Waiblingen

Bezirk Waiblingen: Evangelische Gemeinden wollen bei Flüchtlingsversorgung helfen

Evangelische Michaelskirche
Die Michaelskirche in Waiblingen. © ALEXANDRA PALMIZI

Erneut hat die Synode des evangelischen Kirchenbezirks Waiblingen aufgrund der Corona-Situation nicht in Präsenz, sondern digital stattgefunden. Passenderweise war eines der Themen bei der Frühjahrssynode: „Digitale Kirche“. Auch über den Krieg in der Ukraine und die Versorgung von Flüchtlingen hier vor Ort haben die Teilnehmer gesprochen.

„In der Frühjahrssynode geht es traditionellerweise weniger um Entscheidungen als um Informationen und Berichte“, teilte der evangelische Kirchenbezirk nach der Tagung mit. So habe Schuldekan Andreas Lorenz berichtet, „dass sich an den Schulen einiges ändern würde und gerade in Zeiten eines Krieges zeige sich die Relevanz des Religionsunterrichtes“.

Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht lernten, mit Unterschieden gut umzugehen, sei der konfessionelle Unterricht „Friedenspädagogik pur“, so Andreas Lorenz laut der Pressemitteilung.

„Erleichtert über Waffenlieferungen“

Pfarrer Helmut Kaschler, der im Kirchenbezirk für die Friedensarbeit zuständig ist, schilderte demnach, wie ihn persönlich dieser Angriffskrieg Putins veränderte, wie er angesichts der Brutalität feststellen musste, dass er erleichtert über die Zusage von Waffenlieferungen war. Gleichzeitig sei er aber auch hilflos, dass ihm am Ende nur ein 'Herr erbarme dich!' bleibe.

Pfarrer Pal Gemes erinnerte an die guten Kontakte zu evangelischen Gemeinden in der Ukraine und den umliegenden Ländern, die das Gustav-Adolf-Werk pflegte. Die Gemeinden seien nun direkt gefragt und könnten die Spenden über das Gustav-Adolf-Werk gut gebrauchen.

Gerhard Rall vom KDV warb dafür, dass sich die Kirchengemeinden an den Aufgaben beteiligen, die auf die Kommunen zukommen, wenn Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen würden. Dazu stünden auch finanzielle Mittel zur Verfügung, die Kirchengemeinden anfordern könnten.

"Positiv überrascht" über Ämter

Peter Beierle vom Kirchengemeinderat in Bittenfeld sprach darüber, wie geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Deutschland ankommen können. Er war laut der Pressemitteilung „sehr positiv überrascht gewesen, wie gut die Ämter inzwischen darauf schon reagieren“. Wichtig sei ihm: Die Menschen bräuchten Orte zum Beten. Die Kirchen sollten, wenn möglich, geöffnet sein.

Der Krieg in der Ukraine hat zwar inzwischen einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich gezogen, die Corona-Pandemie ist allerdings noch nicht vorbei, wie Gerhard Rall vom Kreisdiakonieverband Waiblingen erinnerte.

So habe die Pandemie zu einer Zunahme an Kontakten und Kontaktanfragen in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Diakonie geführt. Sowohl in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen als auch in der Opferberatung bei häuslicher Gewalt bis hin zur Paar- oder Schuldnerberatung gab es während der Pandemie erhöhten Bedarf, denn die Menschen befänden sich nicht nur in Notlagen, sondern seien auch gestresst, etwa durch die Corona-Krise und die zwischenzeitlichen Kontaktbeschränkungen.

Digitalisierung „voll gelungen“

Einer der Haupttagesordnungspunkte sei die Evaluation des Projekts Online-Kirche im Kirchenbezirk Waiblingen gewesen. „Denn schon lange vor der Corona-Pandemie hatte sich der Kirchenbezirk auf den Weg gemacht, digital fit zu werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Das sei laut Nadja Golitschek vom Evangelischen Medienhaus „voll gelungen“. Alles, was Kirche ausmache, sei über die Kanäle bei Youtube oder Instagram zu finden. Und die wöchentlichen Biblischen Sonntagsimpulse würden zu einer guten Möglichkeit, über die jeweiligen Gemeindegrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zueinanderzufinden.

Mehrere Geistliche sind bei der Frühjahrssynode verabschiedet worden: Pfarrerin Veronika Bohnet von der Korber Höhe, Pfarrer Michael Oswald aus Waiblingen, Konrad Autenrieth aus Stetten sowie Reimar Krauß aus Winnenden.

Reimar Krauß wird Co-Dekan im Kirchenbezirk Ravensburg, die anderen gehen in den Ruhestand.

Erneut hat die Synode des evangelischen Kirchenbezirks Waiblingen aufgrund der Corona-Situation nicht in Präsenz, sondern digital stattgefunden. Passenderweise war eines der Themen bei der Frühjahrssynode: „Digitale Kirche“. Auch über den Krieg in der Ukraine und die Versorgung von Flüchtlingen hier vor Ort haben die Teilnehmer gesprochen.

„In der Frühjahrssynode geht es traditionellerweise weniger um Entscheidungen als um Informationen und Berichte“, teilte der evangelische

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