Waiblingen

Bäckerei Wolf in Waiblingen atmet auf: Poller in Rötestraße kommen weg

Poller
Die Stadt hat nun ihr Einverständnis gegeben, dass diese Poller für die Dauer der Sperrung der Rötestraße abmontiert werden. © ZVW/Alexandra Palmizi

Bäckermeister Andreas Wolf atmet auf. Denn in der Woche von Montag, 17. Mai 2021, an können sowohl Kunden wie auch seine Lieferanten in die Rötestraße einfahren. Eine einfache Sache, die doch über mehrere Wochen fraglich war. Denn im Zuge des neuen Verwaltungsgebäudes des Landratsamts, das die Kreisbau errichtet, hatte ein Winnender Tiefbauunternehmen für die Dauer von fünf Tagen eine Komplettsperrung angekündigt.

Die Rötestraße unweit der Agentur für Arbeit und des Staufer-Schulzentrums ist normalerweise eine Sackgasse und nur über die Johannes-Auwärter-Straße einfahrbar. Nur in dringenden Ausnahmefällen hätte das Unternehmen eine Stahlplatte über die Baugrube gelegt, wobei Anwohner eine große Portion Zeit und Geduld hätten aufbringen müssen. Das Unternehmen hatte in einem Brief an die Anwohner signalisiert, dass dies nicht andauernd gemacht werden könne, da die Arbeiten so lange unterbrochen werden müssen.

Wahrscheinlich weniger Kunden

„Rund 30 Wohneinheiten wären hiervon betroffen gewesen“, sagte Anwohnerin Dorothea Walther. Im Gespräch mit der Lokalredaktion zeigte sie sich ratlos, wo sie ihr Auto im dicht besiedelten Wohngebiet hätte abstellen sollen, wobei ihrer Meinung nach die Lösung ja so einfach sein könnte.

Ein Weg, der auch für Bäckermeister Andreas Wolf nicht nachvollziehbar war. Denn die Lösung lag für ihn ebenso auf der Hand: Man beseitigt „ganz einfach die Poller Richtung Emil-Münz-Straße“. Hätte die Stadt am Ende nicht ihr Einverständnis gegeben, hätte er die Kurzarbeit seiner Mitarbeiter erhöhen müssen. In der Rötestraße ist die Backstube, hier wickelt er die gesamte Produktion seiner Backwaren ab. Hier werden Mehl und andere Zutaten angeliefert.

Viele Unternehmen haben wegen Corona weniger Umsatz

Außerdem musste er davon ausgehen, dass der Kundenverkehr deutlich zurückgegangen wäre. Ohnehin verzeichnet er wie viele andere Unternehmen in der Corona-Krise deutlich weniger Aufträge und damit deutlich weniger Umsatz, da etwa die Belieferung vieler Kantinen weggefallen ist.

Warum sich die Stadt so lange geweigert hatte, dem Wunsch von Bäcker und Anwohnern nachzukommen, hängt unter anderem mit einem Zebrastreifen in der Emil-Münz-Straße zusammen, der sich quasi in Verlängerung der Rötestraße befindet. In Zeiten von Präsenzunterricht herrscht hier normalerweise reger Schülerverkehr. Solange die Rötestraße aber über die Emil-Münz-Straße befahrbar ist, wird auf den Fußgängerüberweg verzichtet.

Auch beim erneuten Beginn des Wechselunterrichts in der kommenden Woche werden hier deutlich weniger Schüler unterwegs sein, teilt der Fachbereich Bürgerdienste der Stadt mit.

Anwohner und Bäckerei hoffen, dass die Arbeiten mit dem Abbau der Poller schneller ablaufen

„Die Baumaßnahmen sind nicht trivial“, betont die Stadt. „Man hätte sie auch so abwickeln können, wie ursprünglich von der Stadt vorgesehen war!“ Auch wenn die Poller für einige Tage abmontiert werden, ermögliche das Tiefbauunternehmen mit dem Auflegen der Stahlplatte über der Grube die Einfahrt über die Johannes-Auwärter-Straße. Anwohner und die Bäckerei Wolf hoffen aber, dass die Kanalarbeiten eventuell mit dem Abbau der Poller nun schneller abgewickelt werden könnten.

Bäckermeister Andreas Wolf atmet auf. Denn in der Woche von Montag, 17. Mai 2021, an können sowohl Kunden wie auch seine Lieferanten in die Rötestraße einfahren. Eine einfache Sache, die doch über mehrere Wochen fraglich war. Denn im Zuge des neuen Verwaltungsgebäudes des Landratsamts, das die Kreisbau errichtet, hatte ein Winnender Tiefbauunternehmen für die Dauer von fünf Tagen eine Komplettsperrung angekündigt.

Die Rötestraße unweit der Agentur für Arbeit und des

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