Waiblingen

Bildäcker-Kindergarten Hohenacker: Mit Spaß, Bildung und Inklusion

Bildäcker KiTa
Kasperletheater, gespielt von Erzieherinnen. © Benjamin Büttner

Allzu gerne hätten sie diese Woche ein großes Fest gefeiert, die Kinder und Erzieherinnen vom katholischen Bildäcker-Kindergarten in Hohenacker. Ein richtiges Kindergartenfest halt. Mit allem, was dazugehört: Kasperletheater, Spiel und Spaß – und natürlich viele Besucher. Aber natürlich machte ihnen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Obwohl es angesichts des 50-jährigen Bestehens Grund zum Feiern genug gibt, wird daraus nichts - zumindest nicht aus dem Teil mit den vielen Besuchern. Mit den Familien und den Ehemaligen, die sich an der Eingangstür bei einer Ausstellung alter Fotos als kleine Steppkes entdecken können. Oder den Nachbarn, die nah am Kindergarten wohnen und zu denen man hier laut Kita-Leiterin Andrea Damaschke ein sehr gutes Verhältnis pflegt.

Glimpflich durch die Pandemie

Immerhin konnten die Familien am Wochenende den Festgottesdienst besuchen. Und die Highlights für die Kinder verteilten sich nun ohne Besucher über mehrere Tage, wurden in die Kindergartenwoche eingebaut. So zum Beispiel das Kasperletheater für jede Gruppe separat. Gespielt nicht etwa von irgendeiner externen Truppe, sondern vom Erzieherinnen-Team selbst. Einen Tag war eine Spielstraße aufgebaut, ein anderer für die kulinarischen Höhenflüge reserviert - inklusive Eis für alle.

Von den einhergehenden Einschränkungen abgesehen, hat das Virus selbst den Bildäcker-Kindergarten bislang halbwegs verschont. Ein Kind war erkrankt, die Gruppe musste 14 Tage in Quarantäne. Sonst ist bisher nichts passiert – nichtsdestotrotz leiden die Kinder unter der Pandemie, wie Andrea Damaschke und Elisabeth Kopietz berichten. Erschwert wurde insbesondere die Eingewöhnung der Kleinen. Allgemein hätten die Eltern den Kindergarten auch in der schwersten Zeit unterstützt und ihre Kinder nur dann in die Notbetreuung gebracht, wenn es wirklich nicht anders ging. Und das, obwohl die Kombination von Home-Office, Home-Schooling und Kinderbetreuung zu Hause für die Familie belastend und aufreibend sei. Angesichts niedriger Corona-Inzidenzen freuten sich nun alle über ein bisschen Normalität. Die drei altersgemischten Gruppen mit insgesamt 66 Kindern zwischen zwei und sechs Jahren bleiben in den Innenräumen und auch beim Spielen in den Außenanlagen vorsorglich getrennt.

Bildungshaus Hohenacker

Am 1. Februar 1971 wurde durch die katholische Kirchengemeinde Neustadt-Hohenacker der Bildäcker-Kindergarten in der Mörikestraße eröffnet. Die bürgerliche Gemeinde Hohenacker hatte das Grundstück zur Verfügung gestellt und das Gebäude errichtet.

Seit 2007 ist der Bildäcker-Kindergarten Teil des Bildungshauses Hohenacker. Zur Kooperation gehören außerdem die Lindenschule, der evangelische Kindergarten, die städtische Kita Kirchäcker und weitere Institutionen wie Kunstschule und Ortsbücherei.

Schon früh wurde das Haus Inklusionskindergarten. Aktuell wird er von fünf „Inklusionskindern“ mit Behinderung besucht.

„Altersgemischt“ sind nicht nur die Kindergruppen. Zum Team der Erzieherinnen gehören erfahrene Kräfte, die schon Jahrzehnte an der gleichen Kita arbeiten, und junge Kolleginnen. Von den Fachkräften wird die Mischung als bereichernd erlebt. Besonders wichtig ist ihnen laut Andrea Damaschke und Elisabeth Kopietz die Beratung der Eltern. Schließlich vertrauten diese ihr Liebstes und Wertvollstes dem Kita-Team an.

Allzu gerne hätten sie diese Woche ein großes Fest gefeiert, die Kinder und Erzieherinnen vom katholischen Bildäcker-Kindergarten in Hohenacker. Ein richtiges Kindergartenfest halt. Mit allem, was dazugehört: Kasperletheater, Spiel und Spaß – und natürlich viele Besucher. Aber natürlich machte ihnen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Obwohl es angesichts des 50-jährigen Bestehens Grund zum Feiern genug gibt, wird daraus nichts - zumindest nicht aus dem Teil mit den vielen

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