Waiblingen

Bau-Start in der Ortsmitte Hohenacker: Wer ins neue Geschäftshaus einziehen soll

Neubau Ortsmitte Hohenacker
Spatenstich mit Vincenzo Giuliano (Sparkasse), OB Sebastian Wolf, Landrat Dr. Richard Sigel und Kreisbauchef Dirk Braune. © ALEXANDRA PALMIZI

Auf der Brache in der Ortsmitte von Hohenacker haben die Bauarbeiten begonnen. Anstatt der alten maroden Gebäude errichtet die Kreisbaugesellschaft ein Wohn- und Geschäftshaus mit 13 öffentlich geförderten Mietwohnungen. Ins Erdgeschoss zieht die Kreissparkasse Waiblingen. In deren bestehenden Räumen neben dem Netto-Markt soll ein Restaurant einziehen. Ein Mieter steht noch nicht fest. Italienisch, schwäbisch oder was anderes? Kreisbau-Chef Dirk Braune möchte sich aktuell auf keine Nationalitäten-Küche festlegen. Denn: „Wir stehen bei der Suche ganz am Anfang.“ Eine Vorgabe gilt indes für alle möglichen Interessenten: Das Restaurant sollte im Sommer den Vorplatz zur Außenbewirtschaftung nutzen und dem benachbarten Eiscafé Piccolino keine Konkurrenz machen, sondern das Angebot ergänzen.

Die Kreissparkasse, die sich vielerorts aus der Fläche zurückzieht, bekennt sich zum Standort Hohenacker, wobei die Filiale durch den Umzug auf die andere Straßenseite um etwa die Hälfte auf 350 Quadratmeter vergrößert wird. „Wir investieren in ein modernes Beratungscenter“, sagt Vorstandsmitglied Vincenzo Giuliano. In Zeiten des Online-Bankings sind es weniger die schnellen Dienstleistungen am Schalter, die gefragt sind, sondern Räume für ausführliche Gespräche, insbesondere über Baufinanzierung. Das gelte erst recht in Zeiten gestiegener Zinsen, in denen manche Bauherren ihre Investition noch genauer planen müssen.

Bezahlbarer Wohnraum auch ohne Berechtigungsschein

Die 13 geförderten Mietwohnungen zählen zum Wohnungsbau des Rems-Murr-Kreises, der in den nächste Jahren 500 zusätzliche Wohnungen vorsieht. Dabei liegt laut Landrat Dr. Richard Sigel nach dem Motto „Waiblingen first“ der Fokus auf der größten Stadt. Doch der Wohnungsbau darf, so eine Erkenntnis der vergangenen Jahre, sich nicht nur auf geförderte Wohnungen beschränken. „Bewusst nehmen wir auch die Menschen in den Blick, die keinen Wohnberechtigungsschein haben, und bieten verstärkt reguläre Mietwohnungen an.“ So etwa am Rande des ehemaligen Klinikareals. Auch diejenigen Familien, welche ganz knapp keinen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, hätten Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Entsprechend planen Kreis und Kreisbau weitere 290 Wohnungen.

Dritter Abschnitt der Ortsmitte

Beim Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Benningerstraße/Karl-Ziegler-Straße handelt es sich um den dritten Bauabschnitt der Ortsmitte Hohenacker. Mehr als zehn Millionen Euro hatte die Kreisbau im Zuge der ersten beiden Bauabschnitte – im Jahr 2010 das neue Dienstleistungszentrum mit dem Netto-Markt, 2015 die 15 seniorengerechten und betreuten Wohnungen – investiert. Für Abschnitt drei kommen weitere 5,3 Millionen Euro dazu. Die Bauzeit liegt bei voraussichtlich 15 Monaten, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2024 geplant. Heute befinden sich im Dienstleistungszentrum außer Discounter und Sparkasse das Pflegeheim der Diakonie, ein Friseursalon, ein Polizeiposten und das besagte Eiscafé , das nicht zuletzt wie prädestiniert scheint, dass dort Bewohner des Pflegeheims mit ihren Besuchern einkehren.

Fahrrad-Stellplätze statt Auto-Parkplätze

Von Anfang an bemerkenswert aus Sicht des Kreisbau-Geschäftsführers Dirk Braune: Der Lebensmittelmarkt ließ sich nicht wie so oft irgendwo am Ortsrand nieder, weil dort viel Platz für Parkplätze ist, sondern tatsächlich lebensnah in der Ortsmitte. Mit 75 Stellplätzen sei das Angebot nicht riesig, aber auskömmlich. Sie stehen auch den künftigen Bewohnern zur Verfügung. Neue Parkplätze für Autos gibt’s nicht, dafür 30 Fahrrad-Stellplätze hinter dem Haus.

Das Bauprojekt trage mit der Kreissparkassen-Filiale zur Stärkung des Ortskerns bei, sagt Oberbürgermeister Sebastian Wolf. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart.

Die Wohnungen in verschiedenen Größen werden zwischen einem und vier Zimmer umfassen. Das Gebäude wird ans Blockheizkraftwerk der Stadtwerke im Dienstleistungszentrum angeschlossen.

Auf der Brache in der Ortsmitte von Hohenacker haben die Bauarbeiten begonnen. Anstatt der alten maroden Gebäude errichtet die Kreisbaugesellschaft ein Wohn- und Geschäftshaus mit 13 öffentlich geförderten Mietwohnungen. Ins Erdgeschoss zieht die Kreissparkasse Waiblingen. In deren bestehenden Räumen neben dem Netto-Markt soll ein Restaurant einziehen. Ein Mieter steht noch nicht fest. Italienisch, schwäbisch oder was anderes? Kreisbau-Chef Dirk Braune möchte sich aktuell auf keine

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