Waiblingen

Bahnhof Waiblingen: Bus-Fahrgäste warten unter kaputten Glaspilzen

buswarte
Glaspilz mit geborstenen Scheiben am Waiblinger Bahnhof. © Kölbl

Verdreckte und – schlimmer noch – geborsten Scheiben: Die alten Glaspilze am Busbahnhof Waiblingen bieten einen unschönen Anblick. Die Metallstreben ragen wie Skelette in die Luft. Die gute Nachricht für die Fahrgäste der Busse, die am Bahnhof Waiblingen starten: Die Stadt wird die Pilze durch solide Wartehäuschen ersetzen. Die nicht ganz so gute: Aufgrund von der aktuellen Lieferschwierigkeiten und Engpässen bei den Rohstoffen wird der Austausch wohl kaum vor Ende 2022 erfolgen. Einen genauen Liefertermin konnte die beauftragte Firma nach Angaben der Stadt nicht mitteilen.

Busumfahrung für Unkundige schwierig

Nach und nach modernisieren Stadt und Bahn den Bahnhof und den Vorplatz. Der große Wurf zur Umgestaltung des Busbahnhofs lässt freilich noch mindestens bis zur Internationalen Bauausstellung IBA 2027 auf sich warten. Nicht zuletzt steht die für Ortsunkundige gewöhnungsbedürftige Busumfahrung auf dem Prüfstand. Sechs Haltestellen dort sind mit den besagten Glaspilzen aus der Bauzeit des neuen Bahnhofs um 1980 ausgestattet. Nicht nur optisch wirken sie traurig, die Stadtverwaltung konstatiert zudem: „Die Glaspilze sind zu allen Seiten offen und bieten nahezu keinen Wind- und Wetterschutz.“

Fahrgäste besser vor Wind und Wetter geschützt

Sie werden künftig durch weniger originelle, dafür zweckmäßige Standard-Buswartehäuschen der Firma Kienzler Stadtmobiliar GmbH ersetzt, wie sie bereits in der Schorndorfer Straße und in der Bahnhofstraße anzutreffen sind. Sie werden mittels eines Solarpaneels beleuchtet und sind – im Gegensatz zu den Glaspilzen – an drei Seiten geschlossen, um Fahrgäste vor Wind und Wetter zu schützen. Platz bieten sie jeweils für fünf beziehungsweise sechs Personen.

Irrtum bei den Zuständigkeiten

Entsorgung der alten Glaspilze, der Kauf und Aufbau der Wartehäuschen – all das kostet die Stadt Waiblingen insgesamt rund 230.000 Euro. Wohlgemerkt: die Stadt, nicht die Bahn. Über Jahrzehnte hatte die Annahme vorgeherrscht, die Bahn sei für die Instandhaltung der Pilze zuständig. Ein Irrtum. Bei genauerem Vertragsstudium durch die Stadt stellte sich heraus, dass die Zuständigkeit und damit die Kostenverantwortlichkeit bei der Stadt liegt.

Verdreckte und – schlimmer noch – geborsten Scheiben: Die alten Glaspilze am Busbahnhof Waiblingen bieten einen unschönen Anblick. Die Metallstreben ragen wie Skelette in die Luft. Die gute Nachricht für die Fahrgäste der Busse, die am Bahnhof Waiblingen starten: Die Stadt wird die Pilze durch solide Wartehäuschen ersetzen. Die nicht ganz so gute: Aufgrund von der aktuellen Lieferschwierigkeiten und Engpässen bei den Rohstoffen wird der Austausch wohl kaum vor Ende 2022 erfolgen. Einen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper