Waiblingen

Bilanz: So war der Waiblinger Weihnachtsmarkt

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Nicht nur in den Abendstunden war der Waiblinger Weihnachtsmarkt dieses Jahr ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. © Palmizi / ZVW
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Auch der eine oder andere Vierbeiner machte einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. © Alexandra Palmizi

Waiblingen. Mehr Besucher, höhere Umsätze – das ist das Fazit nach 20 Tagen mit 19 Ständen, einem Karussell, einer Eisenbahn und 44 Ausstellern auf dem Kunsthandwerkermarkt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, ist Martina Lenzen vom Waiblinger Stadtmarketing überzeugt. Auch die leicht angepassten Sicherheitsvorkehrungen hätten der guten Stimmung keinen Abbruch getan.

Durchweg positiv. So fasst Martina Lenzen das Fazit der Händler zusammen, die ihre Stände dieses Jahr auf dem Waiblinger Weihnachtsmarkt aufgebaut hatten. Von fast allen habe sie inzwischen eine Rückmeldung bekommen: „Die Teilnehmer waren zufrieden bis sehr zufrieden“, berichtet die Marketingfrau. Der Tagesumsatz sei demnach genauso hoch oder höher gewesen als im vergangenen Jahr. Nur ein Tag, nämlich der Montag vor rund einer Woche, sei etwas schlechter gewesen – des miesen Wetters wegen.

Geschäft gleichmäßig auf die Tage verteilt

Ansonsten zeigt Lenzen sich rundum zufrieden mit dem weihnachtlichen Marktgeschehen. Anders als in den vergangenen Jahren sei das Geschäft diesmal nicht so stark aufs Wochenende konzentriert gewesen, sondern habe sich gleichmäßig auf die Tage verteilt, wobei der Umsatz an einzelnen Tagen besonders gut gewesen sei: „Generell waren der Montag und der Dienstag dieses Jahr sehr starke Tage“, resümiert Lenzen.

Auch Rahmenprogramm verantwortlich für Erfolg

Auch über den Tag hat sich der Besucherstrom Lenzen zufolge in diesem Jahr gleichmäßiger verteilt als in den vorangegangenen Jahren. Von der zweistündigen Flaute, die den Markt nach dem Mittagsgeschäft täglich befallen hatte, sei nichts mehr zu spüren gewesen. „Zwar war es mal voller, mal etwas weniger voll, aber insgesamt viel konstanter“, fasst Lenzen zusammen. Für den Erfolg des Waiblinger Marktes verantwortlich ist nach Einschätzung der Marketingfrau nicht zuletzt das Rahmenprogramm: „Mit den Weihnachtskellern und in diesem Jahr der Adventskalenderausstellung heben wir uns deutlich von einem durchschnittlichen Markt ab“, ist sie überzeugt. So ziehe die Artverwandt jedes Jahr neue Besucher an, auch aus der weiteren Region. Zwar sei der Waiblinger Weg kein einfacher („auch nach sieben Jahren gibt es immer noch Waiblinger, die nichts von den Ausstellungen wissen“), doch sie sei überzeugt, dass es der richtige sei. Während es in den vergangenen Jahren durchaus einige kritische Stimmen gegeben habe, seien in diesem Jahr die lobenden in der Mehrheit.

Lenzen wünscht sich mehr Engagement von den Kindergärten

Jetzt könne das Feintuning beginnen. Das Ambiente soll mit der richtigen Deko noch gemütlicher werden, die letzten Löcher im Bühnenprogramm sollen gestopft werden. Lenzen ist stolz auf die rege Beteiligung des städtischen Orchesters, der Musikschule, der Tanzschulen und der Chöre aus der Umgebung. Einzig von den Waiblinger Kindergärten wünschte sie sich in den kommenden Jahren noch etwas mehr Engagement: „Wir haben als Anreiz extra eine Zeitspanne im Nachmittagsprogramm geschaffen, die es ermöglicht, einen Auftritt mit einem Besuch des Kasperletheaters zu verbinden“, sagt Lenzen. Bislang waren es fünf Kindergärten, die ein Programm auf die Beine gestellt haben. Für das kommende Jahr hat Lenzen sich vorgenommen, noch mehr zum Mitmachen zu bewegen.

Sicherheit: Keine Betonpollern, aber mehr Polizisten

Bereits in diesem Jahr angepasst hat die Stadt das Sicherheitskonzept. Zwar wurden keine Betonpollern rund um den Weihnachtsmarkt aufgestellt, wie in anderen Städten – rein infrastrukturell sei dies gar nicht möglich, so Lenzen –, aber die Polizeipräsenz sei deutlich erhöht worden. Ebenso seien andere Vorkehrungen getroffen worden, über welche man allerdings keine nähere Auskunft gebe.

Der guten Stimmung hätten diese ihrer Beobachtung nach allerdings keinen Abbruch getan, berichtet Lenzen. Auch Nachfragen von Besuchern habe es keine gegeben. Diese Rückmeldung habe sie auch von Veranstalterkollegen anderer Märkte bekommen: „Die Menschen wollen normal rausgehen und lassen sich nicht davon abhalten.“


Ein kurzer Markt

Traditionell wird der Waiblinger Weihnachtsmarkt immer am Freitag vor dem ersten Advent feierlich eröffnet.

Er endet jedes Jahr um den 20. Dezember herum, wie Martina Lenzen vom Stadtmarketing Waiblingen erklärt.

So kommt es, dass die Dauer des Weihnachtsmarktes von Jahr zu Jahr variiert.

War es im vergangenen Jahr ein besonders langer Markt, so war es in diesem Jahr mit nur 20 Tagen Dauer ein ausgesprochen kurzer Weihnachtsmarkt.

„Aber deswegen nicht weniger erfolgreich“, ergänzt Lenzen. Der Erfolg bemesse sich am Tagesumsatz.