Waiblingen

Bürgerinitiative fordert Ampel für Radüberweg

4799bea4-cf23-460d-b287-8488f0264039.jpg_0
Die gefährliche Stelle an der Landesstraße Richtung Strümpfelbach: Eine Stettener Interessengemeinschaft setzt sich dafür ein, dass Autofahrer hier ausgebremst werden. © ZVW/Benjamin Büttner

Kernen-Stetten. Eine Bürgerinitiative mit rund 275 Unterstützern hat sich um die Stettener Mutter Tanya Kasa formiert. „Sicherer Schulweg L1201“ heißt sie. Ihre Forderung: Eine Druckknopfampel für Radler und Fußgänger am Überweg über die Landstraße zwischen Endersbach und Strümpfelbach. Wie berichtet, queren dort unter anderem Schüler auf dem Weg nach Benzach die Straße.

Wie die Bürgerinitiative in einem offenen Schreiben an verschiedene Entscheidungsträger – das Regierungspräsidium in Stuttgart, das Landratsamt in Waiblingen sowie die Gemeindeverwaltungen und Ratsgremien von Weinstadt und Kernen – sowie Presse, Radio und Fernsehen mitteilt, halten die Unterstützer die bereits getroffenen Schutzmaßnahmen für unzureichend.


„Im vergangenen Jahr hat die Lokalpresse verschiedentlich über den gefährlichen Überweg – insbesondere für Fahrrad fahrende Kinder – über die L 1201 von Strümpfelbach nach Endersbach, auf Höhe des Mühlkanals, berichtet“, heißt es in dem Schreiben. „Auch fand im letzten Jahr ein Lokaltermin mit Vertretern des Regierungspräsidiums, des Landratsamtes, des Ordnungsamtes Weinstadt und unserer Sprecherin Tanya Kasa statt. Umgesetzt wurde daraufhin eine Verlängerung der 50er-Zone vor und hinter dem Übergang sowie das Aufbringen von Fahrrad-Piktogrammen auf beiden Fahrbahnseiten. Diese Maßnahmen sind nach wie vor absolut unzureichend! Noch immer sind wir der Meinung, dass nur eine Bedarfs-Druckknopfampel für die dort querenden FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen einen wirksamen Schutz bietet.“

Verweis auf wachsende Schülerzahl

Die Bürgerinitiative begründet ihre Forderung damit, dass nicht nur eine wachsende Zahl von Schulkindern den Überweg nutze, sondern auch Ausflügler (inklusive der Besucher der Remstal-Gartenschau) und Jakobs-Wanderer. Betroffen seien dabei unter anderem besonders schutzwürdige Altersgruppen wie Kinder und Senioren. „Diese Aufzählung zeigt, dass hier eine hohe Überquerungsfrequenz vorhanden ist“, so die Bürgerinitiative.

Einer Verkehrszählung, die die Stadt Weinstadt fürs Frühjahr angekündigt hatte, hält sie entgegen: „Die geplante Zählung im Rahmen der Erhebung wird dies (die „hohe Überquerungsfrequenz“) nicht unbedingt bestätigen, da Tag, Uhrzeit und Zeitraum eine große Rolle spielen. Daher halten wir solch eine Zählung für nicht zielführend. Wir bitten Sie dringend, die Möglichkeiten einer Bedarfs-Druckknopfampel zum Schutz der o. g. Personengruppen zu prüfen.“

Vorschlag: Modellprojekt starten

In ihrem Brief zeigt sich die Initiative aufgeschlossen und gesprächsbereit: Die Unterstützer seien bereit, die Zuständigen bei der Suche nach geeigneten technischen Möglichkeiten für eine Bedarfs-Druckknopfampel zu unterstützen. „Sollte der Fall vorliegen, dass es eine Druckknopfampel auf einer Landesstraße noch nicht gibt, wäre darüber nachzudenken, hier ein Modellprojekt zu starten. Eventuell wäre in diesem Fall eine Förderung vom Land Baden-Württemberg oder gar von der EU möglich.“