Waiblingen

B-14-Auffahrt Waiblingen-Mitte: Ist die Baustelle rechtzeitig vor Start des Corona-Impfzentrums in der Rundsporthalle fertig?

B14-Baustelle
Am 11. August 2020 wurde mit der Sanierung der Brücke über die Beinsteiner Straße begonnen. © Alexandra Palmizi

Sind die Staus wegen der gesperrten B-14-Auffahrt Waiblingen-Mitte bald vorbei? Fakt ist, dass dies nicht nur für viele geplagte Autofahrer wichtig ist, sondern auch für die Inbetriebnahme des Kreis-Impfzentrums (KIZ) für den Rems-Murr-Kreis. Das soll, so viel ist seit Anfang Dezember 2020 klar, in der Waiblinger Rundsporthalle entstehen.

Damit das Impfzentrum problemlos erreicht werden kann, müssen bis dahin die Arbeiten an der Brücke in der Beinsteiner Straße abgeschlossen sein. Vom ursprünglichen Zeitplan her müsste das passen: Demnach wollte der Landkreis bis zum Wochenende vom 12./13. Dezember 2020 alle Arbeiten abgeschlossen haben. Nun nähert sich der Termin und die Frage ist: Kann das Ziel erreicht werden?

Witterung spielt eine entscheidende Rolle

Karsten Klein, Teamleiter im Straßenbauamt des Rems-Murr-Kreises, weiß, dass in seinem Gewerbe die Witterung eine entscheidende Rolle spielt. Wenn die Temperaturen unter null Grad liegen, es permanent regnet oder sogar schneit, dann können die Bauarbeiter ihren Job nicht in der üblichen Zeit erledigen – oder müssen komplett pausieren. Fahrbahnmarkierungen brauchen beispielsweise trockenes Wetter, kein nasses. Wenn es also regnet, dann müssen die Arbeiten ruhen.

Neue Asphaltdecke für die Brücke

Dank der lange milden Witterung im November haben die Arbeiter indes viel geschafft. Die Brückenkappen an den beiden Rändern der Brücke sind mittlerweile fertig. Und auch die Gerüste, die für die Herstellung der Brückenkappen nötig waren, konnten längst abgebaut werden. Brückenkappen sind tragende Elemente, zudem fungieren sie meist als Rad- und Fußweg. Auch die neue Asphaltdecke ist auf der Brücke mittlerweile fertig.

Jetzt gibt es Wartungstreppen

Dazu haben die Arbeiter sogenannte Wartungstreppen errichtet, die die Böschung hinunterführen. Eine liegt links, die andere rechts. „Die gab es nicht“, sagt Karsten Klein vom Straßenbauamt. Da aber bei Brückenprüfungen das Equipment immer umfangreicher werde, sei es heutzutage sehr wichtig, diese Wartungstreppen zu haben. In den vergangenen Wochen wurden zudem die Geländer und der Lärmschutz installiert.

Noch fehlen die Schutzplanken und die Fahrbahnmarkierungen

Was jetzt noch fehlt, sind die Schutzplanken und die Straßenmarkierungen. Bevor diese nicht da sind, kann die Brücke nicht für den Verkehr freigegeben werden. Karsten Klein vom Straßenbauamt sagte unserer Zeitung am Montag, 7. Dezember, dass der Schutzplankenbauer eigentlich in dieser Woche seine Arbeit erledigen soll. So war es geplant. Die Fahrbahnmarkierungen sollen am Dienstag, 15. Dezember, erfolgen.

Geht dann alles nach Plan, könnte die Freigabe für den Straßenverkehr Ende nächster Woche erfolgen – sprich am 17. oder 18. Dezember 2020. Das ist nur ein paar Tage später, als Karsten Klein noch Anfang November dachte.

Gab es Probleme wegen Corona?

Wegen der Witterung kann sich die Planung natürlich noch weiter verzögern. Und wegen der Pandemie ist es jederzeit möglich, dass ein Baustellentrupp plötzlich in Quarantäne muss, weil es einen Infektionsfall gibt. Bis jetzt allerdings gab es laut Teamleiter Karsten Klein bei der Brücke über die Beinsteiner Straße keine Verzögerungen wegen Corona. Anfang November wurde zwar bekannt, dass ein Vertreter der Baufirma bei einer Feier Kontakt mit jemandem hatte, der infiziert ist – doch das hatte für die Bauarbeiter vor Ort keine Auswirkungen. Grund: Es gab davor keinen Kontakt zu der Baukolonne.

Wurde der Kostenrahmen eingehalten?

Bleibt noch die Frage, ob das Projekt weiter im Kostenrahmen ist. 750 000 Euro stehen bislang bereit, 325 000 Euro davon stammen aus dem Landesprogramm „Kommunaler Sanierungsfonds“. Karsten Klein sagte dazu am Montag Folgendes: „Wir haben vielleicht leicht höhere Kosten, aber wirklich nur leicht.“ Grund dafür sei, dass bei Instandsetzungen, anders als bei einem Neubau, vorher niemand genau wisse, wie es wirklich um die Bausubstanz bestellt ist. Im konkreten Fall der Brücke über die Beinsteiner Straße mussten etwa die Brückenkappen ganz statt nur teilweise ausgewechselt werden.

Sobald es einen offiziellen Eröffnungstermin für die Brücke bei der B-14-Auffahrt Waiblingen-Mitte gibt, will das Landratsamt die Öffentlichkeit informieren. Und jeder Auto- und Lastwagenfahrer, der auf der Strecke von Korb nach Waiblingen monatelang regelmäßig im Stau stand, dürfte sich freuen.

Sind die Staus wegen der gesperrten B-14-Auffahrt Waiblingen-Mitte bald vorbei? Fakt ist, dass dies nicht nur für viele geplagte Autofahrer wichtig ist, sondern auch für die Inbetriebnahme des Kreis-Impfzentrums (KIZ) für den Rems-Murr-Kreis. Das soll, so viel ist seit Anfang Dezember 2020 klar, in der Waiblinger Rundsporthalle entstehen.

Damit das Impfzentrum problemlos erreicht werden kann, müssen bis dahin die Arbeiten an der Brücke in der Beinsteiner Straße abgeschlossen sein. Vom

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