Waiblingen

Beinsteiner Bauer Daniel Schmid: Erdbeeren in diesem Jahr vier Wochen später als sonst

Bauer Schmid
Obst- und Gemüsebauer Daniel und Tochter Alissa Schmid gehen von einer guten Erdbeersaison aus. © Benjamin Büttner

Vier Wochen später als sonst können in diesem Jahr Erdbeeren geerntet werden, so der Beinsteiner Obst- und Gemüsebauer Daniel Schmid im Gespräch mit der Lokalredaktion. Grund dafür ist die andauernde Kälte im Frühjahr. Nachdem vor gut zwei Wochen die ersten Früchte gepflückt wurden, kommt die Erdbeersaison allmählich in Schwung, was sich bald auch im Preis bemerkbar machen wird.

Im Gegensatz zu den Erdbeeren hat das Wetter dem Spargel nicht so sehr geschadet, erklärt Daniel Schmid. Die wenigen wärmeren Tage im Februar und März haben den Boden aufgewärmt. „Das reicht aus, dass der Wuchs vorangeht“, so Schmid. Der Spargel, über welchen Mini-Tunnel gespannt werden, war in diesem Jahr sogar etwas früher dran als sonst. Traditionell wird am 24. Juni das Ende der Spargelsaison eingeläutet, bei Grünspargel ist meistens in der zweiten Juniwoche Schluss.

Familienbetrieb baut überwiegend Grünspargel an

Auf dem Gelände des Hofmarkts Schmid in Beinstein wird verstärkt Grünspargel und weniger weißer Spargel angebaut. Das hat mit dem Arbeitsaufwand zu tun. „Wir sind sehr vielschichtig – das schätzen unsere Kunden an uns“, erklärt Daniel Schmid und verweist etwa auf die Himbeerproduktion oder den Feldsalat im Winter. Für weißen Spargel gelten beim Weiterverkauf besondere Anforderungen. Dazu zählt, dass er nach Länge, Dicke oder Wuchsform unterschieden wird. Spargel kann immer erst im dritten Jahr geerntet werden. „Er wächst zwei Jahre durch – das wissen viele nicht“, betont er.

Ähnlich wie Spargel werden inzwischen auch Erdbeeren in sogenannten Dammkulturen auf den Feldern angepflanzt. Das bedeutet, dass sich die Erdbeerreihen auf Dämmen befinden, unterirdisch verläuft ein Bewässerungsschlauch. Gleichzeitig bleibt die Erde im Damm locker, ein guter Wuchs sei so möglich, weiß Obst- und Gemüsebauer Daniel Schmid. 15 Hektar von insgesamt rund 65 Hektar bewirtschaftet die Familie allein mit Erdbeerfeldern. Die Hälfte der Felder liegt bei Hohenacker, Hegnach und Stuttgart-Mühlhausen. Die andere Hälfte in Beinstein.

In einer Nacht waren Blüten der frühen Erdbeersorten erfroren

Seit einiger Zeit arbeiten auch die beiden Töchter Sina und Alissa Schmid im Betrieb mit. Wenn Alissa Schmid von den Anstrengungen im Frühjahr spricht, welche die Familie unternommen hatte, um die Pflanzen vor dem Frost zu schützen, ist ihr die Enttäuschung noch immer anzumerken. Nachdem die frühen Sorten, die Familie pflanzt Clery, Honoeye und Lambada an, um Ostern rum erste Blüten getragen hatten, kamen wenige Tage später erst Graupel-, dann Schneeschauer. Die Folie oder das Vlies, das sie über die zarten Pflänzchen gezogen hatten, bot kaum Schutz, da es durch die schwere Last an den Pflänzchen hing. Sie deckten die Pflanzen also auf, und als der nächste Schneeschauer kam, wieder zu. „In einer Nacht sind die Blüten dann doch erfroren“, erinnert sich Alissa Schmid. „Das war herb!“ Erst mit der zweiten Blüte kamen dann auch die ersehnten roten Früchtchen. Schlecht wäre, wenn es noch einmal Dauerregen geben würde. „Bei anhaltender Nässe würden die Früchte faulen“, so Daniel Schmid. Aktuell geht er aber von einer guten Saison aus.

Preis senkt sich bei steigendem Ertrag auf drei Euro je Schale

Im Moment liegt der Preis noch bei vier oder 4,50 Euro je Pfund. Sobald der Ertrag steigt, sinkt auch der Preis. Daniel Schmid rechnet mit drei bis 3,50 Euro, was die Schale dann kosten wird. Die Saison wird in diesem Jahr bis Ende Juli andauern. „Manche Pflanzen haben noch nicht geblüht“, weiß Alissa Schmid und verweist auf die sehr späte Sorte Malwina. Die Ware verkauft die Familie in ihrer Verkaufsscheune, auf dem Wochenmarkt in Waiblingen und im Ladengeschäft in Korb, zudem bietet sie die Ware auf dem Großmarkt an.

Für die Ernte beschäftigt der Familienbetrieb neben fest angestellten Erntehelfern Saisonkräfte etwa aus Rumänien. „Es sind seit mehr als zehn Jahren dieselben“, sagt Daniel Schmid. Nicht wie sonst in einem großen Reisebus, sondern in mehreren Kleinbussen kamen diese in diesem Jahr angereist, nachdem alle auf eine mögliche Corona-Infektion getestet wurden. Die Anreise hat die Familie selbst organisiert. Viele von ihnen sind direkt auf dem Hof in Beinstein untergebracht, andere wiederum in zusätzlichen Wohnmöglichkeiten, welche die Familie im vergangenen Jahr geschaffen hat, als es bereits erstmals darum ging, dass Kontakte reduziert werden sollen.

Vier Wochen später als sonst können in diesem Jahr Erdbeeren geerntet werden, so der Beinsteiner Obst- und Gemüsebauer Daniel Schmid im Gespräch mit der Lokalredaktion. Grund dafür ist die andauernde Kälte im Frühjahr. Nachdem vor gut zwei Wochen die ersten Früchte gepflückt wurden, kommt die Erdbeersaison allmählich in Schwung, was sich bald auch im Preis bemerkbar machen wird.

Im Gegensatz zu den Erdbeeren hat das Wetter dem Spargel nicht so sehr geschadet, erklärt Daniel Schmid.

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