Waiblingen

Amtsgericht Waiblingen: Sanierungspause nach Farbattacke - und keine Täterspuren

IMG_20220210_140724
Spuren des Farbanschlags von Mitte Oktober 2021 am Gebäude des Amtsgerichts Waiblingen in der Bahnhofstraße. © ZVW/Gabriel Habermann

Nach dem Farbanschlag aufs Waiblinger Amtsgerichtsgebäude in der Bahnhofstraße sind die Sanierungsarbeiten immer noch nicht abgeschlossen – obwohl ursprünglich alles vor Weihnachten fertig werden sollte. Das zuständige Amt Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg teilte Mitte November mit, dass an der Fassade des historischen Gebäudes wohl vier bis fünf Wochen gearbeitet werden muss – doch die Witterung durchkreuzte den Zeitplan.

Die Baureinigungs- und Natursteinfirmen haben zwar bereits so viel wie möglich von der roten Lackfarbe entfernt, die Unbekannte dort Mitte Oktober 2021 angebracht hatten – doch wegen der niedrigen Temperaturen war es in der Adventszeit nicht mehr möglich, mit den Malerarbeiten zu beginnen. Das Gerüst blieb deshalb weiter stehen – und daran wird sich wohl auch so bald nichts ändern, wie eine Nachfrage ergab.

Amtschefin Corinna Bosch: „Entscheidend sind die Oberflächentemperaturen“

Das verwundert zunächst, da die Witterung im Januar und Februar zumindest tagsüber an vielen Tagen für die Jahreszeit relativ mild war. Corinna Bosch, Leiterin des zuständigen Amts Ludwigsburg, hat dafür jedoch eine Erklärung. „Entscheidend sind die Oberflächentemperaturen. Trotz der offensichtlich wärmeren Temperaturen am Tag sind die Wände noch zu kalt.“

Für den genauen Termin der Malerarbeiten muss daher weiter die Wetterprognose abgewartet werden. Untätigkeit herrscht aber nicht: „Die Firma bereitet inzwischen eine Probefarbe vor, um den aktuellen Fassadenton auszugleichen.“ Sobald das Wetter wärmer wird, sollen die Malerarbeiten beginnen.

Kosten für Sanierung des Amtsgerichtsgebäudes in Waiblingen werden auf 27.000 Euro geschätzt

Die genauen Kosten stehen laut Corinna Bosch noch nicht abschließend fest. „Wir schätzen sie auf circa 27.000 Euro.“ Die Kosten für die Sanierung der Fassade werden vom Amt Ludwigsburg getragen. „Es gibt keine Versicherung, die Vandalismus mit abdeckt.“

Zu der Farbattacke auf das Amtsgerichtsgebäude bekannte sich via Internet schnell die Antifa. Sie rechtfertigte die Tat als Vergeltungsaktion – und erklärte sie mit hohen Haftstrafen für zwei linke Aktivisten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden jungen Männer bei einer Querdenken-Demo Vertreter der rechten Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ schwer verletzt haben. Konkrete tatverdächtige Personen hatte die Polizei aber auch Wochen nach dem Farbanschlag aufs Waiblinger Amtsgericht nicht – und daran hat sich auch bis jetzt nichts geändert.

Polizeipräsidium Aalen: Bisher keine konkreten tatverdächtigen Personen

Robert Kauer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Aalen teilte mit, dass der Vorgang mittlerweile an die Staatsanwaltschaft Stuttgart weitergeleitet wurde. Konkrete Hinweise auf tatverdächtige Personen haben sich für die Polizei bislang nicht ergeben. Ob das Verfahren zwischenzeitlich eingestellt wurde, konnte Kauer nicht sagen.

Melanie Rischke von der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte am Donnerstag, dass die Polizei die Akten zwischenzeitlich der Staatsanwaltschaft vorgelegt hat. „Der Sachverhalt muss nun durch die Staatsanwaltschaft geprüft werden, das Verfahren beziehungsweise die Ermittlungen sind daher noch nicht abgeschlossen.“

Nach dem Farbanschlag aufs Waiblinger Amtsgerichtsgebäude in der Bahnhofstraße sind die Sanierungsarbeiten immer noch nicht abgeschlossen – obwohl ursprünglich alles vor Weihnachten fertig werden sollte. Das zuständige Amt Ludwigsburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg teilte Mitte November mit, dass an der Fassade des historischen Gebäudes wohl vier bis fünf Wochen gearbeitet werden muss – doch die Witterung durchkreuzte den Zeitplan.

Die Baureinigungs- und

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper