Waiblingen

Am Rötepark geht es weiter

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Der Bebauungsplan. © Laura Edenberger

Waiblingen. Der Planungsausschuss hat den Bebauungsplan „Östlich des Röteparks“ einstimmig auf den Weg gebracht. Damit sollen die Grundlagen für den Bau von Wohnungen sowie einem Kindergarten, einer Turnhalle und anderen öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden. Platz für diese ist im Anschluss an das Seniorenzentrum. Über die einzelnen Nutzungen wird gesondert entschieden.

Video: Blick auf den Rötepark in Waiblingen. Ein Drohnenvideo.

Im April hat der Gemeinderat einen großen Kindergarten auf den Weg gebracht und außerdem der von der Verwaltung vorgeschlagenen Einteilung in Zonen für Grünfläche, Wohnen und Gemeinbedarf grünes Licht gegeben. Inzwischen wurde die Arbeitsgruppe Waiblingen-Süd über die Pläne informiert. Positiv sei dort die frühe Bürgerinformation im Juli zur Kenntnis genommen worden, berichtete Baubürgermeisterin Birgit Priebe jetzt im Planungsausschuss. Am 6. Juli soll den Bürgern um 18 Uhr im Martin-Luther-Haus das grobe Nutzungskonzept vorgestellt werden.

Priebe rechnet mit Beschluss zum Bürgerhaus im nächsten Vierteljahr

Interessieren wird sicher vor allem die weiter ungeklärte Frage des Bürgerhauses. Die aber wird an diesem Tag nicht auf der Tagesordnung stehen. „Im Bebauungsplan geht es nicht darum, ob ein Bürgerhaus kommt oder nicht“, stellte Birgit Priebe klar. Weder sei eine Grundsatzdiskussion zu diesem Thema erwünscht noch eine Vorentscheidung mit dem Bebauungsplanverfahren verbunden: „Zur Diskussion wird es noch Gelegenheit geben.“ Sie gehe davon aus, dass der Gemeinderat im kommenden Vierteljahr seine Entscheidung darüber fällen werde.

Bebauungsplan stellt Grundlagen dar 

Was immer auch in der Neuen Mitte einmal gebaut wird: Mit dem Bebauungsplan sollen die Grundlagen dafür geschaffen werden. Für einen großen Kindergarten sind die Weichen bereits gestellt – entsprechend der Kindergartenbedarfsplanung, die aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen in der Gesamtstadt in Waiblingen- Süd eine weitere Kita vorsieht. Steigende Schülerzahlen in der Rinnenäckerschule erfordern außerdem den Bau einer Schulturnhalle. Dazu kommt die erwiesenermaßen drängende Wohnungsnot in der Stadt: Nach Meinung der Stadtverwaltung wäre eine verdichtete Wohnbebauung in Form eines Mehrfamilienhauses genau das, was sich der Gemeinderat zur Schaffung von Wohnraum verordnet hat.

Zentrale Stelle mit vielen Nutzungsmöglichkeiten

Die Neue Mitte eröffnet nun die Möglichkeit, die verschiedenen Nutzungen an zentraler Stelle zu kombinieren – möglicherweise auch ein Jugendhaus und das Bürgerhaus, auf das viele in Waiblingen-Süd schon lange warten. Das soll allerdings unabhängig vom Bebauungsplanverfahren diskutiert werden. Festgelegt ist bisher lediglich die Gemeinbedarfsfläche im südlichen Bereich des Areals, Wohnungsbau und Kita im mittleren Bereich und öffentliche Grünfläche im nördlichen Bereich (im Anschluss an die Alte B 14). Hier kann auch das geplante Sportband realisiert werden.

Wird die Mindestgröße überschritten?

Der Planungsausschuss hat den Aufstellungsbeschluss einstimmig beschlossen. Ob die vom Gemeinderat festgelegte Mindestgröße des Parks von 3,5 Hektar überschritten werde, wollte Alfonso Fazio wissen: „Ich weiß hundertprozentig, dass wir das beschlossen haben. Es wäre interessant zu wissen, ob wir uns daran gehalten haben.“ Die Baubürgermeisterin versprach, dies zu überprüfen.

Bolzplatz versetzt

Der Bolzplatz muss der Bebauung weichen, er wird weiter westlich im Sportband entlang der Alten B 14 neu angelegt.

Das Areal hat eine Gesamtfläche von 7660 Quadratmetern.