Waiblingen

Beinstein feiert seine neue Ortsmitte

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Sabine Reiser vom Regierungspräsidium hielt ein Grußwort bei der offiziellen Übergabe der neuen Mitte in Beinstein. © Habermann / ZVW
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Barrierefreie Bushaltstelle © Habermann / ZVW

Waiblingen-Beinstein. Weit wirkt der Platz vor dem Beinsteiner Rathaus. Statt Stufen, Mäuerchen und des kaputten Kopfsteinpflasters steht nach dem Umbau eine ebene Lauffläche zur Verfügung. „Wir können stolz sein, eine schöne, fußgängerfreundliche, rollstuhlgerechte, mit Parkplätzen und Grünbereichen versehene Ortsmitte einweihen zu können“, sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky. Keine Frage: Die Zeiten, in denen sich Rollatorfahrer abmühten und Absätze stecken blieben, sind vorbei.

„Die Neugestaltung der Beinsteiner Ortsmitte war ein großer Wunsch aus der Bevölkerung“, erinnerte der Oberbürgermeister am Mittwoch bei der Einweihung des Platzes. 2012 wurde das Freiraumkonzept erarbeitet, dem intensive Beratungen im Ortschaftsrat, die Untersuchung verschiedener Varianten und eine rege Bürgerbeteiligung folgten. „Aus der Bürgerschaft wurden viele wertvolle Ideen eingebracht, die in die Planungen einflossen, um die „gute Stube von Beinstein“ lebenswert zu erhalten, Verbesserungen zu erreichen und flexible Nutzungsmöglichkeiten der Freiflächen zu gewährleisten“, sagte Hesky.

Projekt von vielen mitgestaltet

Auf Wunsch der Bürger sei das alte Pflaster entfernt worden, was vereinzelt, aber laut kritisiert worden sei. Letztlich hätten die umfangreichen Beratungen in den Gremien, aber auch die Gespräche mit den Bürgern dazu geführt, dass das Projekt nicht nur mitgetragen, sondern von vielen auch mitgestaltet wurde. Heute könnten alle zufrieden sein, die schöne und fußgängerfreundliche neue Ortsmitte einweihen zu können, zeigte sich Hesky überzeugt. Damit stehe „die schönste Waiblinger Ortschaft im südlichen Osten der Kernstadt wieder einmal im Mittelpunkt“.

Verwaistes Lebensmittelgeschäft lässt Wünsche offen

Freilich: Angesichts des verwaisten Lebensmittelgeschäftes bleiben noch Wünsche offen. „Wir alle wünschen uns, dass Beinstein bald wieder einen Lebensmittelmarkt bekommt“, räumte auch der Oberbürgermeister ein. Ob dies gelinge, könne noch niemand sagen. Was der Stadt und der Ortschaft möglich war, sei allerdings geschehen. Und für die Suche nach einem neuen Betreiber sei es ein Glücksfall, dass mit der Umgestaltung auch Parkplätze zur Verfügung stehen.

Fördergelder wurden eingesetzt

1,13 Millionen Euro hat die Stadt in die Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Beinstein“ investiert. 580 000 Euro kamen an Fördergeldern aus dem Landessanierungsprogramm. Hesky dankte dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie dem Regierungspräsidium Stuttgart für die Finanzhilfen und für die Verlängerung des Bewilligungszeitraumes, womit die Maßnahme „Ortsmitte Beinstein“ abgeschlossen werden konnte.

Überraschende Glückwünsche vom Regierungspräsidium

Die Glückwünsche des Regierungspräsidiums überbrachte die Leitende Regierungsdirektorin Sabine Reiser. Die Maßnahme sei von vielen gemeinsam getragen worden, vom Oberbürgermeister über den Ortsvorsteher bis zur Baubürgermeisterin. Im Ortschaftsrat und im Gemeinderat habe sie zu hitzigen Diskussionen geführt, doch am Ende trage der Platz nun die Handschrift der Bevölkerung. „Liebe Bürger, es muss Sie freuen, Sie haben sich hier eingebracht“, sagte Reiser.

„Die Städtebauförderung ist das zentrale Mittel zur Förderung der Infrastruktur“

Jährlich gehen beim Land viermal mehr Förderanträge ein, als bewilligt werden. „Die Städtebauförderung ist das zentrale Mittel zur Förderung der Infrastruktur“, erklärte die Leitende Regierungsdirektorin. Gut angelegt ist das Geld allemal: Jeder Euro, den das Land für Städtebau ausgibt, zieht weitere Investitionen nach sich und löst laut Reiser einen achtfachen Umschlag aus. Besonders erfreulich: Die Aufwertung der Ortsmitte habe viele Privatleute zu Sanierungen bewogen.

Dorffest am 18. Juni

Nach der Übergabe mit Stadträten, Ortschaftsräten, der Verwaltung und Vertretern des Regierungspräsidiums findet am Sonntag, 18. Juni, ein Dorffest statt, bei dem die Beinsteiner ihre neue Ortsmitte feiern.