Waiblingen

Aufbau für den Waiblinger Kultursommer: Open Air mit 3G und Maskenpflicht

Aufbau Kultursommer
Der Rasen wird zum Schutz des Publikums vor Morast mit Plastikelementen ausgelegt. © Gabriel Habermann

Die Bühne steht. Die Brühlwiese beim Waiblinger Bürgerzentrum ist dabei, sich in eine Konzert-Arena zu verwandeln. Die Vorbereitungen für den Waiblinger Kultursommer laufen auf Hochtouren – für ein Ereignis, das in der Corona-Pandemie in dieser Größenordnung Seltenheitswert hat. Am Freitag geht’s los mit den Fantastischen Vier. 2000 Fans werden erwartet.

Ungewöhnlich ist nicht nur der Umstand, dass überhaupt wieder eine Massenveranstaltung stattfindet. Mindestens ebenso erstaunlich erscheint nach einem verregneten Sommer die günstige Wetterprognose. Kaum zu glauben, aber wahr: Die „Fanta Vier“ haben gute Chancen, dass ihre Konzerte nicht ins Wasser fallen.

Kultursommer soll kein Ischgl werden

Ein Open-Air mit bis zu 2000 Zuschauern pro Abend hört sich auf fast verstörende Weise nach Normalität an, allerdings gelten der Pandemie entsprechend besondere Hygieneregeln einschließlich der berühmten 3G – Einlass erhalten also nur Getestete, Geimpfte oder Genesene. „Wir bewegen uns selbstverständlich auf dem Boden der Corona-Verordnung und wollen nicht riskieren, dass der Kultursommer zu einem Superspreader-Event wie Ischgl wird“, sagt Oberbürgermeister Andreas Hesky.

Einhaltung der 3G-Regel wird an Eingängen kontrolliert

Die Einhaltung der 3G-Regel wird bei den Fanta-Vier-Konzerten an drei Stationen in Vorkontrollen vor dem Gelände geprüft. Dabei setzen die Veranstalter von der Stadt und ihre Partner vor allem auf digitale Nachweise, freilich dürfen die 3G auch durch Papier belegt werden. Während beim Kabarettabend mit Christoph Sonntag und Florian Schroeder sowie bei der „Romantic Night“ mit Daniel Hope, Thomas Hampson und Melanie Diener 2000 Stühle bereitstehen, handelt sich bei den Auftritten von Thomas D. und Co. um Stehkonzerte. Für den von der Bühne weiter entfernten Grünbereich in Richtung Rems können Besucher Picknick-Tickets buchen.

Vor der Bühne kann es bei den Fantastischen Vier eng zugehen, ans Einhalten der anderthalb oder zwei Meter Abstand ist dort schwer zu denken. Kurzum: Es gilt die Maskenpflicht. Nicht nur vor der Bühne, sondern auf dem gesamten Veranstaltungsgelände – und zwar bei allen Veranstaltungen, einschließlich der Sitzkonzerte. Zum Verzehr von Speisen und Getränken – auf dem Gelände gibt es Imbisswagen mit Grillwürsten und Langosch – darf die Maske abgenommen werden.

Für jeden Handgriff einen Plan B in der Tasche

Angesichts der Ausnahmesituation bietet die Stadt mehr Security-Personal auf als in vorpandemischen Zeiten üblich. Die Sicherheitsleute sollen auch durchs Publikum gehen und bei auffälligen Verstößen die Leute an die Regeln erinnern. Zum Einsatz kommt ein privater Security-Dienst, der schon Erfahrung mit Kulturveranstaltungen unter 3G-Regeln hat.

Brühlwiese mit Plastikplatten ausgelegt

Die technische Koordination mit dem Bühnenaufbau liegt in Händen der Waiblinger Veranstaltungstechnik-Spezialisten von Gierss. Für den guten Ton sorgt D&B Audiotechnik aus Backnang. Die Gesamtkosten der Kultursommer-Reihe inklusive Künstlergagen sind auf 800 000 Euro kalkuliert. Mit Eintrittsgeldern, einer 100 000-Euro-Spende der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung und weiteren Einnahmen soll der städtische Beitrag bei voraussichtlich 200 000 Euro liegen. So hat’s der Waiblinger Gemeinderat im Juni einstimmig beschlossen – was der Oberbürgermeister als klares Bekenntnis wertet, ein Zeichen für die Kultur setzen zu wollen. Dass die Einschränkungen auch als unangenehm empfunden werden können, ist den Veranstaltern bewusst. Aber: „Es geht ums Ermöglichen“, sagt der städtische Kulturchef Thomas Vuk – und die Besucher sollen sich sicher fühlen können.

Eingepreist in die Kostenplanung war auch von Anfang an das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen durch die sich verändernde Corona-Verordnung ebenfalls änderten. „Wir mussten für jeden Handgriff einen Plan B in der Tasche haben“, berichtet der Kulturmanager. Und das bei einer ungewöhnlich kurzen Vorbereitungszeit von nur drei Monaten. Wegen des miesen Sommerwetters kam so letztlich die Idee zustande, die Brühlwiese mit Bodenelementen aus Plastik auszulegen. Auf dass die Besucher zum Beispiel des Klassik-Abends nicht im Matsch versinken, sondern auf standsicheren Stühlen sitzen können.

Die Bühne steht. Die Brühlwiese beim Waiblinger Bürgerzentrum ist dabei, sich in eine Konzert-Arena zu verwandeln. Die Vorbereitungen für den Waiblinger Kultursommer laufen auf Hochtouren – für ein Ereignis, das in der Corona-Pandemie in dieser Größenordnung Seltenheitswert hat. Am Freitag geht’s los mit den Fantastischen Vier. 2000 Fans werden erwartet.

Ungewöhnlich ist nicht nur der Umstand, dass überhaupt wieder eine Massenveranstaltung stattfindet. Mindestens ebenso erstaunlich

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