Waiblingen

Beim TC Waiblingen geht der Spielbetrieb wieder los: Was Tennis-Spieler nach der Corona-Pause beachten müssen

Detlef Held TC Waiblingen
Detlef Held ist Vorsitzender des Tennis-Clubs Waiblingen. Nun hat er eine neue Aufgabe: Als Corona-Beauftragter soll er sicherstellen, dass sich die Mitglieder an die Regeln halten. © Gabriel Habermann

Seit Montag darf auf den Tennisplätzen im Freien wieder der Schläger geschwungen werden. Der anhaltende Regen machte den Mitgliedern des Tennis-Clubs Waiblingen am Tag der Eröffnung zwar einen Strich durch die Rechnung, am Dienstag waren die Plätze aber durchgehend gebucht, berichtet Detlef Held, Vorsitzender des Vereins – und nun auch Corona-Beauftragter. Gemeinsam mit Stellvertreterin Regine Ulmer steht er den Mitgliedern für Fragen zu den neuen Corona-Verhaltensregeln zur Verfügung. Der Württembergische Tennis-Bund empfiehlt die Ernennung von Corona-Beauftragten, damit diese die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln beobachten und die Spieler bei Nichteinhaltung an die Maßnahmen erinnern.

Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter: Keine Umarmung zum Wiedersehen

Endlich sehen sich die Sportler wieder auf dem Platz. Kommt es da nicht mal zu der ein oder anderen Umarmung? Held hofft, nicht. Er verweist auf die allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Natürlich sei es schade für die Mitglieder, sich nach so einer langen Zeit nicht in den Arm nehmen oder mit einem Handschlag begrüßen zu können, sagt Held. „Gut ist aber, dass man seine Ängste teilen kann.“ Die Frage „Wie geht’s dir?“ habe der Vorsitzende zwischen den Mitgliedern nicht als Floskel, sondern als ehrlich und aufrichtig wahrgenommen.

Dass die Plätze wieder offen sind und das Training starten kann, sei vor allem für die Trainer wichtig, die davon leben, sagt Held. Denn die habe die Schließung besonders hart getroffen. Vom einen auf den anderen Tag verloren sie Mitte März ihr Einkommen. Sie beantragten Corona-Soforthilfe und hielten sich damit über Wasser, berichtet Held. Doch die Einnahmen fehlen.

Große Solidarität mit dem Verein

Glücklich ist der Vorsitzende über die große Solidarität der Mitglieder mit dem Verein. Nur einer von rund 150 Sportlern, die ein Abo für die Hallennutzung hatten, forderte sein Geld zurück. Das Club-Restaurant, das erst im Februar den Pächter wechselte, sei von den Mitgliedern durch die Nutzung des Abhol- und Lieferservices unterstützt worden.

Dass die momentane Situation nicht normal ist, wird überall auf dem Vereinsgelände deutlich. Es hängen Hinweisschilder mit den Verhaltensregeln an den einzelnen Plätzen und am Eingang des Vereinsheims. Statt sich auf der bisherigen Stecktafel einen Platz zu reservieren, nutzen die Mitglieder nun einen Touch-Bildschirm. Über den können die Mitglieder einen Platz buchen. Auf das Buchungssystem, das der Verein bisher nur für die Hallenaufteilung verwendete, können die Mitglieder aber von überall aus zugreifen.

Vitamin B verhilft zu Desinfektionsmittel

Neben dem Bildschirm steht Desinfektionsmittel. Davon braucht der Verein momentan einiges. Das zu besorgen war für den Verein aber zum Glück leicht. Denn Axel Lenhart, Geschäftsführer der Neustädter Firma Lenhart Kosmetik, die den Schwerpunkt ihrer Herstellung seit der Corona-Pandemie auf Handhygiene legt, ist Mitglied im Verein. Das nötige Desinfektionsmittel spendete der Unternehmer.

Die Toiletten sind geöffnet. Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen. Auf dem Platz dürfen sich mit Trainer höchstens vier Personen aufhalten. Im Doppel dürfen die Sportler erst mal nicht spielen. Das sieht die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vor, denn in der Doppelpartie würden die Spieler sich zu nahe kommen.

Momentan ist die Anlage nur für Mitglieder geöffnet. Das sei für eine mögliche Verfolgung von Infektionsketten einfacher, sagt Held. Auf Dauer soll das allerdings nicht so sein. Denn: „Den Gast haben wir auf jeden Fall im Blick.“

Entscheidung über Verbandsrunde kommt am 17. Mai 

Unklar ist noch, ob Tennis-Spieler in Baden-Württemberg in diesem Jahr auf dem Platz um Punkte spielen. Am 17. Mai verkündet der Württembergische Tennis-Bund die Entscheidung, der die Vereine gespannt entgegenfiebern. „Ich bin absoluter Befürworter, dass diese Runde gespielt wird“, sagt Held. „Wir müssen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wieder einsteigen.“

Auch Besucher möchte der Vorsitzende auf der Vereinsanlage willkommen heißen: „Wenn Sport im Freien erlaubt ist, finde ich es richtig und wichtig, Besucher dabeizuhaben.“

Seit Montag darf auf den Tennisplätzen im Freien wieder der Schläger geschwungen werden. Der anhaltende Regen machte den Mitgliedern des Tennis-Clubs Waiblingen am Tag der Eröffnung zwar einen Strich durch die Rechnung, am Dienstag waren die Plätze aber durchgehend gebucht, berichtet Detlef Held, Vorsitzender des Vereins – und nun auch Corona-Beauftragter. Gemeinsam mit Stellvertreterin Regine Ulmer steht er den Mitgliedern für Fragen zu den neuen Corona-Verhaltensregeln zur Verfügung. Der

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