Waiblingen

Astrazeneca-Freigabe: Hausärztliches Impfzentrum in Fellbach rechnet mit noch mehr Anfragen

Impfzentrum
In der Alten Kelter gibt es nun Corona-Impfungen statt Events. © ALEXANDRA PALMIZI

Seit 16. April hat Fellbach ein Hausärztliches Impfzentrum in der Alten Kelter. „Es läuft sehr gut“, sagt die Ärztin Petra Conrad nach drei Wochen. Sie nutzt seit dem Eröffnungstag regelmäßig die von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Das Konzept habe vom ersten Tag an reibungslos funktioniert und die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen steige. Konnte Conrad in der ersten Woche nach dem Start gerade einmal 32 Patienten impfen, sind es inzwischen zwischen 100 und 130 pro Woche. Drei weitere Fellbacher Hausarztpraxen nutzen die Alte Kelter ebenfalls für ihre Corona-Impfungen, die Gesamtzahl der Impfungen kann Conrad nicht genau beziffern.

Organisation ist aufwendig

Die Zahl der jeder Praxis zur Verfügung stehenden Impfdosen ist abhängig von der Zahl der Ärzte, die in der jeweiligen Praxis arbeiten. „Wir verabreichen immer allen uns zur Verfügung stehenden Impfstoff und rechnen nach der Freigabe von Astrazeneca mit weiter steigenden Zahlen“, so Conrad. Am Donnerstag hat die Bundesregierung die Priorisierung für dieses Vakzin aufgegeben. „Wir haben viele Anfragen von Patienten, die keine Vorbehalte gegen diesen Impfstoff haben“, sagt die Fellbacher Hausärztin. Natürlich prüften die Ärzte in jedem Einzelfall genau, ob Astrazeneca das passende Vakzin für den Patienten sei.

Die größte Herausforderung für die Ärzte ist derzeit die Organisation der Impftermine. „Wir erfahren erst donnerstags, wie viele Impfdosen wir in der kommenden Woche erhalten. Dann muss die Terminvereinbarung schnell gehen, was organisatorisch anspruchsvoll ist, auch weil immer zwei Termine vereinbart werden müssen“, erklärt Conrad.

Stadt stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Stehen die Termine, sind die Abläufe in der Alten Kelter gut eingespielt: Jede Praxis hat einen festen Tag in der Woche, an dem sie ihre Patienten bestellt. Grundsätzlich können immer zwei Praxen parallel impfen, der Durchlauf der Patienten erfolgt nach dem Einbahnstraßen-Prinzip. „Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, denn wir könnten die Impfungen in der Praxis nicht stemmen“, sagt Conrad. Vor allem kleineren Praxen fehle häufig der Platz, um parallel zum regulären Sprechstundenbetrieb Corona-Impfungen durchzuführen: Für die Patientengespräche, das Ausfüllen der Formulare, die Impfung und die anschließende Beobachtungszeit brauchen die Ärzte Platz.

Die Stadt unterstützt die Hausärzte nicht nur mit Räumlichkeiten, sondern auch bei der Organisation: Die Mitarbeiter der Schwabenlandhalle Fellbach Betriebs GmbH übernehmen unter anderem die Eingangskontrollen, das Prüfen der Dokumente und die Betreuung der Wartezonen.

Kapazitäten für viel mehr Impfungen

Auch Oberbürgermeisterin Gabriele Zull zieht nach drei Wochen eine positive erste Zwischenbilanz: „Die pragmatische Entscheidung, schnell und möglichst unkompliziert die Alte Kelter als Impfzentrum aufzubauen, war richtig.“ Zwar sei der Impfstoff nach wie vor knapp, aber die hausärztliche Impfpraxis trage dazu bei, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff schnell verimpft werde.

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, könne in der Alten Kelter noch deutlich mehr als bisher geimpft werden. Aktuell impft jede Praxis zwischen vier und acht Stunden in der Woche. Grundsätzlich könne der Impfbetrieb auf sieben Tage die Woche „hochgefahren“ und die Zeiten auf 7 bis 21 Uhr ausgedehnt werden. Bis zu vier weitere Praxen könnten sich noch beteiligen. Die Alte Kelter stehe so lange als temporäres Impfzentrum zur Verfügung, wie es aus Sicht der Ärzte und der Pandemie-Lage notwendig sei.

Seit 16. April hat Fellbach ein Hausärztliches Impfzentrum in der Alten Kelter. „Es läuft sehr gut“, sagt die Ärztin Petra Conrad nach drei Wochen. Sie nutzt seit dem Eröffnungstag regelmäßig die von der Stadt zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Das Konzept habe vom ersten Tag an reibungslos funktioniert und die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen steige. Konnte Conrad in der ersten Woche nach dem Start gerade einmal 32 Patienten impfen, sind es inzwischen zwischen 100 und 130

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