Waiblingen

Auch Stihl spürt steigende Energiepreise bereits "deutlich"

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Stihl Firmenlogo (Archivfoto). © Benjamin Büttner

Auch der Waiblinger Motorsägenhersteller Stihl ist schon jetzt von den Entwicklungen der Energiepreise betroffen. "Besonders in energieintensiven Bereichen wie in der Produktion und in unserem Magnesium-Druckgusswerk in Weinsheim spüren wir die steigenden Energiepreise deutlich", so das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion.

Stihl nutzt für die Energieversorgung sowohl Strom als auch Gas. "Die steigenden Strom- und Gaspreise verschärfen nochmals die ohnehin angespannte Situation, in der sich die Industrie befindet", so die Pressestelle. Diese Situation sei gekennzeichnet durch gestörte Lieferketten, Materialengpässe und gestiegene Rohstoff- und Materialpreise.

"Bereits heute können wir aufgrund dieser Rahmenbedingungen die hohe Nachfrage nach unseren Produkten nicht vollumfänglich befriedigen", so Stihl. "Weitere Störungen in der Lieferkette stellen nicht nur uns, sondern auch unsere Lieferanten vor große Herausforderungen." 

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet der Motorsägenhersteller laut der Pressestelle "kontinuierlich an Maßnahmen, um kurz- und langfristig die Energieeffizienz zu steigern, die Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen an unseren Standorten auszubauen und Erdgas durch nachhaltige Energieträger für die Versorgung der Werke – zumindest teilweise - zu substituieren". 

Schon seit 2013 würden in allen Werken fortlaufend Energieaudits durchgeführt, um Energie zu sparen. "Hauptziel ist eine deutliche Reduktion der fossilen Energieverbräuche, eine Transformation der Produktionsprozesse hin zu erneuerbaren Energiearten und die Senkung des Energieverbrauchs." 

So viel eingespart, wie 800 Vierpersonenhaushalte verbrauchen

In den letzten Jahren konnte Stihl "durch eine  Vielzahl von Maßnahmen" laut der Pressestelle 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen. Die Menge entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von circa 800 Vierpersonenhaushalten.

"Zu den Maßnahmen gehören z. B. Optimierungen von Versorgungsnetzen (Wärme, Kälte, Druckluft), Umrüstung auf LED-Beleuchtung, verbesserte Belüftungsanlagen, Wärmerückgewinnung, thermische Isolierung, diverse Optimierungen von Einzelanlagen, intelligente Steuerungen und die Anbindung an ein (regeneratives) Fernwärmeversorgungsnetz."

Stihl erzeugt im Werk 2 in Neustadt Strom

Im Werk 2 in Waiblingen-Neustadt produziert Stihl im eigenen Blockheizkraftwerk und mit einer Photovoltaik-Anlage eigenen Strom. Dadurch decke man rund zehn Prozent des Gesamtjahresverbrauchs im Stammhaus mit selbst erzeugtem Strom ab. Bezogen auf das Werk 2 sei es sogar ein Drittel des Jahresverbrauchs.

Der Waiblinger Automobilzulieferer Klingel fordert wegen der Strompreise "klare Signale" von der Politik. Die Firma aus Hohenacker befürchtet Mehrkosten im Millionenbereich.

Auch der Waiblinger Motorsägenhersteller Stihl ist schon jetzt von den Entwicklungen der Energiepreise betroffen. "Besonders in energieintensiven Bereichen wie in der Produktion und in unserem Magnesium-Druckgusswerk in Weinsheim spüren wir die steigenden Energiepreise deutlich", so das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion.

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Stihl nutzt für die Energieversorgung sowohl Strom als auch Gas. "Die steigenden Strom- und Gaspreise verschärfen nochmals die ohnehin angespannte

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