Waiblingen

Behinderungen noch bis Mitte August

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In der Neustädter Ortsmitte fließt der Verkehr wegen der Baustelle nur auf einer Fahrbahn. Foto: Palmizi © Alexandra Palmizi / ZVW

Waiblingen-Neustadt. Drei Wochen etwa werden Autofahrer sich noch gedulden müssen, bis der Verkehr in der Neustadter Hauptstraße wieder flutscht. Die Ortsdurchfahrt bleibt vorerst noch einspurig. Nach Abschluss der Kanalsanierung sind jetzt die Belagsarbeiten an der Reihe, die sich abschnittsweise bis zur Rewe-Einfahrt fortsetzen werden.

10 000 Autos und 1000 Lastwagen passieren jeden Tag Neustadt, ein Großteil des Anlieferverkehrs der Firma Stihl verläuft über die Neustadter Hauptstraße. Seit Mai nur einspurig – eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Damit die sich davor bildenden Autoschlangen in einem Rutsch durchfahren können, ist die Anlage mit Detektoren ausgestattet, die das Ende der Schlange erkennen und dann auf Rot schalten. So dauert eine Phase etwa 90 Sekunden, zu den Stoßzeiten auch zwei Minuten. „Die detektorengestützte Ampel ist zwar etwas teurer, dafür läuft der Verkehr aber recht gut“, fasst Michael Seeger, Leiter des städtischen Fachbereichs Infrastruktur, die Erfahrungen der vergangenen Wochen zusammen.

Hitze verlangsamt das Auskühlen des frischen Straßenbelags

Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens gestaltete sich die Kanalerneuerung auf Höhe der Torstraße als vergleichsweise knifflig. Dazu verlief die Abwasserleitung teils ungewöhnlich tief – mehr als fünf Meter unter dem Boden – und alles andere als geradlinig. Dadurch wurde ein größerer Bagger notwendig, als sonst bei Kanalarbeiten üblich, und der Baustellenbereich musste erweitert werden. So wollen es die Sicherheitsbestimmungen bei solchen Tiefen. Darum musste der Verkehr streckenweise über den Gehweg auf der Hangseite ausweichen, der ohnehin wenig genutzt wird. Eine gewisse Tücke steckte in Details wie einem Gully, der überaus großzügig in Beton eingegossen war, was die Arbeiter beim Ausbau vor Probleme stellte.

Etwa 60 Jahre alt war der bestehende Kanal. „Für eine Sanierung im Inliner-Verfahren war er schon zu kaputt“, berichtet Oliver Strauß, Abteilungsleiter für Straßen und Brücken. Nicht zuletzt aus hydraulischen Gründen wurde beim Austausch die Leitung von 30 auf 40 Zentimeter Innendurchmesser aufgerüstet. Sind wie hier Straßenarbeiten fällig, pflegt die Stadt Waiblingen seit einigen Jahren einen „ganzheitlichen Ansatz“, wie Michael Seeger es nennt. Was bedeutet, dass alle in absehbarer Zeit anstehenden Arbeiten in einem Rutsch erledigt werden, statt alle paar Jahre an gleicher Stelle aus jeweils unterschiedlichen Gründen eine Baustelle einzurichten.

Rund 560 000 Euro verbaut die Stadt insgesamt für die Kanalerneuerung auf 135 Metern Länge und die Belagsarbeiten. Am Dienstag standen Reinigungsarbeiten und das Aufbringen der Bitumenschicht im Mittelpunkt, am Mittwoch bekommt der von der Kanalerneuerung betroffene Abschnitt den endgültigen Belag, bevor die Baustelle die Straße wechselt. Wegen der Hitze braucht der Belag etwas länger zum Auskühlen. Ab Anfang nächster Woche soll die Baustelle dann in Richtung Rewe wandern. Um Flüsterbelag handelt es sich zwar nicht, dennoch werden die Anwohner profitieren: Der frische, (noch) makellose Belag wird vorerst leiser sein.

 

Und noch eine neue Umleitung:

Wegen der Bauarbeiten auf dem alten Krankenhaus-Gelände kommt es voraussichtlich von Ende August an zu einer Teilsperrung der Winnender Straße, die drei Monate andauern soll.

Der Verkehr zwischen Talaue, Korber Höhe und Galgenberg kann dann wohl nur einspurig fließen. Eine Umleitung über die Korber Straße ist in Planung.