Waiblingen

Ausgangssperre aufgehoben: Was auf dem Waiblinger Marktplatz, der Bahnhofstraße, beim Remspark und beim Drive-in los war

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Beim Burgerking um etwa 21 Uhr: Das ist nicht das Ende der Schlange. © Büttner

Wie ausgestorben wirkt die Waiblinger Innenstadt am schmutzigen Donnerstag. Der Postplatz, der sonst Treffpunkt für Jung und Alt darstellt, ist leer. Vereinzelt laufen Leute durch die Gassen der Altstadt. Obwohl mit dem 11. Februar die Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde, sind kaum Menschen in Waiblingen unterwegs.

Minus zehn Grad zeigt das Thermometer. Während eine Vielzahl an Fahrzeugen die Waiblinger Straßen entlang fährt, wirkt die Fußgängerzone wie leergefegt. Am Postplatz stehen ein paar junge Männer, die vier Sixpacks Bier in ein Auto einladen. „Wir würden draußen sitzen, aber dafür ist es viel zu kalt“, sagt einer der Männer. Dennoch seien sie froh, dass man nun auch nach acht Uhr aus dem Haus gehen könnte.

Einfach eiskalt

Auf dem Weg zum Waiblinger Marktplatz, vorbei am Rathaus und der Stadtbücherei, zeichnet sich ein ähnliches Bild: Menschenleere Straßen und vereinzelt ein paar Passanten auf dem Heimweg. Am Marktbrunnen steht eine junge Familie, sichtlich froh um die gelockerten Regelungen. „Es ist schön, auch nach acht Uhr mal das Haus verlassen zu können“, sagt die Mutter der beiden Kinder.

Dass dennoch kaum jemand zu dieser Uhrzeit unterwegs sei, hält sie nicht für verwunderlich: „Um den gesamten Abend draußen zu verbringen, ist es auch viel zu kalt“. Auch ein Beamter der Waiblinger Polizeibehörde sieht den Grund beim Wetter: „Es ist einfach viel zu kalt. Da ist kaum jemand auf der Straße unterwegs“. Besondere Vorkommnisse habe es während seiner Schicht nicht gegeben. Lediglich bei seiner Kontrollrunde habe er ein paar junge Erwachsene beim Schlittenfahren auf dem Sörenberg gesehen, so der Beamte.

In der Bahnhofstraße scheint die Aufhebung der Ausgangsbeschränkung ebenfalls keine großen Auswirkungen zu haben. Immer wieder laufen Mitarbeiter der dort ansässigen Lokale über die Straße zu den Lieferfahrzeugen. Eine Handvoll Menschen wartet an den Haltestellen auf den nächsten Bus.

Von Euphorie über die Lockerung ist wenig zu sehen. Südlich der Altstadt sieht die Lage etwas anders aus: Fast zehn Fahrzeuge stehen in der Schlange des Drive-Ins der Fastfood-Kette Burger King. Auch auf dem Parkplatz warten Kunden trotz eisiger Temperaturen auf ihre Bestellungen.

Doch wieder Ausgangssperre?

Vor dem Remspark kommt es zu einer Polizeikontrolle. Die Beamten, die mit einem Streifen- und einem Kastenwagen vorfahren, kontrollieren eine Gruppe Erwachsener, die zu mehreren vor dem Haupteingang des Gebäudes steht. Informationen zum Grund der Kontrolle lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.

Das Sozialministerium hat die Kommunen per Erlass angewiesen, nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr per Allgemeinverfügung umzusetzen, „wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner sieben Tage in Folge in einem Land- oder Stadtkreis bei einem diffusen Infektionsgeschehen überschritten ist und bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen die wirksame Eindämmung der Verbreitung von Erkrankungen mit dem Coronavirus ansonsten gefährdet ist.“ Das geht aus der Internetseite des Ministeriums hervor. Im Rems-Murr-Kreis lag die Inzidenz am Donnerstag bei 43.

Wie ausgestorben wirkt die Waiblinger Innenstadt am schmutzigen Donnerstag. Der Postplatz, der sonst Treffpunkt für Jung und Alt darstellt, ist leer. Vereinzelt laufen Leute durch die Gassen der Altstadt. Obwohl mit dem 11. Februar die Ausgangsbeschränkung aufgehoben wurde, sind kaum Menschen in Waiblingen unterwegs.

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Minus zehn Grad zeigt das Thermometer. Während eine Vielzahl an Fahrzeugen die Waiblinger Straßen entlang fährt, wirkt die Fußgängerzone wie leergefegt. Am

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