhaus Schwanen mitgewirkt. Bei diesem Projekt ist eine Band entstanden. Das Trio Sema gab bei der Festeröffnung Einblicke in ihre Kultur. Spontan stellten sich zwei Frauen vor die Bühne und tanzten zu den orientalischen Klängen. Eben darum geht es beim Altstadtfest auch, so Hesky, dass Brücken gebaut werden zwischen den Menschen und den Nationen. Es wird ein langer Weg sein, bis diese Menschen in Waiblingen ihre Heimat gefunden haben. „Doch lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen, damit die Zuwanderer auch einmal zur Stadt gehören wie Sie und ich.“

Für eine andere Sache kann sich weder Hesky noch der Gemeinderat einsetzen: das Wetter. Die Vorhersagen hatten alle beunruhigt, die das Gewitter von 2012 noch in Erinnerung haben. Für den Ernstfall hat die Stadt vorgesorgt: Es sind Schutzräume etwa im Rathaus oder dem Bürgerzentrum eingerichtet. Sie sind im Programmheft auf dem Übersichtsplan extra ausgewiesen.

"Waiblingen rockt“, ist das Motto am Samstag auf dem Marktplatz. Auf der VfL-Bühne treten von 15 bis 18 Uhr und von 18.30 Uhr an im Dekanatskeller Schülerbands auf. Was bei den Heimattagen begonnen wurde, wird schon zum zweiten Mal beim Altstadtfest fortgeführt. Bei der Eröffnung zeigten die Rookies der Neustädter Friedensschule, bestehend aus Fünft-, Sechst- und Siebtklässler, was sie können mit ihren eigenskomponierten Liedern wie „Letzte Chance“.

„Ziel ist es“, sagte Kulturamtschef Thomas Vuk, dass dies jedes Jahr während des Altstadtfests stattfindet und irgendwann nicht mehr wegzudenken sei. „Hier werden junge Talente gefördert.“ Vor ihrem Auftritt bekamen alle Schülerbands ein Probenwochenende von der Stadt finanziert.